Testlabor F1 2012

Veröffentlicht am 7. November 2012 von Adrian Dermon

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F1 2012

Vor zwei Jahren durfte ich Codemasters erstes offizielle Spiel zur Formel 1 testen und war positiv überrascht von der Umsetzung. Nun erhielt ich die dritte Ausgabe der Spielereihe, welche euch wieder die Möglichkeit gibt die aktuelle und sehr spannende Saison selbst zu fahren.

Alles Besser?
Natürlich muss man davon ausgehen, dass in der dritten Ausgabe einer Spieleserie frühere Mängel behoben und alte Tugenden beibehalten werden. So präsentiert sich gleich am Anfang ein neuer Modi, der sich Young Driver Test nennt. Wenn die Entwickler aber ganz ehrlich sind, ist dies aber nur eine andere Beschreibung für ein sehr einfaches Tutorial. In knapp acht Lektionen müsst ihr verschiedene Fahrtests absolvieren. Diese sind so leicht und haben komischerweise keine Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf, dass sie einfach nicht nötig gewesen wären. Nach diesem Tutorial gelangt ihr ins Hauptmenü und im Gegensatz zu den Vorgängern, in denen ihr noch alles aus der Egoperspektive erlebt habt, gibt es dieses Mal nur ein normales Menü. Sehr schade, denn das Alte hatte sehr viel Charme. Auch die Modis selbst wurden abgespeckt. Der grandiose Grand Prix Modus der letzten Ausgabe, wo ihr selbst alle Regeln, Strecken und Teams auswählen durftet gibt es nicht mehr. Nebst den Einzelrennen habt ihr nur noch die Auswahl für eine Season Challenge, eine verkürzte Saison mit zehn Rennen, oder dem obligaten Saison Modus. Beim Saison Modus fährt ihr alle Originalstrecken der jetzigen Saison. Ausserdem versucht ihr in bessere Teams zu gelangen, denn am Anfang startet ihr in einem der schlechteren Teams. Trotzdem macht das nicht viel aus, denn fast alle Wagen sind hier gleich stark. So könnt ihr auch in einem Marussia, wenn die Fahrhilfen eingeschaltet sind und der Schwierigkeitsgrad tief ist, mit einem Red Bull mithalten. Dies würde ja nichts ausmachen, wären die Rennen in diesem Modus nicht so verdammt lang. Denn ein Rennen geht knapp 30 Minuten ohne Unterbruch. Abspeichern ist nicht möglich und so müsst ihr entweder eure Konsole immer laufen lassen oder sehr viel Zeit in das Spiel investieren. Schade dass es keine Auswahlmöglichkeit für die Rennlänge gibt. Dies war in den früheren Teilen besser.

 

Immer noch Hübsch
Na gut, bei den Modis gab es einen Rückschritt, aber auf der Strecke wurden einige kleine Details wieder verbessert. So steuern sich die Fahrzeuge noch genauer und auch das Schadensmodell wurde leicht verbessert, auch wenn es noch immer nicht wirklich realistisch ist. Neu sind aber die wechselten Wetterbedingungen. Vor allem im Saison Modus, bei dem wie gesagt ein Rennen ca. 30 Minuten dauert, kommt hier echtes Feeling auf. So kann es gut sein, dass in einem Abschnitt die Strecke trocken ist und in einem anderen schon das erste Gewitter los geht. Die richtige Reifenwahl ist dabei sehr wichtig, da ihr ansonsten nur am herumschleudern seid. Ansonsten sieht das Spiel fast gleich aus wie im letzten Jahr, was nicht weiter schlimm ist, da es auch dort keinen schlechten Eindruck hinterliess. Die Steuerung ist wieder frei wählbar, so dass von Anfänger, die alle Fahrhilfen einschalten, bis Profis ohne Fahrhilfen für jeden etwas dabei ist.

 

Fazit

Meine Wertung sieht vermutlich im Gegensatz zu anderen Seiten eher schlecht aus. Warum finde ich verdient es keine höhere Wertung? Die Grafik ist gut und die Formel 1 Boliden lassen sich sehr gut steuern. Was mich einfach störte, war dass dies alles schon in den letzten zwei Ausgaben der Serie so war. Natürlich erwarte ich keine grossen Fortschritte, aber sicher keine Rückschritte. So gibt es weniger Modis und diese machen dazu weniger Spass als die Letztjährigen. Ansonsten macht das Spiel nicht viel falsch. Wer aber nicht immer gleich den neuesten Ableger einer Sportspielereihe braucht, kann auch auf die letztjährige Saison zurück greifen.

60%

Kein Fortschritt


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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