Testlabor Crazy Machine Elements

Veröffentlicht am 23. Mai 2011 von Robin Schwarz

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Crazy Machines Elements

“Crazy Machines“ ist keine Spielreihe, die erst seit kurzem existiert, nein. Der erste Teil der experimentellen Knobelei datiert zurück auf Anfang 2004! Das war vor fast 8 Jahren! Definitiv eine lange Zeit. Bisher hat die Serie aber ein Nischendasein gefristet – und das wird sich auch mit dem neuen Teil nicht ändern. Zwar hat man das Spiel einsteigerfreundlicher gestaltet, wohl nicht zuletzt wegen der erstmaligen Konsolenumsetzung, aber das ändert halt nichts daran, dass es sich um ein Spielkonzept handelt, für das sich kaum ein breites Publikum begeistert. Dabei ist es doch simpel und arg suchtgefährdend.

Unkompliziertes Spielprinzip

Einfach aber genial – aus verschiedensten Elementen von Wolkenmaschinen, biegbaren Eisenstangen und Kerzen bis hin zu Zahnrädern und Hebebühnen und Seifenstücken gilt es Maschinen zu bauen, die eine Kettenreaktion auslösen. Das Ziel jedes Rätsels ist es, in der Regel, ein Objekt an einen bestimmten Ort zu verfrachten oder zu zerstören. Auf dem Weg zu diesem Ziel gilt es allerdings goldene Muttern aufzusammeln. Das ist zwar keine zwingende Herausforderung, wer aber mit ein bisschen Ehrgeiz hinter ein Rätsel geht, will diese Muttern einsammeln.

Jedes Rätsel hat bereits eine begonnene Konstruktion, die mittels weiterer Elemente aus eurem Inventar komplettiert werden soll. Dabei gibt es definitiv eine klare Richtung, eine Art und Weise, wie die Entwickler wollen, dass das Rätsel gelöst wird, aber das ist längst nicht der einzige Weg. Gerade bei komplexeren Aufgaben findet man andere Nutzen für gewisse Elemente, sodass ihr euch nicht zu einer Lösung zwingen müsst, sondern halt wirklich experimentieren könnt.

Was gibt’s Neues?

Das bisher geschriebene solle für „Crazy Machines“-Veteranen nichts Neues sein. Was hat sich denn seit dem letzen Teil getan? Eigentlich nicht besonders viel. Die augenfälligste Neuerung findet sich bereits im Titel. „Elements“. Das hat nichts mit einer abgespeckten Software zu tun, wie man es etwa von „Photoshop Elements“ heisst, sondern beschreibt die tatsächliche Neuerung. Denn die drei Elemente Wasser, Wind und Feuer haben nun einen Einfluss auf eure Kettenreaktionsexperimente. So kann es sein, dass in einem Level besonders starker Wind herrscht und ihr dagegen halten müsst. Auch kann man nun gezielt Objekte in Brand stecken oder mit Wasser Seifen befeuchten, die dann eine Stange hinunterrutscht und so einen Schalter betätigt.

Logikfehler

So logisch die Rätsel aufgebaut sind, so unlogisch ist das Verhalten gewisser Objekte. Gerade die Zerstörung von Objekten scheint manchmal sehr zufällig zu sein. So kann man in einem Level einen Ballon mit wenigen Funken zerstören, wenn man mit einer Kanone (!) darauf schiesst, passiert wiederum nichts. Das ist an sich keine tragische Angelegenheit aber macht einem das Spiel an gewissen Stellen schwer. So soll man bei einem Rätsel tatsächlich mit der Kanone auf den Ballon schiessen, um diesen in Bewegung zu setzen. Hat man sich aber an die bisherige Regel der Zerstörung gewohnt, kommt man nur über grosse Umwege auf die Idee das Rätsel tatsächlich so zu lösen. Auch die Objektplatzierung hat so seine Macken. Gewisse Objekte können nur an einer Wand befestigt werden und andere (wie zum Beispiel der Blasebalg) scheinen überall platziert werden zu können. Das führt dazu dass immer wieder einmal Verwirrung herrscht. Diese kleinen Dinge beeinflussen den Spielspass aber nur marginal.

Da ist es umso trauriger, dass der „Professor“ dieses Mal nicht mit uns spricht, sondern seine Sprüche nur im Ladescreen in Sprechblasen von sich gibt – immer in der Form von Tips, die manchmal mehr, manchmal weniger nützlich sind.

Auch enttäuschend ist die Vielfalt an Geräten, die zwar da ist, aber trotz neuer Elemente kaum erweitert wurde.

Gewisse Rätsel wiederholen sich auch in ihren Prinzipien, einmal halt mit stärkeren und ein anderes Mal mit schwächerem Wind. Da der Kaufpreis aber gering ist, kann man kaum meckern und auch Veteranen der Serie sehen das Preis/Leistungs-Verhältnis definitiv erfüllt.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

„Crazy Machines Elements“ ist ein gelungenes Spiel für Knobelfreunde, die auch mal schräg um eine Ecke denken können und denen ein spassiges Spielerlebnis mehr wert ist als die Optik, die hier comichaft und wenig detailreich präsentiert wird. Stellt man noch die zeitweilen nervige Musik ab, kann man sich mit den ganzen 100 Rätseln durchaus die Freizeit vertreiben. Schade nur, dass eher abgespeckt, als aufgewertet wurde.

3.2


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