Testlabor CrossBoard 7

Veröffentlicht am 4. Februar 2011 von Michel Blind

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CrossBoard 7

Die Mutter aller Snowboard-Spiele ist wohl SSX, das mit  seinen zahlreichen Titel den Massenmarkt begeistern konnte. Crossboard 7, aus dem Hause Konami, kann auf keine bekannte Franchise zurückgreifen und ist nach Sonic Free Riders bereits das zweite Spiel seiner Art für die Bewegungssteuerung Kinect. Die beste Gelegenheit für den Stubenhocker sich vom Sessel loszureissen und Karriere als Extremsnowboarder zu machen.

Einfacher Einstieg
Am besten lässt sich CrossBoard 7 in die Sparten Trendsport und Fun-Racer einteilen und soll dank Kinect schweisstreibende, aber dennoch unterhaltsame Spielstunden garantieren. Bevor es sich aber auf das Board geschwungen werden kann, wird der Spieler zuerst von einem knallbunten Menü empfangen, das in einem wirklich coolen Comic-Stil gehalten und leicht zu navigieren ist. Hand ausstrecken, Hand hochstrecken und schon ist der gewünschte Menüpunkt gefunden.

Zuerst wird trainiert
Im Trainings-Modus werden die wichtigsten Bewegungen Schritt für Schritt erklärt und bei der anschliessenden Testfahrt können diese auch gleich in die Tat umgesetzt werden. Die Steuerung erklärt sich dabei fast von selbst und lässt schon beim ersten Durchgang ein wirklich gutes Gefühl aufkommen, das dem echten Snowboardfahren nahe kommt. Seitwärtsstehend fährt man gerade aus, in der Hocke lässt es sich schneller fahren und mit Bewegungen zur Seite geht es in die Kurve. Im Test funktionierte die Erkennung zwar gut, aber trotzdem hat die Steuerung so einige Macken was die Genauigkeit der Bewegungen anbelangt, das bekommt man vor allem beim Ausführen der Tricks zu spüren. Viele Bewegungen werden nicht so erkannt wie sie es sollten, was meist darin endet, dass der Spieler wie ein Verrückter vor dem Fernseher herumhampelt, ohne zu wissen was er da eigentlich tut.
Für Gamescore-Sammler könnte das Spiel schon während des Trainings unglaubliche Glücksgefühle auslösen, denn innerhalb kürzester Zeit werdet ihr hier nur so mit Achievements überschüttet. Eigentlich sind die Erfolge ja dazu gedacht, auf längere Zeit eine zusätzliche Motivation zu bieten, die Entwickler scheinen das aber in CrossBoard 7 nicht so ernst gesehen zu haben.

Coole Spielmodi
Steht die Zahl Sieben im Titel für den siebten Spielteil oder soll sie einfach nur Glück bringen? Nein ganz und gar nicht, damit sind nämlich die Anzahl verschiedener Spielmodi gemeint. Disziplinen wie Abwärtsslalom, Flugdistanz, Trickpunkte, Ballonjäger, Freies Rennen oder diverse Stadionspiele verraten schon dank ihrem Namen was zu tun ist. Das Ziel ist jeweils auf Schneepisten, Flüssen, Wüstensand, Vulkane oder in Höhlen so viele Punkte wie möglich zu ergattern und dabei gleichzeitig mit Hilfe von Items als erster die Ziellinie zu überschreiten. Die Schwierigkeit kann später erhöht werden und sorgt für eine zusätzliche Herausforderung. Insgesamt sind bis zu 50 Boards für jeweils unterschiedliche Fahrstile freischaltbar. Die Figuren bestehen weitgehend aus witzigen und sehr detailverliebten Monstern, bei denen allerdings die Coolness etwas zu dick aufgetragen wurde. Als Alternative steht natürlich wie gewohnt euer eigener Xbox Live Avatar zur Auswahl. Einzelspieler gucken dann doch etwas blöd in die Röhre, denn ein Karrieremodus fehlt genauso wie ein Turnierwettkampf. Während Event für Event absolviert wird, wünscht man sich nichts sehnlicher, als dass seine Freunde bald auf der Türmatte stehen, da der Partyspass besonders im Splitscreenmodus für zwei Spieler aufkommt. Der Multiplayer an sich ist gut gelungen und ist nicht ohne Grund das Aushängeschild des Spiels. Schade nur, dass es für eine Onlineanbindung zu Xbox Live wohl nicht mehr gereicht hat.

In Sachen Grafik ist CrossBoard 7 für ein Kinect Titel ganz passabel, das Spiel läuft stets flüssig und kann durch seine innovativ gestalteten Strecken überzeugen. Beim Soundtrack gibt es auch nicht gross was auszusetzen, er ist geprägt von Rockmusik und passt daher ganz gut ins Spielkonzept. Enttäuschend ist der nervende Kommentator, der seine Sprüche in unpassenden Augenblicken und ausschliesslich in Englischer Sprachausgabe klopft.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Konami ist ein authentisches Snowboardspiel gelungen, das beweist wie gut Kinect für dieses Genre geeignet ist. Leider hapert es teilweise noch sehr bei der Steuerung, aber es muss auch erwähnt werden, dass es sich hierbei um eines der ersten Spiele für Kinect handelt und die Entwickler aus den Fehlern hoffentlich für die Zukunft etwas daraus lernen. Kurz gesagt: Als Flop kann CrossBoard 7 nicht bezeichnet werden, für das sind die witzigen Strecken, die diversen Spielmodi und die Monsterfiguren einfach zu gut gelungen. Hätte man dem Spiel noch einen Karrieremodus, Turniere und einen Online-Multiplayermodus gegeben, so würde das Spiel auch eine dementsprechende bessere Wertung bekommen.

2.1


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Über den Autor

Besitzt fast jede gängige Konsole, verbringt aber die meiste Zeit vor seinen Nintendo-Geräten. Er sammelt Pokébälle und jeden Mist, den man in versteckten Truhen findet. In Racing-Games, besonders in Mario Kart, macht ihm keiner was vor. Deckt sich wie verrückt mit Figuren aus der Gamewelt ein, mit starker Auswirkung auf sein Portemonnaie. Motto: Still Alive! (PSN: Benjiix4 / WiiU: Benjiix)



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