Testlabor EyePet: Your virtual Pet

Veröffentlicht am 10. November 2009 von Adrian Dermon

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EyePet: Your virtual Pet

Vorbereitung
Zur Zeit gibt es kaum Spiele, die mit der PS3 Kamera funktionieren. Nun ist aber Eyepet da, dass fast ausschlieslich auf die Kamera setzt. Doch bevor es losgehen kann müssen einige Vorbereitungen getroffen werden, die das Spiel auch vorgibt. So müssen die Lichtbedingungen im Raum stimmen und die Kamera auf die richtige Höhe gestellt werden. Zwar braucht man für das Spiel ein wenig Platz, stimmen aber dann einmal die Bedingungen darf es endlich losgehen.

Es schlüpft
Zugegeben die Vorbereitungen sind mühsam, müssen aber gemacht werden, damit die Kamera wirklich richtig funktioniert. Doch damit es auch wirklich mit eurem eigenen virtuellen Haustier klappt, führt euch ein Professor durch das Spiel. Dieser wird durch einen echten Schauspieler gespielt, was die Atmosphäre erhöht. Dann endlich ist es soweit und ihr erhält euer Eyepet. Jedoch ist es noch in einem Ei drin. Mit leichten hin und her schunkeln bricht es langsam auf und euer neues Haustier ist da.

Die Zauberkarte
Wie bei einem echten Haustier muss es natürlich zuerst untersucht werden, ob es gesund ist. Dies macht ihr mit der Karte, die dem Spiel beiliegt. Je nach Situation verwandelt sich diese in ein anderes Objekt. Am Anfang z.B. verwandelt ihr es dann in ein Röntgengerät, wo ihr sehen könnt, was das Eye Pet für Beschwerden hat. Natürlich hat das Tierchen Hunger und so füttert ihr es. Dabei wird die Karte zu einem Becher, mit welchem ihr aus einem Automaten Futter holen könnt.

Streicheln
Da man das Spiel mit der Kamera bedient, reagiert das Tier natürlich auf eure Bewegeungen. Wenn ihr z.B. in der Luft mit den Finger herumwackelt , spielt es mit euch fangen. Stupst ihr es leicht an, so fällt es korrekt in die andere Richtung. Dazu dürft ihr es natürlich auch streicheln. Dabei bewegt sich das Fell sehr lebensecht und das Tier fängt an zu schnurren. Macht ihr weiter, legt es sich sogar auf den Rücken und schläft am Ende ein.

Spielen
Aber nur das Tier zu streicheln wäre natürlich langweilig. Deshalb stellt euch das Spiel Tagesaufgaben, die am Anfang einem Tutorial gleichen. So müsst ihr es füttern, waschen und natürlich auch mit ihm spielen. Erfüllt ihr die Tagesaufgaben erhaltet ihr neue Gegenstände. Vor allem aber das Spielen macht wirklich Spass. So habt ihr am Anfang schon ein Trampolin oder eine Kegelbahn zur Verfügung. Dies geschieht wieder mit der Zauberkarte. Danach kommen aber immer weitere Spiele dazu.

Anziehen
Damit sich euer Zottelvieh auch gegenüber von anderen Tierchen unterscheidet, gibt es einen grossen Editor. In diesem dürft ihr von Haare schneiden, Klamotten aussuchen bis hin zu der Fellfarbe euer Tier selbst gestalten. Dank den vielen Möglichkeiten bleibt man hier eine sehr lange Zeit hängen. Dazu gibt es die Möglichkeit neue Gegenstände und Kleidung über den PSN Store herunter zu laden. Einige sind dabei kostenlos, bei anderen muss man eine kleine Gebühr zahlen

15 Tage
Die Tagesaufgaben gehen ingesamt 15 Tage (natürlich nur virtuell), wo ihr 4 Aufgaben bekommt. Wie schon gesagt sind diese sehr abwechslungreich und es gibt immer wieder neue Überaschungen. Am meisten verblüfft war ich, als ich selbst eine Zeichnung machen durfte und diese dann auf die Kamera richtete. Mein kleines Haustier guckte es sich dann an und malte es fast 1:1 nach. Bei vorgegebenen Formen wie einem Auto oder Flugzeug wurde meine Skizze sogar in ein Spielzeug umgewandelt und ich konnte es mit dem PS3 Controller steuern. Einfach nur cool

Wie weiter?
Solange das Spiel einem Aufgaben stellt, macht es wirklich Laune. Doch nachdem ich alle Aufgaben erfüllt hatte, war die Lust nicht mehr so gross. Denn dann hat man fast alles frei geschaltet und die ersten Wow sind verflogen. Gut ist, dass das Tier trotz längeren Spielpausen von mehreren Tagen nicht sterben kann. Im Gegenteil, ausser dass es schmutzig wird, geht es ihm blendend. Jedoch ist und bleibt die Motivation eine Frage des Spielers. Einige werden auch nach Wochen nicht genug von dem kleinen Racker kriegen.

Technisch sauber
Von der Technik her gibt es kaum etwas zu mäkeln. Befolgt man die Anweisungen betreffend der Kamera, so funktioniert die Steuerung tadellos. Achtet jedoch darauf, dass eure Hände keinen Schatten auf den Boden werfen, da dies zu Beinträchtigungen führen kann. Neben der Steuerung ist aber auch das Haustier selber wirklich toll animiert worden. Das Fell sieht super aus und ein “Ohh ist der süss!!” wird wohl jedem im Kopf durchgehen.  Die Bewegungen sind einfach putzig. Nur das herumhocken auf dem Fussboden ist leider sehr unbequem.

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Alle Welt redet zur Zeit über das in Entwicklung befindende Projekt Natal. Mit Eyepet zeigt aber Sony, dass auch mit der Sony PS3 Kamera das Spielen ohne Controller möglich ist. So spielt sich der Titel wirklich innovativ und das Spielen mit dem wirklich süss animierten Tierchen macht Freude. Zwar ist das nicht jedermanns Sache und wenn man ehrlich ist, sieht es auch dämlich aus, trotzdem macht es am Anfang wirklich Spass.Doch wie bei allen Haustiersimulationen kommt es auf den Spieler selbst an, ob die Lust auch nach einigen Tagen besteht auf dem Boden herum zu hocken und mit dem Zottelvieh zu spielen. Dennoch ist der Titel sicher einmal sehenswert, da die Technik schon mal zeigt, was mit der PS3 Kamera alles möglich wäre. Trotzdem ist natürlich ein echtes Haustier immer noch lustiger.

3.7


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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