Testlabor Sims4

Veröffentlicht am 11. September 2014 von Adrian Dermon

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Die Sims 4

Vor fünf Jahren erschien Sims 3 und später sehr viele Add-Ons dazu. Nun war es endlich an der Zeit für einen neuen Teil der Serie und so erschien kürzlich Die Sims 4. Wie immer war die Frage, was gibt es Neues im Sims Universum? Nach einigen Spielstunden können wir euch die Antworten dazu liefern.

Wir bauen uns ein Sim
Bevor es los gehen kann, muss zuerst ein Sim gebastelt werden. Dabei ähnelt der Editor sehr dem vorherigen Teil, was sicherlich viele freuen wird. Dennoch gibt es noch mehr Möglichkeiten euren Sim zu gestalten. So dürft ihr ihn oder sie bis fast aufs kleinste Detail selbst zusammenstellen und die Körperstruktur fast nach Belieben ändern. Nur bei den Haaren habt ihr komischerweise eine feste, dafür aber auch eine grosse Auswahl. Nachdem ihr den Sim zusammengestellt habt, gebt ihr ihm/ihr noch eine Persönlichkeit, das heisst soviel wie, ihr wählt ein Bestreben sowie drei Merkmale für euer Sims aus. Beim Bestreben geht es darum, was das Ziel im Leben des Charakters sein soll, das kann von Beliebtheit bis zur Familiengründung reichen. Mit den drei Merkmalen sagt ihr etwas über den Sim aus wie z.B. ob er Musik mag, es liebt zu kochen oder am Liebsten mit Freunden abhängt. Auch hier ist dank den vielen Möglichkeiten eine neue Persönlichkeit möglich.

Habt ihr den Sim erstellt, wartet schon euer Traumhaus auf euch oder zumindest das Grundstück, denn ihr dürft alles selbst einrichten. Dabei geht dies noch einfacher von der Hand als früher, da ihr die Wohnblöcke ohne Probleme aneinander schieben oder nach Belieben in der Grösse anpassen könnt. Auch die Möbel sucht ihr selbst aus und platziert sie in der Wohnung wie ihr es möchtet. Wem dies zu lange geht, kann dieses Mal aber auch ganze Zimmer inkl. Möbel kaufen und sich eine Menge Zeit ersparen. Zwar ist dies am Anfang noch recht einfach gehalten, da ihr noch zu wenig Geld habt, nach und nach vergrössert ihr euer Haus.

Emotionen pur
Wenn alles nach bereit steht, kann es endlich los gehen. Am Gameplay selbst ändert sich nichts, ihr steuert das Spiel mit der Maus und gebt eurem Sim Befehle was er tun soll. Die wichtigsten Dinge bleiben weiterhin die Bedürfnisse des Sims, wie Hunger, Schlafen oder Spass, die ihr immer im Auge behalten müsst. Nur wenn diese Dinge stimmen, bleibt der Sim fröhlich. Da nach einem Häuserkauf das Geld knapp ist, solltet ihr arbeiten gehen. Leider beinhaltet das Spiel “nur” acht Berufe, die dafür wenigstens nicht alltäglich sind, wie zum Beispiel Geheimagent oder Astronaut. Trotzdem hätte es hier auch ein wenig mehr sein dürfen.
Die zwei wichtigsten Neuerungen sind aber die Emotionen sowie die Multitaskfähigkeit. Je nachdem wie sich euer Sim fühlt, zeigt er dies durch seine Emotionen. Ist er traurig, spielt er vielleicht ein trauriges Lied, was wiederum andere Sims in seiner Anwesenheit beeinflussen kann. Bei solchen Fällen müsst ihr auf euer Sim hören, um ihn wieder glücklich zu machen, denn ansonsten hört er manchmal nicht mehr auf eure Befehle und setzt seinen eigenen Willen durch. Dank den Emotionen kommt es oft zu witzigen Situationen, die die Sims glaubwürdiger machen. Das zweite grosse Feature ist die Multitaskfähigkeit. Konnten die Sims bisher nur ein Befehl ausführen, beherrschen sie jetzt das Multitasking.  So sieht euer Sim fern und kocht oder redet mit jemanden gleichzeitig. Auch Gespräche mit ganzen Gruppen ist möglich, was besonders die Spieldynamik verbessert. Dank diesen Dingen wirkt der ganze Titel runder als seine Vorgänger, wäre da nicht ein kleiner Haken…

Alles auf Null
Die Sims Reihe ist immer noch eines der Zugpferde von EA und deshalb wollen sie wie schon bei den früheren Sims Titeln mit später erhältlichen zusätzlichen Inhalten noch ein bisschen mehr rausschlagen. Nur so ist es zu erklären, dass einige Dinge, wie die Waschmaschine oder der Pool, ganz aus dem Hauptspiel gestrichen wurden. Allgemein enthält der Titel zwar viele Accessoires, doch man merkt schon, dass hier noch einiges mehr geben wird. Auch die Berufswahl ist wie schon erwähnt relativ knapp ausgefallen und wird sicherlich erweitert. Schade ist aber auch, dass einige gute Ideen aus den letzten Teilen nicht mitgenommen wurden. So besucht euer Sim zwar immer noch verschiedene Orte, im Gegensatz zu Sims 3, wo die ganze “Welt” offen war, folgt in die Sims 4 immer eine kurze Ladezeit. Dies wäre nicht so nervig, wenn es nicht schon passieren würde, wenn ihr zum Nachbarhaus gehen wollt, was schlussendlich etwas die Spieldynamik raus nimmt. Auch die Kleinkinder sind komischerweise wieder aus dem Spiel verschwunden, was ein kleiner Rückschritt ist. Natürlich kann es sein, dass dies alles nachgereicht wird, aber trotzdem ist dies ein kleiner Wermutstropfen.

Typisch Sims
Grafisch ist Sims 4 wieder mehr Cartoonmässig als sein Vorgänger ausgefallen, bietet aber trotzdem sehr viele kleine Details. Die Bewegungen der Sims ist übertrieben aber witzig und die Umgebung sieht schick aus.  Dank der doch einfacheren Grafik, ist der Titel auch auf älteren PC ohne Probleme spielbar, solange man für das erste anmelden einen Internetanschluss hat. Der Sound ist weiterhin Simstypisch und die Figuren sprechen in einer eigenen Sprache.

 

Fazit

Die Sims 4 bietet genau das, was Sims-Liebhaber immer schon toll fanden plus beinhaltet einige gute Neuerungen, wie das Multitasking oder die Emotionen. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack, da ansonsten viele gute Ideen aus den letzten Spielen wieder auf der Strecke blieben. Wer aber die Reihe kennt, weiss sicher, dass diese mit Add-Ons vermutlich neu gekauft werden müssen. Somit erwartet euch wie eh und je ein gutes Spiel, das sich aber erst nach und nach entfalten wird.

76%

Einfach Sims


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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