Testlabor crysis-2

Veröffentlicht am 13. Juni 2011 von Oliver Wüest

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Crysis

Das Buch zum Spiel
Heutzutage ist es nichts mehr Neues, wenn von einem Spiel ein Film gemacht wird. Doch wenn ein Buch raus kommt, ist es schon eher was Neues. Genau das hat EA mit den ersten zwei Teilen von Crysis gemacht. Das Buch, das den schlichten Titel Crysis trägt, erzählt die Story von dem ersten Hauptspiel und dem Addon Warhead.

Wie alles begann
Wo das Spiel seinen Anfang hat, hat ihn auch das Buch . Den das Buch erzählt die Story rund um Nomad und Psycho genau nach dem spielerischen Vorbild. Die ganze Story beginnt im Anflug auf die Tropischen Insel, die irgendwo im Nirgendwo ist. Nomad und der Rest der Spezialeinheit sitzen alle ungeduldig in hinteren Teil der Maschine und warten auf das Zeichen, um mit der Ausrüstung in die klare Nachtluft zu springen. Jeder, der Teil der Einheit ist, geht anders mit der Ungeduld um, andere wiederum sind schon fast krank vor Aufregung auf die kommenden Ereignisse. Keiner von ihnen weiss, was auf sie zu kommt und das diese Rettungs- und Bergungsmission einen ganz anderen Lauf nehmen wird, als geplant. Die Mission, die die Einheit erhalten hat ist, ein amerikanisches Forscherteam, das sich auf der Insel befindet, zu finden und zu retten. Denn ohne grosse Vorankündigung haben die Nordkoreaner die Insel  besetzt. Das Buch geht, im  Gegensatz zum Spiel, um einiges mehr auf die Charaktere ein. So erfährt der Leser viel mehr über die Bindungen, die zwischen den einzelnen Member  der Spezialeinheit  sind. Auch der frühe Verlust einiger Member der Einheit machen den Hauptfiguren des Spiel sowie des Buchs sehr zu schaffen. Genau dort sind die Stärken des Buchs.

So wird auch das Intro, das beim Spiel nur kurz ist, schon mehrere Seiten lang, natürlich werden die meisten, die dieses Buch lesen das Spiel schon gespielt und die grafische Pracht somit bewundert haben. Leider kamen mir genau diese Bilder immer wieder in den Sinn, beim Lesen dieses Buches. Somit wurde ich unweigerlich in meiner Fantasie kastriert, so dass ich diese nicht aus dem Kopf bekam.

Da das Buch meiner Meinung wirklich eins zu eins ist oder zumindest nahe dran ist, kommt es leider immer wieder zu Sätzen oder gar Abschnitten, die sich sehr ähneln. So lest ihr immer wieder, dass Nomad oder Psycho den Nanosuit auf Maximum Stärke schalten, eine Granate in der Nähe einschlägt und durch die Explosion verliert der Anzug fast seine ganze Energie, so dass der Held sich in Deckung retten muss. Dort wartet er dann, bis sich die Energie des Anzugs wieder erholt hat und macht dort weiter, wo er angefangen hat. Um dann von einem Panzer oder sonst irgendwas wieder überrascht zu werden. So beginnt das Spiel wieder von vorne!

Ab und zu
Natürlich gibt es nicht nur schlechte über das Buch zu berichten. So gibt es auch Momente, in denen ich irgendwie ein Draht zu Nomad und Psycho gefunden hatte. Einer dieser Momente ist das Intro, das ich schon erwähnt habe. Ein anderer dieser Momente ist der, in dem Nomad, der Held von Crysis, an die Freundschaft mit Aztec denkt.  In diesem Abschnitt spürt der Leser des Buches im Gegensatz zum Spiel,  den Schmerz an dem Nomad leidet und das er nicht irgendein Super Soldat ist, sondern ein Marine der auch nur ein Mensch ist, der einfach auserkoren wurde, den Superanzug zu tragen. Auch die Wortschlachten mit dem Ex-Anwärter und Briten O`Neill, hier kommt sogar ein Anflug von Humor den Leser entgegen, so dass ich zumindest schmunzeln musste.

Eins zu eins
Wie ich schon erwähnt habe ist das Buch zu Crysis fast eins zu eins vom Spiel abgeschrieben. Das ist ein Vorteil und ein Nachteil. Der Nachteil an der Sache ist, dass sich wie schon erwähnt, Sätze oder ganze Abschnitte immer wieder sehr ähnlich sind. Dieser Umstand hat mich recht genervt, da ich sehr  gerne Bücher lese, diese sind aber um Längen besser geschrieben. Der andere Punkt ist, dass die Leser, die das Spiel noch nie gespielt haben, sich vielleicht verarscht vorkommen könnten und dadurch das Spiel nie spielen wollen. Der Vorteil hingegen ist, dass sich der Fan des Spiels wieder heimisch fühlen kann, fast so heimisch, dass man sofort wieder das Spiel hervor nehmen möchte.

Fazit

Ich bin sichtlich enttäuscht und hätte nie erwartet, dass ein Buch so schlecht sein kann! War der Anfang des Buchs noch viel versprechend, so werdet ihr schnell von immer wiederholenden Sätzen oder zumindest ähnlichen Abschnitten bombardiert. Im Nachhinein denke ich, dass hier ein Comic oder ein Trickfilm eine viel besser Wahl gewesen wäre, denn dort würden diese monotonen Sätze oder Abschnitten zwischen dem Wechsel der Nanosuit Modi nicht so auffallen und man müsste die Story nicht unnötig strecken wollen. Das ist zumindest meine Meinung! Aber etwas Positives hatte das Buch von Crysis. Ich hatte nämlich durch das Buch wieder richtig Bock Crysis und Crysis Warhead durch zuspielen.

3

Befriedigend


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