Testlabor Apache: Air Assault

Veröffentlicht am 27. Januar 2011 von Federico Gagliano

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Apache: Air Assault

Das russische Studio Gaijin Entertainment hat bereits mehrmals bewiesen, dass sie überzeugende und unterhaltende Flugsimulationen entwickeln können. Mit Apache: Air Assault wagen sie sich dieses Mal in neue Bereiche und wechseln von Flugzeugen zu Hubschraubern.

Aller Anfang ist schwer
In einem kurzen Training lernt ihr die Grundzüge der Steuerung. Diese Lektion benötigt ihr auch, denn ohne Erfahrung werdet ihr kaum Abheben können. Das liegt nicht daran, dass die Steuerung schlecht ist, sie erfordert jedoch einiges an Übung. Apache belohnt nur Spieler, die sich auch die Zeit nehmen, den Helikopter sauber zu steuern. Mit den beiden Analogsticks steuert ihr Höhe und Neigung der Maschine, was Sorgfalt und eine ruhige Hand benötigt. Noch herausfordernder wird das Ganze, sobald ihr auch noch Ziele treffen müsst. Gelegenheitsspieler werden schnell die Flinte ins Korn werfen, trotz den drei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auf dem leichtesten ist die Steuerung etwas vereinfacht, während sich die beiden Varianten „Realistisch“ und „Veteran“ darin unterscheiden, dass bei Veteran keine Checkpoints zur Verfügung stehen. Im Notfall könnt ihr im Modus „Freier Flug“ bestimmte Situationen trainieren.

Einsatz für den Frieden
Eure frisch angeeigneten Flugkünste werden in der Kampagne getestet. Eine Story wird nur lose in den Ladebildschirmen durch Texte angetönt und rückt deshalb schnell in den Hintergrund. Dafür sind die Missionen dank verschiedenen Helikoptermodellen, Missionszielen und Waffensystemen reich an Abwechslung. Defensiv- und Offensivsituationen wechseln sich regelmässig ab, ohne sich allzu oft zu wiederholen. Das liegt auch daran, dass ihr selbst entscheiden dürft, welche Taktik und Waffen ihr einsetzen wollt. Wer noch nicht genug hat, kann weitere Spezialmissionen absolvieren, in denen meist ein Zeitlimit den Druck erhöht. Trotzdem ist der Inhalt gesamthaft etwas kurz geraten.

In beiden Modi steht eine Koop-Funktion zur Verfügung. Offline könnt ihr euch sowohl bei der Kampagne als auch bei den Spezialmissionen die Arbeit aufteilen. Ein Spieler übernimmt dann die Steuerung des Helikopters, während der andere die Geschütze bedient. Dies senkt den hohen Schwierigkeitsgrad ein bisschen, da das Multitasking einen einzelnen Spieler durchaus überfordern kann. Reicht das noch nicht, könnt ihr bei den Spezialmissionen noch einen zweiten Helikopter mit zwei Online-Spielern dazu holen.

Metal Gear?!
Überraschen tut Apache vor allem in der Präsentation. Die originalgetreuen Helikoptermodelle und die weiten Landschaften werden vom grandiosen Soundtrack in den Hintergrund gerückt. Dieser überrascht bereits im Startmenü mit einem glorreichen Leitmotiv, der entfernt an Metal Gear Solid erinnert. Ansonsten ist die Präsentation allgemein solide, mit detaillierten Helikoptern und glaubwürdiger Geräuschkulisse. Die minimalen Anzeigen verstärken das Gefühl der Simulation, egal ob in der Aussen- oder Innenansicht. Nur die Bodeneinheiten sind etwas schwer auszumachen.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Apache: Air Assault ist ein überraschend solider Titel. Gaijin Entertainment ist es gelungen, trotz der Einschränkungen des Pads eine herausfordernde, aber funktionierende Steuerung hinzubekommen. Eine Abwechslungsreiche Kampagne, gute Präsentation und die Koop-Funtion machen es zu einem Geheimtipp für diejenigen, die auf der Suche nach einer neuen Herausforderung sind. Gelegenheitsspieler steigen hier lieber nicht ein.

3.5


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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