Testlabor Danganronpa Trigger Happy Havoc

Veröffentlicht am 9. Juli 2014 von Yasmin Zattal

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Danganronpa: Trigger Happy Havoc

Wilkommen in der Schule für “ultimative Talente”, bekannt unter dem Namen “Hope’s Peak Academy”!
Wieso genau bist du nochmal hier? Weil du der “ultimative Glückspilz” bist? Eigentlich gehörst du doch gar nicht dahin. Du bist viel zu… normal.

Doch an dieser Schule ist dein Dasein nicht das einzig merkwürdige. Der Schulleiter zum Beispiel ist ein ferngesteuerter Roboter-Teddybär und deine Mitschüler sind Supertalente vom ultimativen Bikergangleader bis hin zur ultimativen Pop-Ikone oder dem ultimativen Baseball-Ass. Kaum einen Schritt ins Schulgebäude gemacht, wirst du durch ein Gas betäubt und wirst ohnmächtig. Als du aufwachst, merkst du, dass du nicht der einzige bist. Du und 14 weitere Mitschüler sind hier. Alle Fenster und Tore sind aus Metall, nun verrbarrikadiert und abgeschlossen. Es gibt keinen Weg um auszubrechen. Ihr seid nun in dieser Schule gefangen. Abgeschottet von der Aussenwelt ist die einzige Möglichkeit je wieder rauszukommen, deinen Abschluss an der Schule zu schaffen. Wer jetzt denkt, dass es hier um stundenlanges Büffeln und gute Noten geht, hat falsch gedacht! Denn hier ist nichts wie an einer normalen Schule. Der Name der Schule “Hope’s Peak”, die frei übersetzt auch als “Gipfel der Hoffnung” interpetiert werden könnte, ist irreführend. Hier wirst du nicht mit Hoffnung konfrontiert, sondern mit purer Verzweiflung, denn der einzige Weg zum Schulabschluss ist durch das Begehen von Mord möglich. Und zwar ein so gut versteckter Mord, dass niemand von den anderen Schülern je herausfindet wer es war. Aber wer würde schon einen Schulkameraden für seine Freiheit ermorden?

Leider gibt es tatsächlich solche, die alles und jeden für ihre Freiheit opfern würden, daher solltest du die erweiterte Regel für den Abschluss kennenlernen. Jemanden zu ermorden ist nicht alles. Nach jedem Mord müssen die Schüler eine Art Schülerrat abhalten, um gemeinsam herauszufinden, wer von allen der Mörder war. Entschieden wird nach dem Mehrheitsprinzip. Findet die Klasse heraus wer es war, wird dieser fürs Stören des Schulalltags bestraft. Wie? Durch Exekution! Sollte jedoch die Klasse die falsche Person für den Killer halten, wird die komplette Klasse exekutiert und der Mörder kommt lebend “mit einer strahlenden Zukunft” aus dieser Schule heraus. Das wird einem zumindest bei Schulbegin versprochen. Tote gibts also so oder so. Die Frage ist nur wer? Einer oder alle?

Um den Tod deiner gesamten Klasse inklusive dir selbst vorzubeugen, ist eine gezielte Untersuchung des Tatorts und viele Gespräche mit allen Personen sehr wichtig. Jeder Hinweis könnte wieder jemand anderen zum Verdächtigen machen. Durch Herumlaufen und Klicken findest du so einiges, was dich auf die Spur des richtigen Mörders führen könnte. Sei gründlich! Schliesslich steht euer Leben auf dem Spiel.

