Interview NETGame Convention 2010

Veröffentlicht am 24. November 2010 von Oliver Wüest

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Interview mit André RAYDEN Christen

Seit 15 Jahren gibt es die NETGame Convention. Diese jährlich stattfindende LANparty Veranstaltung ist zur Zeit die grösste ihrer Art in der Schweiz. Im Oktober diesen Jahres fand sie wieder einmal statt und wir haben uns vor Ort umgesehen. Wir trafen André “RAYDEN” Christen, der uns als Veranstalter einige Fragen zur Szene beantwortete.

Was hat sich geändert seit Anno 1995?
Vieles: 1995 kämpften wir noch mit einem BNC Netzwerk und es gab noch nicht viele netzwerktaugliche Spiele.

Was waren die Highlights der Serie?
Sicher die beiden grossen NetGames mit 800 Teilnehmern. Aber auch sonst gab es kultige LANs wie z.B. in der Villa Stucki. Eine Villa mit Räumen auf drei Stockwerken verteilt.

Wie kamst du auf die Idee für die LAN?
Durch Doom. Das war das erste wirklich gute Netzwerkspiel.

Wieso hast du diesen Standort (Saalbau Bad Derendingen – Solothurn) für das 15 Jährige gewählt?
Der Saal hat eine gute Infrastruktur: genügend Strom, Schlafsaal, super Küche, Duschen,…

Welcher der Austragungsorte war der beste deiner Meinung nach?
Die Locations hatten alle Ihre Vorzüge, aber ich würde sagen, in der EXPO Thun war der beste Austragungsort.

Und wieso?
Die Halle bot für 800 Leute mehr als ausreichend Platz. Zudem war der Vermieter toll, denn er hat uns unterstütz wo er nur konnte.

15 Jahre NetGame was heisst das für dich?
Nach 10 Jahren, also nach der NetGame Convention Ultimate wollte ich eigentlich aufhören, aber dann hat es mich doch wieder gepackt. Es ist immer wieder schön, all die Leute wieder zu sehen, die schon seit Jahren immer wieder kommen.

Denkst du die LANszene in der Schweiz wird wieder wachsen?
Vielleicht einwenig. Aber der LANparty-Hype ist definitiv vorbei.

Wird es nächstes Jahr wieder eine NetGame geben?
Sicher ;)

Was ist dein Lieblings LANspiel?
CSS [anm. d. Red.: Counter Strike Source]

Ist Alkohol ein Thema für dich an LANpartys?
Wir verkaufen nur Bier. Da hält es sich mit dem ‚übertreiben‘ in Grenzen. Aber es gibt ab und zu ein paar schwarze Schafe, die Ihren Alk selber mitbringen und sich besaufen. – Lässt sich leider kaum verhindern.

Würdest du im nachhinein was ändern wenn du könntest?
Ja, dass die LANparty Szene so schnell von der Bildfläche verschwunden ist. Mit  250 Teilnehmern die grösste LANparty des Jahres in der Schweiz zu haben, sagt alles. Vor fünf Jahren wäre man da bestenfalls eine mittelgrosse LAN gewesen. Das ist schon schade, weil ich kenne kaum eine Szene bei der so viele Leute dreu Tage lang in einem Saal sind und es in 15 Jahren nie Ärger wegen Schlägereien oder ähnlichem gab.

Vielen Dank für das Interview.

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