Testlabor Everybodys Golf

Veröffentlicht am 22. Februar 2012 von William Eichele

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Everybody Golf

Mit Everybody Golf kommt neben Fifa und Virtua Tennis das dritte Sportspiel zum Release des neuen Sonyhandhelds. Doch an alle Simulations Fans: ein Tiger Woods PGA 12 der Marke EA ist dieses Spiel nicht. Everybody Golf ist eine ganz im Japanstil gehaltene Golfsimulation mit RPG Elementen und viel Wert auf Gemeinschaft. Die Charaktere sind im Animestyle und mit hunderten von optischen Accessoires und Kleidern ausstattbar. Die Grafik ist allerdings auf Realität getrimmt und auch ernsthaftes Golfen kommt nicht zu kurz.

Da sämtliche Server noch nicht online sind konnte der Onlinemodus nicht getestet werden und wird somit nicht im Review behandelt.

Zur Auswahl der Spielmodis stehen einem folgende Möglichkeiten zur Verfügung. Der Einzelspieler, Mehrspieler und Online Modus. In “Anpassen” und “Laden”, lassen sich Kleider und Accesoires kaufen und Ausrüsten. Diese bezahlt ihr mit Punkten, welche ihr durch erfolgreiches Golfen erhaltet. Alle Abschlag und sonstige Statistiken sind in Daten genauer zu begutachten und versuchen mit einem Kamerafeature aufzutrumpfen. Erstaunen tut dies allerdings nicht, da es einen nur die Spielerfigur auf echten Hintergrund projezieren lässt und einige vorgefertigten Animationen abspielt.

Let’s gooooolf
Doch kommen wir zuerst zum Einzelspielererlebniss. Dem Schlaghobby kann man in drei verschiedenen Arten nachgehen, den Herausforderungen, Schlagspiel oder Training.
Doch bevor ihr überhaupt etwas mit nem Golfschläger verprügeln dürft, vorzugsweise einen Golfball, könnt ihr euch einen Charakter, Golfschläger und Ball auswählen. Unterscheiden tun sich die Charakter in Kraft, Kontrolle, Abschlag, Spin sowie Sidespin. Der Schläger, wobei der natürlich während des Spiel gewechselt werden kann, sowie der Ball tragen dazu natürlich geringfügig bei. am Anfang stehen einem 1 Ball, 2 Charaktere und 3 Schläger zur Verfügung. In traditioneller Japanmanier muss sich der ganze Rest erst freigeschalten werden. Doch kommen wir zum eigentlich Golfspiel und dessen Mechanik selber. Ist der Golfspieler dann gewählt und ausgestattet lässts sich noch eine kleine aber wichtige HUD Einstellung vorzunehmen.Das genaue Treffen und der Kraftaufwand kann in unterschiedlicher Form visualisiert werden. Entweder durch einen doppelten Balken oder mit nur einem Balken und sich schliessendem Kreis. Je eines ist für die Krafteinstellung und für die Präzision des Abschlages. Auch hier wird natürlich im Verlaufe des Spieles neue Arten freigespielt. Herausforderung. Bei 9 oder 18 Löcher schlagt ihr euch über Platz und Rangliste und erhaltet je nach Spielweise den ersten Platz oder eben nicht. Die Herausforderung dabei ist, bei jedem Kurs erster zu werden. Den dann wird einem ein Stern verliehen und diese werden für weitere Herausforderungen gebraucht. Der Schwierigkeitsgrad dabei ist anständig. So fühlt ihr euch, bei genügen Anstregung nie wirklich über- oder unterfordert. Beim wem ersteres doch irgendwann zutreffen sollte, kann immer noch auf den Leicht-Modus wechseln, bei welchem die Computer gesteuerten Golfkumpanen etwas tollpatschiger sind.

