Testlabor Alien Breed Trilogy

Veröffentlicht am 20. Juni 2011 von Michel Blind

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Alien Breed Trilogy

Drei Arcade-Titel voll gepackt mit Alienballerei auf einer Disc? Hört sich ja nicht schlecht an, vor allem da es sich hierbei um die Neuauflage der Alien-Breed-Saga handelt, die bisher nur in einzelnen Teilen und exklusiv als Download erhältlich waren. Doch ist eine Retailversion der Trilogie, bestehend aus Evolution, Assault und Descent, auch wirklich gerechtfertigt oder hat man schon bald die Schnauze voll von den hinterlistigen Aliens?

Kollision mit bösen Folgen
Nach einer erfolgreich absolvierten Mission macht sich das Raumschiff Leopold wieder auf den Weg zu seiner Heimatbasis, bis es plötzlich eine laute Explosion gibt und das ganze Schiff erschüttern lässt. Wie sich herausstellt ist ein nicht identifizierbares Raumschiffwrack mit Leopold kollidiert, das jedoch dem Captain und der Hälfte der ganzen Besatzung das Leben kostete. Doch es bahnt sich ein regelrechtes Desaster an, denn das verkeilte Wrack ist voll mit ausserirdischen unbekannten Lebensformen, die nun in die Leopard eindringen und ihren Hunger an den überbleibenden verletzen Mannschaftsmitglieder stillen.
Nur der Cheftechniker Conrad und der künstliche weibliche Mensch namens Leutnant Mia haben den Crash überlebt. Während Mia die Lage im Auge behält und die Befehle erteilt, versucht Conrad die Ramjets der Leopold wieder Betrieb zu setzen, damit sich das fremde Schiff loslöst. Leichter gesagt als getan, denn die glitschigen Krabbeltierchen verfolgen Conrad auf Schritt und Tritt, das ihm die Arbeit natürlich dermassen erschwert. Doch reicht es ihm noch rechtzeitig das System wiederherzustellen?

Kill’n’Run
Erzählt wird die Story durch Comic-Bilder und hält sich dadurch stark im Hintergrund. Lange Dialoge sind genau so selten, wie erzählende Zwischensequenzen. Eigentlich geht es sowieso immer nur um das Eine: Erreiche die Datenkonsolen, führe durch langes drücken des Buttons den Befehl aus und mache dich auf den Weg zum nächsten Raum. Die kleinen und grossen Fieslinge erwarten Conrad aber schon sehnlichst, um wenigstens ein bisschen an seinem Fleisch nagen zu dürfen. Zur Verteidigung stehen uns daher an Waffen eine Pistole, MG, Laserkanone oder Flammenwerfer zur Verfügung, mit denen wir allerdings sehr sparsam umgehen müssen, da die Anzahl Munition stark begrenzt ist. Immerhin lassen sich unterwegs neue Munition, Granaten und andere Hilfsmittel wie Medipacks auflesen. Ohne eine Karte wären wir jedoch in diesem Raumschifflabyrinth aufgeschmissen, diese zeigt uns nämlich stets an, wo wir uns als nächstes hinbewegen sollen, die nächsten Speicherpunkte sind oder ob sich die Feinde gerade in unserer Nähe befinden. Conrad wird dabei übrigens ausschliesslich aus der Top-Down-Perspektive gesteuert, wobei die Kameraperspektive mit RB oder LB angepasst werden kann. Die Einzelspielerkampagnen bieten zwar dank den drei Teilen einen ordentlichen Umfang, strotzen jedoch nicht gerade vor Abwechslung oder Innovation. Der Ablauf ist von Anfang bis Ende immer derselbe und wirkt auf die Dauer für manche etwas öde. Vielleicht kommt gerade da der Survival-Modus oder der Multiplayer-Part wie gelegen. Im Koop-Modus, offline oder online, können separate Kampagnen nämlich auch gespielt werden.

Grafik kann überzeugen
Die ganze Trilogie setzt auf die Unreal Engine 3 und verleiht dem Spiel für Arcade-Verhältnisse richtig schöne Umgebungen, gespickt mit vielen Details, Explosionen, Brände oder fackelnde Notbeleuchtungen. An der düsteren Atmosphäre ist wirklich nichts auszusetzen. So wurde auch der Soundtrack gut ausgewählt, der sich dem Horrorszenario anpasst und mit unheimlichen Geräuschen während des Spielverlaufs gelegentlich für Schreckmomente sorgt.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Die komplette Alien Breed Trilogy nun auch in Plastikverpackung mag zwar nicht innovativ und schon gar nicht abwechslungsreich sein, aber durch seine eindringliche düstere Atmosphäre lohnt es sich besonders für diejenigen, die gerne hin und da wieder ihre Zeit mit einem klassischen Shooter vertreiben möchten oder sowieso schon Fan des Vorgängers sind.

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Über den Autor

Besitzt fast jede gängige Konsole, verbringt aber die meiste Zeit vor seinen Nintendo-Geräten. Er sammelt Pokébälle und jeden Mist, den man in versteckten Truhen findet. In Racing-Games, besonders in Mario Kart, macht ihm keiner was vor. Deckt sich wie verrückt mit Figuren aus der Gamewelt ein, mit starker Auswirkung auf sein Portemonnaie. Motto: Still Alive! (PSN: Benjiix4 / WiiU: Benjiix)



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