Testlabor Brink

Veröffentlicht am 22. Mai 2011 von Marc Röthlisberger

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Brink

Heute beschäftigen wir uns mit der globalen Klimaerwärmung. Wie das Corst Case Szenario aussehen könnte, zeigt uns der Multiplayer Shooter Brink. Die Geschichte des Shooters spielt auf der Erde nachdem das Wasser alles unter sich begraben hat und es nur noch die von Menschen errichtete “Ark” gibt. “Ark” ist eine künstliche Insel, auf welchem die übrig gebliebenen Menschen leben. Doch anstelle des gewünschten Friedens kann unsere Sippe mal wieder nicht anders als sich zu bekämpfen. Und genau so wollen wir es doch – oder?

Viva la Revolucion
Eigentlich könnte alles so schön sein auf der Ark, denn diese wurde ursprünglich als eines der schönsten Luxushotels der Welt gebaut. Aufgrund der Überbevölkerung und Armut der “Anwohner” ist die Ark mehr und mehr verkommen, so dass es regelrechte Slums gibt. Die unzufriedenen Bewohner fangen an zu revoltieren und wollen sich auf die Suche nach Land machen, auf dem sie leben können. Die Sicherheitskräfte hingegen wollen diese Revolution im Keim ersticken und die Macht über die Ark behalten. Wie in jedem guten Shooter retteten die Menschen zwar wenig Nahrungsmittel und andere wichtige Naturalien, dafür aber Waffen in Übermasse. Warum auch nicht? Schliesslich wollen wir ja wild herumballern.

Entscheidet euch für eine Seite!
Bevor ihr jedoch loslegen dürft, müsst ihr euch noch entscheiden. Nein, nicht für eure Waffen, sondern auf welcher Seite ihr kämpfen wollt. Könnt ihr es nachvollziehen, dass die Sicherheitskräfte Ruhe und Ordnung halten und so den nervenden Rebellenaufstand niederschlagen wollen?, oder wollt ihr die Sicherheitskräfte ausschalten, die euch kein erfülltes Leben bieten können und euch auf die Suche nach dem gelobten Land machen? Es liegt in eurer Hand. Und ja – danach sucht ihr euch eine Waffe aus. Für jede der angesprochenen Seite gibt es 8 Missionen, in jener ihr diverse Aufgaben in einem bestimmten Zeitlimit erledigen müsst. So eskortiert ihr als Sicherheitskraft gleich zu Beginn eine Geisel. Als Rebell versucht ihr es natürlich zu verhindern . So spielt ihr quasi immer das pro und contra durch, was zwar simpel, aber zeitgleich auch genial ist! Die Ziele der Missionen reichen von Computerhacken, über Datenklau (Capture the Flag?), bis zu der eben erwähnten Geiselsicherung/Befreiung. Zu jeder “Mission” gibt es eine kleine Einleitung und zum Abschluss eine kurze Zwischensequenz. Beides vermag zu überzeugen.

