God of War 3 – Review

8. Mrz 2010 um 13:49

God of War 3 beginnt genau dort, wo der zweite Teil endete. Die Titanen erklimmen den Olymp um die Götter ein für alle mal zu vernichten. Die wenigen Götter, die noch übrig sind, versammeln derweil ihre letzten Kräfte. Mittendrin ist der Spartaner Kratos, der nur ein Ziel vor Augen hat: Seine endgültige Rache an den Olymp und an den König der Götter, Zeus. Dabei nimmt er keine Rücksicht auf Verluste. Während seinem Kreuzzug gegen die Götter wird er die ganze Welt ins Chaos stürzen.

Das Ende
Mehr zur Handlung soll hier nicht verraten werden, denn das Spiel bietet jede Menge Wendungen, die ihr nicht so schnell vergessen werdet. Kratos erforscht den ganzen Olymp buchstäblich von Kopf bis Fuss, von der Unterwelt bis zur Spitze und trifft dabei nicht nur auf die letzten Götter, sondern auch auf allerlei Figuren der griechischen Mythologie, die für manche Überraschung sorgen werden. Die Story beantwortet alle offenen Fragen und gibt dem legendären Krieger ein mehr als würdiges Ende.

60426Bekanntes Gefühl
Das Gameplay ist im Kern unverändert geblieben. Kratos kämpft sich von einer Gegnerhorde zur nächsten, löst Zwischendurch ein paar Rätsel, findet neue Ausrüstung und erlegt scheinbar übermächtige Bosse. Die alte Formel wirkt noch immer. Habt ihr mal die Schlacht begonnen, wollt ihr keine Sekunde lang aufhören. Das liegt einerseits am unaufhaltsamen Tempo, der fast nonstop für Action sorgt und andererseits an den epischen Szenen, die ihr erleben werdet.

Blutiges Gemetzel
Wer die Vorgänger gespielt hat, wird sich auch mit der Steuerung sofort zurechtfinden. Neben leichten und schweren Angriffen, ausweichen und zupacken hat Kratos einige neue Moves gelernt. Wird er von einer zu grossen Überzahl angegriffen, kann ein Gegner als Rammbock missbraucht werden um durch die Feinde zu preschen. Ist er hingegen zu weit von einem Feind entfernt, kann er sich mit seinen Chaosklingen zu ihm katapultieren. So kann er Abgründe überqueren, indem er sich von Harpyie zu Harpyie zieht. Die Moves sind nett, aber keine Revolution. Das ist aber auch gut so, denn das Kampfsystem war bereits zuvor vorbildlich. Die Steuerung ist einfach und intuitiv und die Kämpfe herausfordernd, ohne je unfair zu werden. Als wäre das nicht genug, besitzen die 4 wählbaren Hauptwaffen je einen eigenen Zauber, Gegenstände wie z.B. der Bogen können im Kampf benutzt werden und alle Objekte sind auflevelbar. Dadurch dürft ihr euren Kampfstil der Situation anpassen, was auch nötig ist, da euch bis zum Schluss immer wieder neue Gegnerarten angreifen.

60428Finish Him!
Was hier noch speziell erwähnt werden muss, sind die brutalen Finishing Moves. Diese bestehen wie gewohnt aus Quicktime Events. Diesmal erscheinen aber die Knöpfe nicht riesig mitten im Bildschirm, sondern wurden auf die Bildschirmränder verlegt. Das braucht zwar ein bisschen Gewöhnung zu Beginn, ist aber schnell gelernt. Und die Belohnung ist es wert. Kratos nimmt seine Feinde buchstäblich auseinander. Speziell die Tode der Bosse werden euch vor Schmerz zusammenzucken lassen.

Denkpause
Pausenlos feindliche Horden zu massakrieren macht mit Kratos zwar eine Menge Spass, wäre aber mit der Zeit doch zu nervenaufreibend. Um euch eine ruhige Minute zu gönnen, erwarten euch einige Rätsel. Blöcke verschieben und Schalter drücken ist zwar nichts Neues, aber einige davon bieten spezielle Umstände und sind zum Teil nicht ganz so einfach, wie sie zunächst erscheinen. Bei manchen nutzt ihr auch die Gegenstände, die ihr euch während des Abenteuers angeeignet habt.

