Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 2 – Review
Bei Spielen zu einer Animeserie ist das Zielpublikum von Anfang an klar definiert. So sollen vor allem die Fans auf ihre Kosten kommen. Deshalb belasse ich es an dieser Stelle eine Einführung in das Naruto Universum zu geben. Nur soviel, Naruto Shippuden Ultimate Ninja Storm 2 ist der direkte Nachfolger von Naruto Ultimate Ninja Storm. Im ersten Teil spielte man Naruto als er noch ein Kind war. Wie Serienfans am Titelzusatz Shippuden sicher schon ahnen, schlüpft ihr nun in die Rolle von Naruto im Teenageralter.
Lange Wartezeit
Bevor das neue Abenteuer losgehen kann, heisst es aber warten. Legt ihr nämlich zum ersten Mal Disc in das Laufwerk, installiert das Spiel einige Inhalte auf die Festplatte der PS3. Dies ist ja leider schon fast üblich, doch eine so lange Wartezeit wie bei diesem Spiel habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Das Spiel braucht zwischen 15-20 Minuten um alles auf der Festplatte zu installieren. Was es auf die Festplatte installiert, bleibt wohl sein Geheimnis, denn kürzere Ladezeiten sind es garantiert nicht. Habt ihr die Wartezeit aber überstanden, darf endlich gespielt werden.
Das Ende am Anfang
Das Spiel beginnt mit einer düsternen in Spielgrafik gehaltenen Videosequenz. Das Heimatdorf Konoha-Gakure von unserem Helden Naruto liegt in Schutt und Asche. Ihr seht das Mädchen Sakura, die nach Narut
o ruft. Fans der Serie wissen, dass dieser Angriff von Pain kam, der zu der geheimnisvollen Akatsukis gehört. Doch wie ist es soweit gekommen? So geht das Spiel nun einige Zeit zurück und Naruto kommt erst gerade von einer drei-jährigen Reise mit seinem Lehrmeister Jiraya (auch perverser Eremit genannt) zurück. Hier wird ganz schnell klar, was ich oben schon erwähnt habe. Das Spiel ist nur für Fans der Serie, denn eine richtige Einleitung für Einsteiger in das Naruto Universum gibt es nur in sehr kurzen Texten. Ihr erlebt nun die Geschichte als Naruto nach Hause zurück kehrt bis zum grossen Finale als er gegen Pain kämpft.
Laufen,laden,laufen…
Die meiste Zeit schlüpft ihr in die Rolle von Naruto. Nur wenn in der Geschichte ein anderer Charakter etwas Wichtiges erlebt, dürft ihr auch jemand anderes spielen. Oftmals begleitet euch ein vom Computer gesteuerter Charakter, der aber nur euch hinten her läuft, da er auch in der Geschichte vorkommt. Wer sich darauf freute, wie schon in früheren Spielen, das
Dorf Konoha-Gakure frei zu erkunden, der wird enttäuscht. Ihr lauft im ganzen Spiel auf linearen Pfaden herum. Dazu ist fast in jedem Kurzabschnitt eines Weges die Kamera fest fixiert. Das alles ginge ja noch, käme nicht noch hinzu, dass das Spiel oft nachladen muss, sei es bei einem neuen Abschnitt oder einem kurzen Gespräch mit den anderen Protagonisten. Nach einiger Zeit nerven die ständigen Unterbrüche, da sie den Spielverlauf immer wieder stören. Obwohl die Geschichte in einer grossen Welt spielt, ist im Spie alles sehr nah beieinander. So braucht ihr nur knapp vier kurze Laufwege um vom Wald zur Wüste zu gelangen. Drei weitere Abschnitte später seid ihr schon bei einem geheimen Versteck der Akatsukis. Vielleicht aber auch besser so, denn fast immer besucht ihr alle Schauplätze mehrmals.