Facts, Infos Anweisungen

Im darauffolgenden Bildschirm ist neben vorgängig erwähnten Anzeigen bezüglich des Abschlages auch noch die Windstärke, die auswählbaren Schläger, der Untergrund sowie die Platzierung des Balles, die Richtung des Zieles, maximal Reichweite des aktuellen Schlägers sowie die Punkte, Platzierung und Platz Nummer angezeigt. Überladener Bildschirm? Mit Nichten, so wird nämlich jede Information gebraucht um einen sauberen Abschlag zu gewährleisten. Die maximale Reichweite kann mit Druck auf die Dreieckstaste genauer inspiziert werden da man so im Freiflug über den Platz sieht wo der Ball bei der maximal zu erreichenden Reichweite landen kann. Der Wind bestimmt zudem die Richtung inwelche der Ball sich höchstwahrscheinlich drehen wird. Über die Zweckmässigkeit der Anzeige wo das Loch liegt, lasse ich mich hier nicht aus, aber darüber wie der Untergrund beschaffen ist. So sollte je nach Tiefe des Balles im Gras oder gar Sand, der richtige Schläger gewählt werden.

Am Wissenschaftlichsten wird es aber sobald man “auf dem Grün” ist, die letzten Meter um das Loch also. Ab hier wird einem in einem Gitternetzraster die Beschaffenheit des Geländes inklusive der daraus resultierender Gefälle Strömungen angezeigt. In Form von kleinen Punkten auf den Linien des Rasters, wird kurz gesagt angezeigt, wo ein Ball wie schnell rollt. Mit diesem übernatürlichem analytischem Blick lässt sich mit einiger Übung perfekt einlochen.

Wer aber angesichts des Herausforderungsmodus eher eine ruhigere Partie Golf bevorzugt kann im Schlagspiel gemütlich ohne Konkurenz ein Loch nach dem anderen spielen. Wem diese Möglichkeit des Trainings zu situationsbedingt ist, erschafft sich in Training ganz einfach seine eigene Situationen. Mit Wetter, Windgeschwindigkeit, Lochposition etc. darf in Training dann solange gespielt werden bis man seine Achillessituation zu seiner leichtesten Übung gemacht hat.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Das Mekka des Golf-spielens ist mit Everybody Golf, zwar nicht gefunden, aber erfüllt seinen Zweck seinem Namen getreu. Leicht einzusteigen, schwer zu meistern wie es so schön heisst. Die optische Präsentation ist mit den Figuren kinderfreundliche gestaltet und mit der realistischeren Grafik auch für etwas ältere Zielgruppen gut geeignet. Die Grafik ist so la la, hat es doch ein sehr mageres Anti-Aliasing und Treppeneffekte en Masse. Das Spielprinzip ist aber eingängig, der Schwierigkeitsgrad fordernd und mit den täglichen Internationalen Onlinetournieren sowie Ranglisten, privaten Tourniere etc gut ausbaufähig. Die Kleidungs und RPG-typischen Werte der Charaktere sind eigentlich eine gar nicht so schlechte Idee, es fehlt ihnen aber an guter Umsetzung. So sind neue Schläger, Kleider etc. mühseelig zum Kauf zu erreichen und abgesehen von den Schlägern bringen sie einem nicht viel weiter. Mit den Charaktere schlägt der Spieler sich da schon etwas vielfältiger über den Rasen. Wenn auch hier wieder nur mit enormen Zeitaufwand.Alles in allem ist Everybody Golf eine spassige und von der Spielmechanik her gute Golfsimulation, welches für jeden Hobbygolfer oder Sammelenthusiasten wärmstens zu empfehlen ist.

2.8

Gut


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Über den Autor

Hat mit 6 Jahren seine erste Konsole vom grossen Bruder geschenkt bekommen womit sein Schicksal besiegelt wurde. Mag ausser Sportspielen eigentlich alles unter der Sonne, solang es einen packt. Am liebsten aber nicht all zu rohe Rollenspielkost sowie Action-Adventures und definitiv Halo. Hasst auf Touchscreen emulierte Joysticks/Tasten und schwört auf den Controller...bis jetzt.



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