In Danganronpa wirst du lesen müssen, praktisch das ganze Game ist eine interaktive Geschichte. Diese Geschichte gibt es wahlweise in Englisch oder auf Japanisch, auf Deutsch gibt es dieses Spiel leider nicht. Gespräche mit deinen Mitschülern sind teilweise mit Charaktereigenen Synchronstimmen hinterlegt. Somit kriegen die Charaktere vielmehr Persönlichkeit, was ich ganz toll finde. Allgemein sind die Spielcharaktere sehr ausgefallen. Jeder und jede hat so seine Ticks oder Eigenheiten, die es zu entdecken gibt. Doch wem wirst du vertrauen, wenn jeder zu einem potentiellen Killer werden könnte? Das gute in Danganronpa ist, dass man zwischendurch in seiner Freizeit die Möglichkeit hat seine Mitschüler besser kennen zu lernen, indem du Zeit mit ihnen verbringst. Nebenbei gibts diverse Achievements, sobald du und jemand anderes gute Freunde werdet. Solltest du dich nicht gut zurechtfinden in den Hallen dieser grossen Schule, gibt es die Möglichkeit eine Map einzublenden, die dir den Weg weist. Für die Superfaulen unter uns steht sogar eine Teleportfunktion zur Verfügung, mit der selbst das Laufen unnötig wird.

Das Game ist in Kapitel aufgeteilt und in jedem davon gibt es eine eigene Geschichte über einen neuen Mordfall. Zudem wird zwischen verschiedenen Tageszeiten unterschieden in welcher du verschiedene Dinge tun kannst.

Ein gut gemeinter Tipp: Es ist möglich auf mehreren, verschiedenen Spielständen zu speichern. Dies würde ich dir dringendst empfehlen, um an diversen Stellen des Spiels jeweils anders handeln zu können. Wenn du nur den einen Spielstand besitzt, wirst du das komplette Spiel nochmals von vorne spielen müssen, um die anderen Wendungen und Geheimnisse lüften zu können.

Zudem kann man zu Beginn des Spiels eine von drei Schwierigkeitsstufen auswählen. Ich persönlich habe das Game auf der mittleren Stufe ausprobiert und fands nicht sehr easy. Probierts am besten selbst aus.

Anime-Look! 

Optisch ist das Game ein wirklich interessanter Mix aus Charakteren im Anime-Stil, kurzen Filmsequenzen, gezeichneten genauso wie animierten Szenerien. Der Gamesound ist in jeder Situation passend und kann sich auch noch nach 20 Stunden hören lassen. Einen finalen Eindruck des Games findest du hier in diesem Trailer-Video:

Wer noch nicht genug hat von diesem blutigen Schulalltag könnte sich vielleicht für den Anime zum Game (Danganronpa The Animation) oder Teil 2 des Games (Danganronpa 2: Goodbye Despair) interessieren- Einfach googlen und weiter geht’s!

Überlebst du das Grauen oder wirst du exekutiert? Viel Erfolg in Danganronpa: Trigger Happy Havoc!

 

Fazit

Auch wenn es im ganzen Game um Mord, Betrug und Lügen geht, verzweifle nicht. Mit logischem Denken und guter Kombinationsgabe lassen sich die meisten Mordfälle recht gut lösen. Dennoch! Die Story ist ziemlich kreativ und manchmal mit überraschenden Wendungen. Das schwierigste oder mühsamste ist wohl das Suchen nach den richtigen Beweisen, was auf Dauer ein bisschen ermüdend wirken kann. Dafür wird man mit tollen optischen Eindrücken nur so überflutet, denn das Game kann sich echt zeigen lassen. Für Fans der Phoenix Wright oder Persona-Spielreihe kann ich dieses Game echt empfehlen. Viel Erfolg beim Überleben!

90%

Die Hoffnung stirbt zuletzt!


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Über den Autor

Die erste Konsole, ein Gameboy Pocket in gelb. Die ersten Games, Pokemon blaue Edition, Bomberman Pocket und Kirby. Einmal begonnen mit gaming, dann niemehr aufgehört. :) Heute zockt sie am liebsten diverse Indie-Games auf Steam oder das online Game League of Legends. Inzwischen auch diverse Games auf der PS3. Wenn Sie unterwegs ist auch mal irgendwas auf dem 3DS oder der PS Vita.



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