Nichts zu entdecken
Obwohl ihr nur auf einem linearen Pfad unterwegs seid, dürft ihr auch neben der Hauptgeschichte kleinere Nebenmissionen bestreiten. Diese sind aber oftmals langweilig und nicht gerade interessant. Dazu entdeckt ihr immer wieder verschiedene Kräuter und andere Dinge auf der Strasse. Die könnt ihr bei einem Händler zu verschiedene Waren verarbeiten lassen. Damit wollten die Entwickler ein wenig Abwechslung in das Spiel bringen, was leider nicht funktionierte. Schnell findet ihr heraus, dass ausser den Heilkräutern kaum etwas gebraucht wird und diese auch nur sehr selten. Damit bleibt wirklich nur die Hauptgeschichte übrig. Die wurde dafür wirklich gut übernommen und ihr erlebt fast alle wichtigen Ereignisse der Serie auch im Spiel. Leider wurden auch einige Ereignisse zensiert, die in der Serie eigentlich eine Rolle spielten. Nichtsdestotrotz kommt hier echtes Naruto-Feeling auf.
Coole Kämpfe…
Das Wichtigste im Spiel, ausser von Punkt A zu Punkt B zu laufen, sind die Kämpfe. Egal wohin ihr müsst, am Ende findet immer ein Kampf statt. Bevor ein Kampf beginnt, dürft ihr euch noch einige zusätzliche Items, wie Bomben oder Pillen, zusammen legen, die euch einen Vorteil im Kampf bringen können. Nach einer kurzen Ladezeit findet ihr euchin einer Kampfarena, die der Umgebung angepasst wurde wieder. Jeder Charakter hat eine Lebens- und eine Chakraanzeige.
Wie in der Serie besitzt jeder Charakter seinen eigenen Kampfstil. Um die Spezialfähigkeiten eines Charakters zu aktivieren braucht es Chakra. Dabei gibt es auch verschieden Stufen, die fantastisch in Szene gesetzt wurden. Um stärkere Spezialfähigkeiten zu aktivieren, braucht es mehr Chakra. Somit ist sogar eine kleine Prise Taktik drin. Wenn ihr die Hälfte eurer Lebensenergie verloren habt, erhält euer Charakter nochmals eine sehr starke Fähigkeit, die den Verlauf des Kampfes noch in eine andere Richtung drehen kann. Die Steuerung geht dabei gut von der Hand, obwohl bei der Verteidigung sie manchmal sehr spät reagiert.
…noch bessere Bossfights
Sind die normalen Kämpfe schon schön in Szene gesetzt, sehen die Bossfights einfach nur fantastisch aus. Dabei laufen alle eigentlich nach dem gleichen Schema ab. Ihr haut den Gegner so lange bis dieser in die nächste Phase geht. Oftmals gibt es dann verschiedene Qui
ck-Time-Events zu bestehen. Wie schneller ihr den richtigen Knopf drückt, desto grösser ist die Chance für mehr Informationen zur Hintergrundgeschichte der Figuren. Im Gegensatz zum restlichen Spiel gibt esaber in den Bosskämpfen auch viel Abwechslung. So liefert ihr euch schon mal einen Luftkampf oder schiesst in bester Moorhuhn-Manier verschiedene Dinge ab, die der Gegner euch zu schmeisst. Dies macht wirklich Spass und jeder Endgegner ist was Besonderes.
Multiplayer
Wer von den Kämpfe gegen die K.I. genug hat, darf natürlich auch gegen menschliche Mitstreiter ran. Im Multiplayer kämpft ihr entweder Offline oder Online gegen einen weiteren Mitspieler. Dabei stehen euch über 40 Charaktere zur Verfügung. Neben einem Hauptkämpfer gibt es auch Matches, in denen ihr einen weiteren Charakter auswählen dürft. Dieser ist zwar nicht spielbar, greift aber mit einem Knopfdruck einmal ins Geschehen ein. In gewissen Situationen sind sogar Teamattacken möglich. Da die Charaktere sehr gut ausbalanciert sind, entstehen sehr viele spannende Kämpfe.
Tolle Inszenierung
Die Spielwelt ist eigentlich sehr dürftig ausgefallen. Zwar erkennt man durch die Landschaften, die Gebiete wieder, sehr viel Mühe machten sich die Entwickler hier aber nicht. Dafür sehen die Prota
gonisten den Figuren aus der Serie absolut ähnlich. Mehr noch, in einigen Videosequenzen, wie z.B. bei den Bossfights übertrumpfen sie gar die Qualität der Trickfilmserie. So kommt die Atmosphäre in den Kämpfen perfekt rüber. Im Bereich Musik hört man alle Stücke aus der Serie. Dazu haben alle Figuren die Originalstimme aus der Serie. Dies gilt für die englische und die japanische Synchronisation. Die deutsche Synchro fehlt zum Glück im Spiel
GameCity Redakteur
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