Testlabor Dragon Age: Inquisition

Veröffentlicht am 20. November 2014 von Marc Röthlisberger

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Dragon Age: Inquisition

Zeitlich gesehen, spielt die Story einige Jahre nach Dragon Age 2. Die Templer haben sich von der Kirche losgesagt und verfolgen weiterhin den Magierzirkel, welcher sich in den Untergrund verzogen hat. Natürlich gibt es einige Probleme in Thedas. Wobei Probleme vielleicht etwas untertrieben zu sein scheint, reden wir doch davon das Scharen von Dämonen durch einen Dimensionsriss (die Bresche genannt) in unsere Welt strömen. Durch die Bresche werden alle Menschen und sonstigen Wesen in der Umgebung getötet ausser… genau… uns! Wir sind der einzige überlebende und wie so oft auch der vermeintlich schuldige.  Wir werden also dazu gedrängt der Inquisition beizutreten, ja diese gar zu Führen. Dabei geht es darum, die verschiedenen Parteien zu vereinen und sie vor der Bresche zu schützen. Willkommen in Dragon Age Inquisition.

Es war einmal….
Die Story ist wie gewohnt auf Fantasy basiert, wirkt allerdings hierbei nicht mehr so stark wie in den letzten Teilen. Ob sich dies im Verlauf des Spiels noch ändern wird bleibt abzuwarten. Grundsätzlich ist es aber weiterhin so, dass unsere Entscheidungen (wohl mehr denn je) die gesamte Spielwelt beeinflussen. Unter anderem wird natürlich auch immer wieder das Verhältnis zu unseren Mitstreitern auf die Probe gestellt. Einen Grund zur Freude hatte ich allerdings als ich festgestellt habe, dass unser alter Bekannter, der Zwerg Varric, wieder mit von der Partie ist. Für mich ganz klar der coolste Charakter aus Dragon Age 2.

Wer bin ich?
Ihr dürft zu Beginn des Spiels aus vier Klassen wählen: Zwerg (für mich ein absolut cooles Highlight welches ja bekannterweise in Dragon Age 2 nicht gab), Mensch, Elf und Qunari (Ja, diese grossen Typen mit den Hörnern). Natürlich könnt ihr auch zwischen Männlein und Weiblein wählen. Ist dies erledigt, so dürft ihr in den jeweiligen Rassen natürlich auch die Klasse (Magier, Schurke, Krieger) wählen. Für mich ist der Krieger meist die erste Wahl. Ihr könnt hierbei sogar noch wählen ob eure Klasse lieber eine Zweihänder Waffe schwingt, oder sich mit Einhandwaffe und Schild zur Wehr setzt.

In der Spielwelt könnt ihr euch absolut frei bewegen und das in einer so grossen Welt, wie es in einem Dragon Age wohl noch nie gab. Hierzu könnt ihr auch erstmals Reittiere nutzen um vorwärts zu kommen. Grosse Kritik gab es im zweite Dragon Age Teil wegen der einfallslosen Level-Umgebung. Die meisten Schauplätze wurden gleich für mehrere Missionen genutzt und boten null Abwechslung. Dies ist nun definitiv kein Thema mehr! Mehr ein Thema dürften da die Diskussionen der Teammitglieder sein. In Dragon Age 2 für mich noch ein Highlight, flauen die Diskussionen hier nach und nach ab oder finden beinahe gar nicht statt. Schade, denn Varric hat ja definitiv ein genug Grosses Maul um die teils langen Reisen zu überbrücken.

Planen und Taktieren
Im neusten Teil der Dragon Age Reihe geht es aber keinesfalls nur darum eure Missionen abzuschliessen, denn ihr müsst die Macht der Inquisition immer steigern und erweitern, sonst wird das ganze ein böses Ende nehmen. Neuerdings könnt ihr euch zum Beispiel in jedem Lager an den so genannten Kriegstisch setzen und da euren Einfluss auf die Welt erweitern indem Ihr  in den Bereichen Militär, Spionage und Diplomatie taktische Anweisungen erteilt. Auf diese Weise werden zu einem späteren Zeitpunkt auch neue Regionen freigeschaltet die ihr dann als Spieler frei bereisen könnt. Um eure Mach ausbauen zu können, sammelt ihr während den einzelnen Missionen Erfolge die ihr dann an eben diesem “War Table” einsetzen könnt um die Effizienz eurer Organisation zu steigern.