Fall auf, auch optisch!
Zu Beginn habt ihr beschränkte Mittel um euren Kämpfer auch optisch aufzupolieren. So könnt ihr Gesicht, Bekleidung und Tattoos auswählen. Nach und nach bekommt ihr weitere Accessoires um eure Figur optisch zu verändern um euch so vom Rest abzuheben. Seid ihr dann soweit, müsst ihr euch nun für eine Klasse entscheiden. Ihr entscheidet euch zwischen vier Kategorien: Soldat, dieser kann Munition an seine Mitspieler verteilen und Sprengsätze legen, Sanitäter:er hat die Möglichkeit sich selber und andere zu heilen oder Wiederbelebungsspritzen zu verteilen. Techniker, er kann die Waffen der Mitstreiter (natürlich auch seine eigene) aufwerten und die Sprengladungen der Soldaten entschärfen. Zudem legt er Minen und repariert automatische Geschütze. Der letzte im Bunde ist der Agent, der sich in Computer einhackt und die Identität eines gefallenen Gegners annimmt um unbemerkt ins feindliche Lager zu gelangen. Es ist elementar diese Kategorien je nach Missionsziel zu wechseln, denn je nach Aufgabe kann nur einer dieser Kategorien den “Kampf” für euch entscheiden. Habt ihr eure Mission erfolgreich abgeschlossen oder zumindest einige Gegner eliminiert, dann gibt es diverse Freischaltmöglichkeiten. Es gibt, wie schon erwähnt, verschiedene Upgrades fürs Aussehen, neue Waffen und – jetzt kommts- Spezialeigentschaften für die vier Kategorien. Als Beispiel für eine Spezialeigenschaft des Soldaten: Nachladen während dem Rennen. Ihr denkt vielleicht ich mache Witze, doch dies kann von lebenswichtiger Bedeutung sein. Euer Körpertyp kann auch Unterschiede ausmachen. Wählt ihr einen schmächtigen Typen, ist dieser zwar unheimlich schnell aber auch sehr verwundbar wenn er denn mal getroffen wird. Beim übergrossen Muskelprotz gilt das genaue Gegenteil, er ist zwar sehr Bleiresistent, aber eben auch lahm. Auch auf die Waffenwahl hat diverse Auswirkungen. Der Muskelprotz darf mit fortlaufendem Spiel die ganz dicken Wummen in die Hand nehmen und drauf los ballern. Dem schmächtigen Kerl hingegen ist es vorbehalten über Gegenstände zu springen oder auf dem Boden zu rutschen.

Allein gegen den CPU oder doch nicht?
Und jetzt kommt der Clou an Brink. Ihr dürft alle diese Missionen alleine mit KI durchspielen- und die KI sind wirklich clever und helfen durchaus  – oder ihr spielt mit oder gegen mehrere(n) menschliche(n) Spieler(n). Dass macht das ganze Spiel irgendwie einzigartig. Entscheidet ihr euch dafür mit den KI zu spielen, dürft ihr auf eine wirklich hilfreiche Unterstützung zählen, jedoch neigen jene dazu etwas zu trödeln. Denn es gilt zu beachten, dass ihr für jede Mission nur bedingt Zeit geniesst um diese abzuschliessen. Diese Tatsache macht das Ganze doch relativ schwierig, denn die Zeit ist schneller um als ihr denkt und so ist euer Auftrag auch schnell mal gescheitert.

Brutale Karikaturen?
Ein grafisches Meisterwerk stellt Brink zwar nicht dar, aber es weiss durchaus zu gefallen. Eure Figur sieht mit ihrem langen Kopf und dem vielleicht etwas abgedrehten Äusseren aus wie eine Comicfigur, die unbemerkt auf der letzten Seite herumgammelt. Genau das macht den optischen Unterschied zu anderen Shootern aus wie ich finde. Die abgedrehten Figuren sehen super aus, doch im Kampf spielt das keine Rolle. Die üblichen Kampfgeräusche im Spiel sind logischerweise vorhanden und führen euch direkt zu den Schlachten.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Ich habe wenig von Brink erwartet, bin aber positiv überrascht. Ein Spiel,in welchem ich die Missionen zusammen mit Spielern aus aller Welt bestreiten darf, ist sowieso super. Doch Teamwork ist bei Brink das A und O, denn die verschiedenen Missionen lassen sich anders kaum lösen. Die Story ist zwar etwas dämlich, (warum lassen die Sicherheitskräfte die Rebellen nicht einfach ziehen, da die Insel sowieso überbevölkert ist?) doch das spielt kaum eine Rolle!

3.4


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Über den Autor

Marc ist unsere Sportskanone - in zweierlei Hinsicht. Sportspiele sind seine Leidenschaft (und wir chancenlos) und Kanonen bedient er virtuell absolut zielgenau. Angefangen hat er mit Super Mario, mittlerweile zockt er quer durchs Beet alles. Ausser Prügelgames... die Memme! Spruch: "Früehner bin ich ihbildet gsi, hüt weiss ich das ich de best bin!!"



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