Testlabor Battlefield 4

Veröffentlicht am 12. November 2013 von Marc Röthlisberger

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Battlefield 4

Um mal eines vorweg zu nehmen, ich bin kein Battlefield-Kenner und auch kein Fan. Dies mag einige von euch stören, doch seht es doch mal so: Ich gehe völlig vorbehaltlos ins Spiel und sage euch meine ehrliche Meinung. Und diese ist eigentlich schnell in einem kleinen Satz zusammengefasst: Battlefield 4 ist schizophren!

Singleplayer
Eigentlich beginnt die Story ganz gut, denn ihr befindet euch in einem Auto, das im Wasser schwimmt und langsam untergeht. Naja, okay, gut ist relativ. Ihr müsst einen Kameraden zurücklassen, der es nicht rechtzeitig schafft (ihr erinnert euch, Emotionen sind wichtig) – doch ihr überlebt! Eigentlich war es das auch schon, denn so wie die Story begonnen hat, geht’s auch gleich weiter, der Singleplayer Modus fällt ins Wasser. Ihr gehört zu einer Spezialeinheit Namens Tombstone die, logischerweise, bei besonders heiklen Einsätzen losgeschickt wird. So führen euch die Einsätze rund um die Welt, bei euren ersten Einsätzen befindet ihr euch direkt in Baku (Aserbaidschan) und in China. Optisch sieht das ganze schon ganz ordentlich aus, das muss ich zugeben. Spielen tut es sich allerdings nur bedingt gut, denn viele Bugs stören das Spielerlebnis. Beispielsweise kam es während meiner Kampagne immer mal wieder vor, dass Gegner irgendwo in der Gegend herumstanden und auf den sicheren Tod warteten. Auch das viel gepriesene “Levolution” kommt im Singleplayer Modus beinahe nie zum Tragen. Mir ist klar, dass dieses Feature hauptsächlich für die Multiplayermaps gedacht ist, doch etwas mehr davon auch im Kampagnen Modus einzusetzen hätte bestimmt keinem geschadet. Alles in allem ist die Kampagne in etwa fünf Stunden durch und darüber kann der Spieler sicherlich froh sein, denn müsste nur dieser Modus gewertet werden, so wäre die Note bestimmt nicht gut. Allerdings wird dies in unsere Gesamtwertung einfliessen.

Multiplayer
Und da wären wir schon beim Prunkstück von Battlefield 4. Wie eigentlich immer kommt der Spieler online voll auf seine Kosten. Bis zu 24 Spieler können in der von uns getesteten Konsolenversion auf einer Map spielen, auf den PC und in den NextGen Versionen können sich sogar bis zu 64 Spieler auf einer Map tummeln. Was aber in der von uns getesteten PS3-Version gleich auffällt: Die Map ist für 24 Spieler viel zu gross und wirkt beinahe schon verlassen. Ungemeinen Spass macht es aber dennoch, da wir uns unter anderem mit Panzern, Booten und Helikoptern wilde Schlachten liefern dürfen. Zudem gibt es auf den Maps etliche Möglichkeiten sich taktische Schachzüge zu überlegen. Online haben sich die Battlefield Macher wieder so einiges einfallen lassen, so beispielsweise den Modus “Obliteration”. Irgendwo auf der Karte erscheint eine Bombe. Euer Ziel ist es, diese ins gegnerische Lager zu tragen. Dazu könnt ihr natürlich auch Fahrzeuge benutzen. Doch Vorsicht: Werdet ihr getötet, bleibt die Bombe an Ort und Stelle liegen! Ebenfalls neu ist der Modus “Defuse”. Im Prinzip handelt es sich um das selbe wie bei “Obliteration”, allerdings auf wesentlich kleineren Karten, ohne Fahrzeuge und wohl am wichtigsten: ohne Respawn. Dies erhöht den Schwierigkeitsgrad und führt zu ultraschnellen Gefechten.
Und nun zum wohl besten Teil des neuen Spiels: “Levolution” lebt! Auf den verschiedenen Maps könnt ihr grossen Einfluss auf eure Umgebung nehmen. Zerstört ihr beispielsweise einen Damm, so ist dies ein geschickter Schachzug um Gegner auszulöschen, allerdings werdet ihr die Umgebung in ein überflutetes Gebiet verwandeln. Auch Wolkenkratzer und vieles mehr lassen sich effektvoll zerstören und führen zu einem einmaligen Spielererlebniss. Doch auch die Kleinigkeiten können entscheidend sein. Ihr könnt Türen versperren, euch in einem Container verschanzen oder einfach nur aus Versehen die Alarmanlage eines geparkten Autos auslösen. All diese Dinge können essentiell sein im Kampf um den Sieg.

Und nun kommen wir doch noch kurz auf den Commander-Modus zu sprechen. Was das ist? Ganz einfach. Einer aus eurem Team legt den Controller und somit die Waffe beiseite, schnappt sich ein Tablet und macht einen auf Commander. Auf dem Tablet wird euch eine Übersichtskarte gezeigt, auf der ihr nun die Möglichkeit habt, dem Team indirekt unter die Arme zu greifen. Dies funktioniert allerdings auch nur wenn das Team wirklich auf den Commander hört, denn ansonsten ist auch er nur ein Junge mit einem Tablet in der Hand.

 

Fazit

Singleplayer - 72%
Multiplayer - 92%

Als erstes fällt euch die durchaus nicht herausragende Gesamtwertung ins Auge, richtig? Diese bekommt Battlefield 4 allerdings nur wegen seinem schwachen Singleplayer Modus. Der Multiplayer des Shooters ist auch hier wiedermal die klare Stärke des Spiels und man merkt auch das wesentlich mehr Augenmerk darauf gelegt wurde. Ich soll euch nun raten ob ihr euch das Spiel holen sollt oder nicht? Lest den Bericht durch und entscheidet , was euch wichtig ist!

82%

(Selbst)Zerstörerische Modi


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Über den Autor

Marc ist unsere Sportskanone - in zweierlei Hinsicht. Sportspiele sind seine Leidenschaft (und wir chancenlos) und Kanonen bedient er virtuell absolut zielgenau. Angefangen hat er mit Super Mario, mittlerweile zockt er quer durchs Beet alles. Ausser Prügelgames... die Memme! Spruch: "Früehner bin ich ihbildet gsi, hüt weiss ich das ich de best bin!!"



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