Was das Kampfsystem angeht wurde dies wiederum stark überarbeitet. Im Vergleich zum letzten Teil, wurde die taktische Komponente wieder stärker mit einbezogen, so könnt ihr zwar sowohl einzelne Charaktere direkt übernehmen als auch von Oben Anweisungen geben. Für mich ist diese Option allerdings nicht sehr benutzerfreundlich gelungen.

Beziehungspflege, alles kann, nix muss..
Beiehungungen zwischen unserem Helden und dessen Teammitgliedern sind nach wie vor steuerbar. Natürlich kann es da auch mal passieren das ihr mit einem eurer Begleiter im Bett landet. Doch das gab es ja alles schon. Doch jetzt kommt’s: Anders als im Vorgänger, in dem ihr auch zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern wählen konntet, gibt es hier einen Charakter an den ihr ausschliesslich mit dem gleichen Geschlecht ran kommen könnt. Kurz gesagt er ist Homosexuell. Dies gab im Vorfeld einiges an Kritik, doch ich muss hier BioWare ein Kränzchen winden: Toll wie Toleranz über ein Game transportiert wird!

Super, aber nicht Perfekt
Wie in jedem Spiel gibt es auch in Dragon Age: Inquisition einige Mängel! Die Deutsche Synchronisation ist schlicht mangelhaft, auch wenn die Sprecher ihre Sache gar nicht so schlecht machen, ist die Lippensynchronisation einfach nicht gut genug für ein solches Spiel. Optisch ist Dragon Age: Inquisition ganz in Ordnung, keine riesige Glanzleistung aber eben solide. Problematisch wird es dann bei den Grafikfehlern oder anderen Bugs. Immer wieder blieb ich an einem Stein usw. hängen. Einmal bin ich in ein Lager voller Feinde gelaufen und plötzlich waren sowohl Lager als auch Gegner weg und ich stand auf einer Grünen Wiese. Solche Dinge sollten definitiv nicht passieren!

Zusammen sind wir stark!
Erstmals in der Dragon Age Ära gibt es einen Multiplayermodus für bis zu vier Spieler! Dieser Modus hat allerdings nichts mit der eigentlichen Kampagne zu tun. Es geht darum alle Gegner zu eliminieren und sich am Schluss einem Boss Kampf zu stellen. Während den Missionen könnt ihr verschiedene Materialien einsammeln, mit denen Ihr dann in der Lobby Ausrüstungsgegenstände kaufen könnt.  Gespielt wird aber leider nicht mit eurem Charakter sondern mit jeweils vorgefertigten Typen. Schade!

By the Way
Wenn ihr euch Fragt, wie ihr die Entscheidungen aus den Vorgängern in den dritten Teil übernehmen könnt, dann habe ich euch die Antwort. BioWare entwickelte die Online-Anwendung Dragon Age Keep (dragonagekeep.com). So könnt ihr sämtliche wichtigen Entscheidungen die ihr in den Vorgängern getroffen habt erneut einstellen oder allenfalls auch ändern. Danach wird die Haupthandlung nochmals von unserem Lieblingszwerg Varric, zusammen mit einer kleinen Bilderreihe, erzählt.

Fazit

Ich habe mich sehr auf dieses Spiel gefreut. Dies ist meist kein gutes Zeichen, da die Spiele oft an meinen Erwartungen zerbrechen. Dies ist bei Dragon Age: Inquisition anders! Es macht Spass, ist gut aufgebaut und ich kann die Geschichte in der Typischen BioWare Manier mitbestimmt. Was gibt es denn besseres? Ein Must-have Titel und dies nicht nur für Dragon Age Fans!

90%

Verzaubert!


Leserwertung: 4.6

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Über den Autor

Marc ist unsere Sportskanone - in zweierlei Hinsicht. Sportspiele sind seine Leidenschaft (und wir chancenlos) und Kanonen bedient er virtuell absolut zielgenau. Angefangen hat er mit Super Mario, mittlerweile zockt er quer durchs Beet alles. Ausser Prügelgames... die Memme! Spruch: "Früehner bin ich ihbildet gsi, hüt weiss ich das ich de best bin!!"



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