Pixelblog Destiny

Veröffentlicht am 7. August 2014 von Corina Ulmann

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Destiny – Unsere Reaktion auf die Beta

Unsere Crew hat sich intensiv mit der Beta zu Destiny auseinander gesetzt. Ihre Eindrücke und Erlebnisse haben wir für euch zusammen gefasst.

Marco:
Destiny wird ohne Zweifel ein Highlight in diesem Spielejahr. Die Mischung aus Halo und Boarderlands macht vieles richtig. Einige Höhepunkte und Verbesserungswünsche ergaben aber die ersten Stunden in der Beta bereits.

- Drei Waffenslots mit unterschiedlichen Munitionsfarben machen Sinn. Je stärker die Waffe, umso seltener die Munition. Dadurch wird vermieden, dass die Rifts in Sniper Sessions ausarten.

- Das Dropship dient als Gefährt von einer Mission zur anderen. Ich hoffe man kann im fertigen Spiel mehr damit machen, als Ladesequenzen zu generieren.

- Seltene (grüne) Items können ausgebaut werden, je länger sie genutzt werden. Dies macht durchaus Sinn, da der Spieler dadurch einen Anreiz hat, nicht gleich wieder alles zu vernichten sobald er etwas minimal besseres findet.

- Nach dem Stufenaufstieg eines Charakters oder Items erhält der Spieler noch im Kampf die Meldung, dass neue Features verfügbar sind. Diese müssen aber mühsam aktiviert werden. Dies könnte zumindest bei Fähigkeiten ohne Alternativen automatisch geschehen.

- Das Menüsytem von Destiny sieht cool aus, ist jedoch deutlich unhandlicher als bei der Konkurrenz der Loot Spiele auf Konsolen. Hier wäre eine Mischung aus Style und Bedienerfreundlichkeit sinnvoll.

- Destiny ist von den Machern von Halo. Bei Design der Spielwelt und Gegner merkt man dies sofort. Bei der KI wurde ich bereits bei Halo 1 mehr gefordert. Ich hoffe im fertigen Spiel konzentriert sich Bungie mehr auf die KI.

Corina:
Mein Interesse an Destiny hielt sich vor der Beta stark in Grenzen. Ich mag reine Onlinetitel einfach nicht so sehr. Dank den zusätzlichen Beta-Codes für Freunde konnte ich dennoch einen Blick wagen und das was ich gesehen habe, hat meine Meinung komplett umgekrempelt.

Gespielt hab ich vor allem in einer Team bestehend aus drei Personen, mit Freunden, die sich schon ein paar Stunden mehr im Destiny ausgetobt haben als ich. Mein Level 1 Charakter wirkte gegenüber den etwas höheren Gelevelten eher mickrig und im Kampf konnte ich auch nicht wirklich viel beisteuern. Doch nach und nach stieg mein Level und mit den doch etwas einfacheren K.I’s waren selbst die Bossgegner kein Problem mehr. Die Stunden vergingen wie im Flug und schnell war mein Charakter nicht mehr das armselige Etwas, sondern konnte es sogar im Alleingang mit den Gegnern aufnehmen. Nach kurzen aber unterhaltsamen sechs Missionen war das Meiste aus der Beta geholt und sobald der Charakter das achte Level erreichte, war auch dort nichts mehr zu machen. Die Sorge, dass es wie bei vielen MMORPG-Titel enden wird, war absolut überflüssig. Die Trennung zwischen Multiplayer, eigener Party und dem Alleingang hat perfekt funktioniert und niemand konnte mir hinterhältig das Spielen schwer machen. Die Missionen werden in der Konstellation, in der man sich oder eben nicht befindet,bestritten und jeder unerwünschte Gast verschwindet dann aus dem Sichtfeld. Nur ein kleiner Teil ist offen für die ganze Welt und selbst dort musste man nicht um sein Leben bangen. Ausser der Charakter fiel in eine Schlucht oder betratt ein Nest voller Gegner.

