Reportage Suisse Toy

Veröffentlicht am 4. Oktober 2011 von Adrian Dermon

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Das war die Suisse Toy/E-Games

Am letzten Wochenende fand wieder die Suisse Toy in Bern statt. Natürlich liessen wir uns diese Messe nicht entgehen und schauten uns das Ganze persönlich an. Auf zwei Etagen gab es für Gross und Klein die verschiedensten Spiele zu begutachten. Fangen wir aber von vorne an.

Der Aussenbereich
Zuerst einmal muss schon gesagt werden, dass die Messe für die jüngere Generation gedacht ist. Gleich am Eingang kreuzte eine kleine Eisenbahn unseren Weg, auf der die Kinder gleich als erstes schon mal eine Runde drehen konnten. Wir liessen das für einmal sein – uns interessierten eher die Imbissbuden vor den Hallen. Süssigkeiten, Pizza, Pommes, alles war da – und wem das nicht edel genug war, der konnte sich auch in eines der Restaurants in den Hallen platzieren. Aber wir waren ja schliesslich nicht zum Essen da – ab in die Hallen.

Die untere Etage
Die Messe erstreckte sich über zwei Hallen und bot zwei Etagen mit den unterschiedlichsten Spielen an. Zuerst zog es uns in die untere Etage. Dort fand unter anderem die E-Games statt – also der Bereich, der sich voll und ganz den Games widmete – und die Halle mit allem was das Modellbauerherz begehrt. Zuerst gings für uns aber natürlich an die E-Games. Die drei Grossen der Branche Sony, Microsoft und Nintendo waren dabei mehrheitlich vertreten und zeigten fast ausschliesslich Spiele für ihre Bewegungscontroller. Am beliebtesten waren dabei Tanzspiele. Schön wie der Vater oder die Mutter mit ihrem Kind zusammen das Tanzbein schwangen und einfach Spass daran hatten. Neben schon erschienenen Spiele durften die Besucher auch Titel anspielen, die noch nicht erhältlich sind, wie z.B. Kirby, Mario Kart 3DS, Star Wars Kinect uvm. Obwohl Casual und familienfreundliche Spiele die Oberhand hatten, gab es natürlich auch Titel für erwachsene Spieler. Unsereins freute sich auf das Anspiel der EA Kracher Need for Speed: The Run oder Battlefield 3 (war erst ab 16 Jahren anspielbar). Damit waren die elektronischen Spiele gut vertreten und zeigten wohl auch skeptischen Eltern auf, das „Killerspiele“ nur eine Erfindung der Medien sind. Schon fast lächerlich war da die Tatsache, dass Kinder für einen Wettbewerb mit einer Armbrust  einer Puppe einen Apfel vom Kopf schiessen mussten. Das war aber nur neben den Spielständen der Publisher. Danach gingen wir in die Nebenhalle, in denen verschiedene Modellbaustände waren. Von Schiffen, Autos, bis hin zu Fluggeräten war alles vertreten, was jemand selbst zusammen bauen konnte. Um Lust für den Modellbau zu machen, zeigten dann Profis Tricks mit verschiedenen Modellen. Ein sicher spassiges Hobby, für diejenigen die entweder das nötige Geschick oder Kleingeld besitzen. Nachdem wir noch einige Zeit an den Ständen verbrachten, riefen bereits die Brettspiele in der obersten Etage.

Das Obergeschoss
In der oberen Etage befanden sich die Brett- Karten- und Geschicklichkeitsspiele. Natürlich wurden auch hier wieder mehrheitlich Kinder angesprochen. Dennoch gab es auch für die Erwachsenen viel Neues zu entdecken. Sehr beliebt waren Stände mit Geschicklichkeitsspielen, bei denen jeder Mal ein Spiel selbst ausprobieren durfte. Dazu erstaunte es einige Erwachsene, wie geübt manche Kleinkinder mit einigen Geschicklichkeitsspielen, z.B. Speed Stacking , waren. Für Trading Cards Fans gab es eine eigene Ecke für das Spiel Magic, in denen sie duellieren und tauschen konnten. Wer ein neues Brettspiel suchte, wurde vermutlich schnell fündig. Von Klassiker wie Schach oder Backgammon, zu Klötzchenspiele à la Lego bis hin zu ganz speziellen Brettspiele war hier fast alles vertreten. Da die Messehalle nicht voll ausgenützt wurde, hatte es genug Platz für alle Leute, ohne dass ein grösserers Gedränge entstand. Sicher auch besser so, da viele Besucher mit Kinderwagen unterwegs waren.

Wir dürfen also vor allem gespannt sein, was uns die E-Games nächstes Jahr präsentiert. Die Halle mit den Computerspielen schien doch die beliebteste Halle zu sein und ich gehe davon aus, dass vor allem dieser Bereich für das nächste Jahr durchaus etwas ausgebaut werden könnte.

FAZIT:
Die Suisse Toy hält was sie verspricht und bot auch dieses Jahr viele Spiele für Jung und Alt. Natürlich kam die jüngere Generation mehr auf ihre Kosten, was auch so geplant war. Obwohl es sicher viele Spiele gab, fanden wir die Messe dieses Jahr kleiner als in den vorherigen Jahren. Das könnte aber auch an den grösseren Hallen liegen, die wiederum mehr Platz für die Besucher boten. Wer dieses Jahr die Suisse Toy verpasste, empfehlen wir schon jetzt dieses Event für das nächste Jahr vorzumerken. Denn wie heisst es doch schön auf den Verpackungen von Brettspielen: „ Ein Spass für die ganze Familie“.

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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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