Testlabor Dark Void

Veröffentlicht am 25. Januar 2010 von Federico Gagliano

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Dark Void

Das rätselhafte Bermudadreieck
Die Welt steht an der Schwelle des 2. Weltkrieges. Frachtpilot William Grey will damit nichts zu tun haben. Er will nur in Ruhe seine Arbeit verrichten. Unglücklicherweise führt seine Route genau über das Bermudadreieck. Prompt stürzt er mit seiner ehemaligen Partnerin Ava auf einer mysteriösen Insel ab. Von roboterartigen Wesen angegriffen, finden die beiden Zuflucht bei Rebellen. Diese führen, angeführt von Nikola Tesla, einen verzweifelten Kampf gegen Aliens, deren Ziel die Weltherrschaft ist.

Flache Story
Obwohl der furiose Start den Spieler packt, verliert man schnell das Interesse am Geschehen. Das liegt vor allem daran, dass die Charaktere und Hintergründe der Geschichte kaum beleuchtet werden. Wieso ist Tesla auf der Insel? Woher kommen die Aliens? Versteckte Tagebücher im Spiel würden manche dieser Fragen beantworten, im Grossen und Ganzen bietet die Story aber einfach zu wenig. Vor allem das Ende ist unbefriedigend und wirft nur noch mehr Fragen auf.

Langsamer Start
In den ersten Levels besitzt Will noch keinen Jetpack. Bis er sich diesen verdient, bietet das Spiel nur mässige Third Person Shooter Kost. Gruppen von Gegnern werden aus der Deckung niedergemacht. Dabei ist der Wechsel zwischen den Deckungen steif und langsam. Dies gilt auch für Nahkampfangriffe, die zusätzlich noch viel zu stark sind. Will’s Waffenarsenal ist zwar vielfältig, im Kampf macht die Wahl der Waffe aber keinen grossen Unterschied. Mit Punkten können diese noch verbessert werden, aber auch das ändert wenig.

Abflug
Das Spiel kommt eigentlich erst in Fahrt, sobald sich Will das Jetpack umschnallt. Das eröffnet 2 neue Arten von Gefechten. Vertikale Kämpfe lassen euch Wände erklimmen, während ihr feindliche Einheiten bekämpft. Diese unterscheiden sich zwar kaum von normalen Kämpfen, trotzdem verleiht die neue Perspektive dem Ganzen einen einzigartigen Touch. Auch in der Horizontalen liefert das Jetpack einen entscheidenden Vorteil, denn er lässt euch schnell eure Position ändern.

In der Luft
In anderen Situationen fliegt ihr frei durch grössere Gebiete, während feindliche Raumschiffe euch ans Leder wollen. Die Flugsteuerung braucht aber ein bisschen Übung, vor allem das Ausweichen hätte besser gelöst werden können. Ein Radar hilft aber den Überblick zu behalten. Zusätzlich können feindliche UFOs entführt oder die Schiffe und Geschütztürme der Rebellen benutzt werden. Diese liefern euch zwar mehr Feuerkraft, machen euch aber zu einem leichteren Ziel.

Bruchlandung
Kaum gewöhnt man sich an das Jetpack, wird es euch schon wieder eine Mission lang weggenommen. Das frustriert, da ihr euch ohne nur sehr beschränkt bewegen könnt. Von da an trennt euch nicht mehr viel vom Ende des Spiels. In nur 6-7 Stunden braust man durch die Kampagne, welche selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad kaum Herausforderungen bietet. Die feindlichen Gegner wandern nämlich gerne ziellos umher und laufen gerne in eure Granaten hinein, falls euer Wurf sie verfehlt hat. Zusätzliche Modi oder Multiplayer sucht man vergebens.

Dark Void sehen…
Auch graphisch begnügt sich Dark Void nur mit Mittelmass. Einige Szenarien sind durchaus sehenswert, aber trotzdem stören unscharfe Texturen, die meistens noch während der Cutscenes ins Bild geladen werden. Dafür ist die Sprachausgabe solide. Nolan North, der bereits Nathan Drake aus Uncharted seine Stimme geliehen hat, macht Will zu einem sympatischen Helden und auch die restlichen Mitglieder des Casts erfüllen ihre Aufgabe.

…und hören
Ganz klare Stärke des Spiels ist der eigens dafür komponierte Soundtrack. Bear McCreary, der bereits die Musik zur Serie Battlestar Galactica komponierte, feiert sein Debüt in der Videospielszene und muss sich hinter niemanden verstecken. Er schafft es, Urwald, Science Fiction und 2. Weltkrieg perfekt in der Musik wiederzugeben und zu vermischen.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Garfik
audioA

Dark Void hätte das Potenzial zu etwas Grossem. Die Vertikale Deckung und die Luftgefechte sind durchaus Ideen, die man weiterverfolgen sollte. Doch Innovation alleine reicht nicht, wenn man die anderen Bereiche vernachlässigt. Wer sich das Jetpack umschnallt, wird sich nicht langweilen, aber insgesamt liefert es zu wenig, um besonders hervorzustechen. Ein Spiel zum Ausleihen oder gebraucht kaufen.

3.2

Befriedigend


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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