Lust nach mehr
Nach 8-10 Stunden ist Kratos Rachefeldzug beendet. Obwohl ihr ein paar Levels mehrmals aufsucht, hat man nie das Gefühl, gleiches zu wiederholen. Dafür sorgen die unterschiedlichen Waffen, die grosse Anzahl an Gegnern, und einige Minispiele zwischendurch. Schliesslich wissen inzwischen alle, dass zu jedem God of War auch ein kleines Sex-Minispiel gehört. Doch auch nach dem Durchspielen bleibt genug zu tun. Freischaltbare Schwierigkeitsgrade, Kostüme und Objekte liefern Gründe für weitere Durchgänge. Auch der Challenge Modus kehrt zurück, der eure Kampfskills mit unterschiedlichen Aufgaben auf die Probe stellt. Besteht man auch diese, erwartet euch in der Arena eine letzte Prüfung eures Könnens.

Schönheit fürs Auge…
60429God of War 3 nutzt alles, was die Playstation 3 zu bieten hat. Das Spiel sieht fantastisch aus. Vor allem Kratos ist extrem detailliert. Blutspritzer und Dreck bedecken seinen vernarbten Körper und seine Bewegungen und Gesichtszüge wirken realistisch. Auch die Landschaft kann sich sehen lassen. Der Olymp bietet wunderschöne griechische Städte, dunkle Höhlen und uralte Tempel voller seltsamer Wesen. Die Wasser-, Feuer- und Lichteffekte krönen das Ganze.
Leider überbietet das Spiel den Rekordhalter Uncharted 2 nicht ganz. Manche Charaktere wirken nicht ganz so realistisch und wer genau hinschaut wird manchmal Finger durch Körper verschwinden sehen oder unscharfe Objekte erkennen. Trotzdem ist die pure Leistung des Spiels beeindruckend. God of War 3 muss nicht installiert werden und kommt trotzdem ohne Ladezeiten aus. Bei hektischen Kämpfen gegen eine Überzahl ruckelt nichts, selbst wenn im Hintergrund noch andere Kämpfe wüten.

…und fürs Ohr
Die Musik von God of War spiegelt die epische Stimmung wieder. Heftige Kampftrommeln und ruhige Harfenklänge passen perfekt zum Setting des Spiels in der griechischen Mythologie. Die Synchronisation ist zwar auf Deutsch akzeptabel, erreicht aber im Englischen Hollywoodpotenzial. Kratos englische Stimme lässt euch seine Wut förmlich spüren.

FAZIT:
God of War 3 ist gewaltig. Ein perfektes Kampfsystem, eine epische Story, cleverer Levelaufbau – dieses Spiel gehört in jede Playstation 3 Sammlung. Das letzte Kapitel der Trilogie liefert ein Abenteuer voller Action und ein Finale, das bereits jetzt zu den unvergesslichen Momenten der Videospielgeschichte gehört. Einzig die mangelnde Innovation und winzige Macken halten das Spiel davon ab, eine perfekte Wertung zu bekommen.

Trotzdem Pflichkauf!

WERTUNG: POSITIV: NEGATIV:
Singleplayer: ★★★★★★★★★☆ + Epische Story
+ Gutes Kampfsystem
+ Ständig Abwechslung
+ Brutale Finishing Moves
+ Wunderschöne Graphik
- Winzige Graphikfehler
- Wenig Neues
- Kratos’ Handlungsweise manchmal unverständlich
Gameplay: ★★★★★★★★★☆
Motivation: ★★★★★★★★★☆
Grafik: ★★★★★★★★★★
Audio: ★★★★★★★★★★
GESAMT: ★★★★★★★★★½
Verfasst von Federico Gagliano
GameCity Redakteur

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