Testlabor ea-sports-ufc-14

Veröffentlicht am 11. Juli 2014 von Marco Stirnemann

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EA Sports UFC

EA Sports hat sich die Lizenz für UFC von THQ gekrallt und präsentiert den ersten Ableger. Wie von EA gewohnt bietet das Spiel viel Inhalt und etwa dieselben Schwächen wie die anderen EA Sports Spiele. Auf der positiven Seite stehen die acht Gewichtsklassen sowie die Frauen Gewichtsklasse. Dies ergibt (ohne die DLC Charaktere) 97 UFC Kämpfer, welche sich in 11 realistisch nachgeahmten Stadien duellieren. Die Grafik ist eine Wucht und das Kampfsystem sehr ausgeklügelt. Mit Buttonsmashing gibt es nichts zu gewinnen und ein Sieg im Oktagon fühlt sich wie eine echte Leistung an.

Das Herzstück des Titels ist die Karriere. Wie immer in EA Titeln bietet die Erstellung des Charakters extrem viele Optionen um sein Ebenbild oder ein Look-alike zu erstellen. Die ersten Stunden verbringt ihr mit Training. Die Schlagabfolge und der rechtzeitige Einsatz der richtigen Gliedmassen zur richtigen Zeit werden immer wieder neu geübt. Zwischen den Trainings dürft ihr euch immer wieder im Ring behaupten und könnt testen, ob ihr das gelernte umsetzen könnt.
Nach einer Weile gibt es die ersten Kämpfe vor zahlendem Publikum, die euch Fans bescheren. Mit vielen Fans gibt es bessere Sponsoren Verträge und Kämpfe zur Prime Time. Egal wie weit ihr in der Karriere kommt, dazwischen wird trainiert. Mit dem Training werden Skillpunkte verdient, welche zur Charakterentwicklung genutzt werden.

Der Karrieremodus wird leider besonders bei geübten Spieler sehr schnell langweilig. Die richtigen UFC Kämpfer geben euch immer wieder Aufmunternde Lebensweisheiten in kurzen Filmchen zum Besten. Leider nutzt sich der Karriere Modus gerade wegen der fehlenden Abwechslung sehr schnell ab. Im Vergleich zu Wrestling Games, welche mehr Seifenoper als Sport sind, kann der Alltag eines UFC Sportlers keine spontanen Story Twists bieten.

Das volle Potential erreicht der Titel wie die meisten Sportspiele im Multiplayer gegen einen Kumpel. Die Kämpfe zwischen zwei geübten Kontrahenten dauern meistens über mehrere Runden. Der Kampf am Boden kann zu einem echten Krimi werden, wenn sich der eine Spieler aus der Umklammerung lösen will und der andere alles daran setzt den Gegner zur Aufgabe zu zwingen.

Fazit

Boxen verliert in den USA immer mehr Fans, nachdem die letzten 10 Jahre die Schwergewichtskämpfe in Deutschland ausgetragen und gewonnen werden. UFC dagegen gewinnt immer mehr an Fans, da die Kämpfe ausgeglichen sind und es selten über längere Zeit einen Dominator gibt. Kein Wunder hat EA die Lizenz sofort gekauft und ein ganz passables Spiel abgeliefert. Sollte im nächsten Ableger der Langzeitspass im Karrieremodus verbessert werden, steht dieser Franchise wenig im Weg.

68%

Knie ins Kinn


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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