Assassin’s Creed 2 – Review

5. Jan 2010 um 19:33

Von Anfang an
Wie schon im Preview erwähnt beginnt Assassin’s Creed 2 genau an dem Punkt wo der erste Teil sein Ende nahm. Die Erzählungen um Altair jedoch sind abgeschlossen und so verfolgt ihr in Assassin’s Creed 2 das Leben von Ezio – einem jungen Italiener aus Florenz. Ezio ist zu Beginn kein Assassine und besitzt auch keinerlei Kenntnisse über den geheimen Orden der Assassinen. Erst als sein Vater und seine Brüder durch ein heimtückisches Komplott öffentlich hingerichtet werden, begibt sich Ezio auf den Weg eines Assassinen, denn er schwört Rache zu nehmen. Während Ezio nach und nach die Fähigkeiten eines Assassinen erlernt und dem Geheimnis um das Komplott das den Tod für seinen Vater bedeutete näher kommt, lernt auch der Spieler neue Spielfeatures. Die Steuerung ist im grossen und ganzen gleich geblieben, so findet man sich recht schnell wieder zurecht. In angenehmen Abständen kommen dann neue Fähigkeiten hinzu. So kann Ezio schwimmen und diverse heimliche Attentate ausführen, die bei Altair noch nicht möglich waren. Auch das Klettern wurde verbessert um schneller voran zu kommen.

Nebenmissionen
Während die Nebenmissionen im ersten Teil sehr schnell langweilig wurden, weil sie sich dauernd wiederholten, gibt es im zweiten Teil nichts mehr zu meckern. Auftragsmorde, Prügeleien und Wettrennen gibt es zwar noch immer, doch hinzu kommt eine grosse Bandbreite an zusätzlichen Aufgaben, denen man neben der Hauptquest nachgehen darf. Das nervige Fahnen sammeln wurde dieses Mal weggelassen. Dafür kann nun auf die Suche nach Schätzen gegangen und Geheimnisse rund um die Assassinen und Ezios Familie aufgedeckt werden.

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Renovieren mal anders
In diesem Spiel geht es in den Nebenmissionen hauptsächlich darum an Geld zu kommen, denn damit kann man seinen Stammsitz nach und nach ausbauen. Je weiter die Villa ausgebaut ist umso mehr Steuergelder erhält Ezio pro Spielstunde. Das erleichtert es natürlich imens Waffen und Rüstungsteile kaufen zu können, denn ganz neu sind die verschiedenen Händler, bei denen das Geld ausgeben werden kann. Ezio darf im ganzen Spiel insgesamt fünf verschieden starke Rüstungen kaufen bzw. freispielen. Bei den Waffen trägt man zwar mehr oder weniger die gleiche Menge mit sich herum, jedoch kann jederzeit in der Villa oder beim Schmied die ausgerüstete Waffe durch eine etwas bessere ausgetauscht werden, wobei sie beim Schmied erst einmal gekauft werden muss. Zudem gibt es auch seltsame Zeichen, die Ezio an Gebäuden findet und die in einem separaten Kapitel zu Subjekt 16 kurze Filmsequenzen freischalten. Diese Filmsequenzen sollen dem Spieler die Wahrheit verraten, sofern sie denn komplett sind.

Bekanntschaften
Ezio ist auch um ein vielfaches gesprächiger und sozial aktiver als sein Vorgänger Altair. Neben dem Erfinder Leonardo Da Vinci unterstützen Ezio im Verlauf der Geschichte mehrere Personen und Gruppen. So sind die Konkubinen eine erste Anlaufstelle für Ezio als sein Vater hingerichtet wurde. Die verführerischen Damen zeigen dem künftigen Attentäter wie man die Aufmerksamkeit von sich ablenkt oder NPC’s beklaut. Das Untertauchen funktioniert nun mit jeglichen Menschengruppen und nicht mehr nur mit Mönchen.

58012Städtetrip
Wie schon im ersten Teil muss auch Ezio in verschiedene Städte reisen. Neben der bekannten Reiseart mit dem Pferd, gibt es nun auch ein Schnellreise System. Dieses kostet jedoch ein paar Münzen, wer sich aber fleissig um seinen Stammsitz kümmert, kann diese kleinen Beträge mühelos aufbringen. Einige der wohl bekanntesten italienischen Städte zur Renaissance Zeit bereist Ezio im Laufe der Geschichte. Grafisch wurde viel Wert auf eine passende Wiedererkennung der Städte gelegt. Jede Stadt hat ihren eigenen Charme und ihre eigene Architektur.

Gegner
Auch bei den Gegnern hat sich etwas getan. Grob aufgegliedert gibt es drei Gegnerklassen. Schnelle, leichtbewaffnete Gegner, die einen auf die Dächer verfolgen und auch gerne mal einholen können, mittlere Gegner, die sich wie schon im ersten Teil verhalten und schwer gerüstete Gegner, die mächtig Schaden machen dafür aber langsam sind. In manchen Etappen des Spiels ist man gut beraten, wenn ihr die Gegner unbemerkt aus dem Weg schafft, weil ein offener Kampf beinahe unmöglich zu gewinnen ist. Trotzdem ist es mit Hilfe von angeheuerten Banditen oder Söldnern auch möglich sich in einen grösseren Kampf mit vielen Gegnern zu werfen. Es bleibt dem Spieler jedoch grösstenteils selbst überlassen, wie er denn nun die Gegner am besten erledigen möchte. Oft gibt es auch die Möglichkeit ganze Gruppen von Wachen einfach mit angeheuerten Konkubinen abzulenken.

FAZIT:
Die Fortsetzung von Assassin’s Creed macht alles richtig. Ubisoft hat sich die Kritik vom ersten Teil zu Herzen genommen und viel mehr Abwechslung geschaffen. Damit ist Assassin’s Creed 2 so gut wie perfekt. Mängel muss man schon mit einer Lupe suchen. Naja vielleicht ist das Spiel etwas zu kurz geraten, aber tolle Spiele sind immer viel zu kurz, weil man selbst nicht mehr genug davon bekommen kann.

Die Story ist mitreissend und selbst wenn man den ersten Teil nicht gespielt hat, so kann man ihr dennoch gut folgen. Obwohl es zu einem grossen Finale am Schluss kommt, wird trotz allem nicht zu viel verraten, was die Geschichte um Desmond betrifft. Es bleibt also massig Raum für Spekulationen für den dritten Teil.

WERTUNG: POSITIV: NEGATIV:
Singleplayer: ★★★★★★★★★★ + Grafik weiterhin gut
+ Steuerung bleibt gleich
+ Story fesselt
+ Geheimnisvolle Nebenmissionen
+ Mehr Abwechslung bei den Nebenmissionen
+ Verschiedene Out Fit’s
+ Sprachausgabe
- Integrierter Ubi-Shop wirkt fehl am Platz
- Extrem seltene kleine Grafikfehler
Gameplay: ★★★★★★★★★☆
Motivation: ★★★★★★★★★★
Grafik: ★★★★★★★★★★
Audio: ★★★★★★★★★★
GESAMT: ★★★★★★★★★★
Verfasst von Nicole Schibli
GameCity Redakteurin

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