Testlabor Entwined

Veröffentlicht am 25. Juni 2014 von Adrian Dermon

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Entwined

Bei den E3 Konferenzen regierte wieder einmal der Grössenwahnsinn. Gewaltige Explosionen, absolute Zerstörung, alles war auf mehr Action ausgelegt. Auch bei Sony war dies der Fall, doch kleine Ausnahmen gab es. Ein faszinierendes Spiel ging beinahe unter, es trägt den Namen Entwined. Im Gegensatz zu den Blockbustern vergingen nicht einige Monate, sondern nur ein paar Tage, bis jeder es spielen durfte und so nahm ich auch mir die Zeit, dieses Spiel zu testen.

Für immer zusammen, auf ewig getrennt
Die Geschichte ist simpel und doch sieht jeder vermutlich etwas anderes darin. Im Grunde erlebt ihr die Geschichte von zwei Tieren, die eines Vogels und eines Fisches. Die beiden mögen sich, doch leben sie in unterschiedliche Welten. So fliegen oder schwimmen sie so nah beieinander wie möglich, um irgendwann miteinander zusammen zu sein. Ihr begleitet sie auf diesem Weg und bemerkt schnell ein fast schon vergessenes Gefühl in euch, nämlich Ruhe.

Entspannung pur
Jeder kennt es: Man kommt gestresst von der Arbeit nach Hause und anstatt den Puls zu beruhigen, spielen wir oft Games, die uns zwar vergessen lassen, aber richtig runter kommen wir trotzdem nicht. Anders bei Entwined. Obwohl es im Laufe der Geschichte mehr Tempo aufnimmt, beruhigt es, ohne euch dabei zu langweilen. Dazu trägt das einfache Spielprinzip bei. Ihr steuert beide Tiere gleichzeitig, den Fisch mit dem linken und den Vogel mit dem rechten Stick. Von der hinteren Perspektive aus seht ihr nun, wie beide Tiere durch einen langen Korridor gleiten. Es erscheinen Felder vor euch, durch die sie hindurch müssen. Da diese Felder bei beiden in unterschiedlicher Reihenfolge auftauchen oder gelegentlich entgegengesetzt zum anderen Partner verlaufen, ist Geschicklichkeit gefragt. Vor allem die letzten Level haben ein paar Kniffligkeiten auf Lager. Wenn ihr aber von jedem Level das Prinzip verstanden habt, ist es einfacher sie zu meistern. Während ihr durch Felder schwebt, füllt sich oben am Bildschirm eine Leiste auf. Verpasst ihr eine Kombination, sinkt die Leiste und lässt euch im schlimmsten Fall einen Abschnitt wiederholen. Ziel ist es die Leiste zu füllen. Wenn ihr das schafft, kommen sich die Tiere näher, um zu zu einer Einheit, einem grünen Drachen, zu verschmelzen. Danach ist es eure Aufgabe mit dem Drachen ein paar Objekte einzusammeln und die Grafik zu geniessen, denn danach müsst ihr nichts mehr tun ausser das nächste Level zu starten.

Von hübsch bis epileptisch
Bei fast allen Spielen kommt am Anfang der Hinweis, dass der Titel möglicherweise wegen den Lichteffekten zu epileptischen Anfällen führen kann. Ein Hinweis der kaum mehr einer wahrnimmt, ausser bei Entwined. Denn die Grafik kommt sehr bunt daher. Sind die Anfangslevel wirklich hübsch, gibt es ein paar andere Level, die ich kaum mehr anschauen konnte, vor allem als die Tiere noch schneller durch die Korridore zu fliegen begonnen. Dies sind aber die Ausnahmen und ihr erfreut euch ansonsten an einer wirklich schönen Grafik. Eine stimmige Musik gibt es natürlich oben drauf.

 

Fazit

Sony zeigte bereits mit Flower, dass nicht jedes Game Action enthalten muss, um wirklich ein gutes Spiel zu sein. Entwined gehört auch in diese Liga und bietet euch für wenig Geld einige Stunden Spielspass. Hier könnt ihr einfach mal abschalten und erhält die Gelegenheit ein kleines Kunstwerk zu geniessen.

80%

Zum Geniessen


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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