Destiny erinnert mich sehr stark an Halo. Kein Wunder wenn bedacht wird, dass Bungie ja der Halo-Schöpfer ist. Dennoch ist Destiny alles andere als eine billige Kopie. Durchdachte RPG-Elemente, interessantes Waffensystem und allerhand versteckte und freischaltbare Extras warten auf den Spieler. Die Beta war für meinen Geschmack eindeutig viel zu kurz, doch dies spricht ja fürs Spiel.

William:
Ca. 5 Jahre schon schwirrt die Idee von Bungies neusten Shooter in den Köpfen der Genies hinter einem meiner Lieblinge, der Halo Serie, herum. Im damalig sehr umstrittenen Halo ODST fand man kürzlich sogar ein Easter Egg dazu http://halo.wikia.com/wiki/Destiny_(Easter_Egg) .Doch was gibt das Spiel her? In einer ausgiebigen Beta-Session konnte ich mir einen kleinen Eindruck verschaffen. Kurzum die Grafik ist phänomenal, die Feuergefechte intensiv, die Welt riesig und der Koopmodus ist taktisch, offen und fordernd. In mehreren Schwierigkeitsgraden werden Missionen bestritten, auf welchen man sich in einer offenen Welt schon mal verlaufen kann. Dies soll aber auf keinen Fall negativ gewertet werden. Die Navigationshilfe ist da und auch sehr nützlich. Doch dass ich mich in ein viel zu gefährliches Gebiet überhaupt verlaufen konnte, ein Gebiet in das ich noch nicht vordringen sollte, aber konnte… weckte in mir einen enormen Entdeckertrieb. Einen Ehrgeiz und erschuf somit eine gefährliche und unerforschten Welt vor meinen Augen, ohne es zu bewusst oder gar notwendig zu tun. Kein Schlauch der dem Spieler hingelegt und durch den er durchgezwängt wird. Eine glaubhafte, post-apokalyptische Welt, in der das Durchschreiten einer falschen Tür den Tod bedeutet.

Die erwähnten Feuergefechte sind auf K.I.-Ebene aber leider nicht sonderlich fordernd, verschiedene Gegnertypen zwingen euch aber doch zu taktischem Vorgehen, erst Recht in einer Gruppe. Der Schwierigkeitsgrad wird aber, so vermute ich, lediglich durch die HP des Gegners gesteuert. Hat Boss XY auf normal 5‘000Hp, so sind es 25‘0000 auf schwierig. Nicht sehr einfallsreich sondern eher mühselig, denn wenn für einen einzigen Boss 20 Minuten, repetitiver Spielzeit drauf geht, nervt das. Die Kämpfe machen aber extrem viel Spass, erst Recht wenn ihr euch im Team durch das offene, vielseitige Gelände schlagt, die einem die Missionen bieten. Hier blüht Bungies Halo-Erfahrung richtig auf. Die Items die ihr finden könnt, sind vielfältig und können sogar aufgewertet werde. Dies führt zum Wegfall des Borderlands typische Berges an 2mal benutzten Items. Der Loot wird persönlicher, ebenso der Guardian. Die Verteilung ist dabei fair aber auch individuell. Ein „Wer-zuerst-kommt-malt-zuerst“ oder doppelte Charaktere gibt es so kaum. Apropos Vielfältigkeit, das Skillsystem basiert auf der mehrfach Benutzung der einzelnen Fähigkeiten. Dies könnte automatisch in einem auf euch zu geschnittenen Charakter gipfeln. Wie stark ihr euch allerdings zu anderen unterscheidet, wenn überhaupt, ist leider noch nicht absehbar.

Das Spiel macht auf jeden Fall richtig Laune und lässt bereits in der sehr umfangreichen Beta erahnen, wie viel Bungie mit dem Titel vorhat. Eure erstellten Charaktere sind nicht umsonst mindestens 10 Jahre haltbar.

Destiny erscheint am 09. September 2014 für Xbox 360, Xbox One, PlayStation 3 und PlayStation 4.

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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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