Testlabor FIFA 13

Veröffentlicht am 23. Oktober 2012 von Marc Röthlisberger

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FIFA 13

Gespannt wartete die (Fussball)welt auf das neue FIFA. Unser Redakteur Federico meinte in seiner Kolumne “Highlights im September” folgendes dazu: “Was soll man schon zu FIFA sagen? Die Serie hat sich mit den letzten Titeln zur ultimativen Fussballsimulation entwickelt. Geht da noch mehr? Anscheinend: Die Entwickler versprechen das umfangreichste Spiel in der Geschichte der Serie. Künstliche Intelligenz, Dribbling, Ballkontrolle und Kollisionen sollen realistischer sein als je zuvor . Ob es die Verkaufsrekorde der letzten Titel brechen wird? ” Wir haben’s getestet!

Was soll denn da neu sein?
Ganz zu Beginn des Spiels fragte ich mich, was denn hier genau neu sein soll. Das Menu zeigte sich ähnlich wie im Vorgänger, doch schon beim ersten Spiel wurde klar, hier hat sich so einiges getan! Allein die Physik im Spiel ist noch realistischer als im Vorgänger, so wurde erstmals der Drall des Balles den Umständen angepasst und realistischer berechnet. So springt das runde Leder bei Regen ganz anders auf als bei trockenem Untergrund. Doch dies ist der wohl kleinste Fortschritt in FIFA 13. Die Kollisionen wurde noch besser berechnet, so dass nicht gleich jeder kleiner Zusammenstoss zum Fall führen muss. Vielmehr wurde auf die Merkmale der einzelnen Spieler geachtet. Ein robuster Spieler kann nun sich um einiges besser im Strafraum durchsetzen als ein kleiner Spieler. Kleines Detail am Rande, in FIFA 13 seht ihr sowohl Trainer als auch Einwechselspieler beim Einlaufen ins Stadion. Dies bringt doch noch ein Stück mehr Realismus mit sich, denn der Teufel liegt bekanntlich im Detail. Ebenfalls wurden die Ballannahmen der Spieler stark überarbeitet, damit ist die Spielstärke, Umgebung usw. massgeblich daran beteiligt, wie gut euer Spieler den Ball annehmen und beherrschen kann. Leider verspringt der Ball zu oft, doch an sich macht es das Spiel noch ein Stück realistischer.

Guardola oder Mourinho
Das grösste Augenmerk wurde bei FIFA 13 wohl auf den Karrieremodus gelegt. So wird eure Karriere nun, egal ob als Spieler oder Trainer, um einiges realistischer verlaufen. Als Trainer könnt ihr ab sofort auch Nationalteams coachen, zuerst natürlich im kleinen Rahmen. Habt ihr Erfolg, sowohl auf Klub- als auch auf internationaler Ebene, so werden die Anfragen der grossen Teams kommen. Startet ihr eine Karriere als Spieler, erscheint das ganze realistisch wie kaum zuvor. Ich möchte euch ein Beispiel nennen, wie ich es bei meiner Karriere erlebt habe. Ich habe als als junger Spieler bei Fortuna Düsseldorf begonnen, da ich dachte, dass ich mehr Spielpraxis erhalte. Nichts da, kaum hat mir der Trainer meine Leistungsziele für die Saison mit auf den Weg gegeben, hat er mich auf die Leihliste geknallt. Anfragen kamen unter anderem von Wilem II, einem Belgischen Provinzklub und dem FC Midtjylland. Da mir der dänische Klub am ehesten passte, da dieser in seinem Land um die Meisterschaft mitspielen konnte, wechselte ich zu Letzterem. Dort fand ich mich die ersten sechs Spiele allerdings nicht mal auf der Bank wieder, sondern nur auf der Tribüne. Meine erste Chance erhielt ich im Cup und konnte diese glücklicherweise gleich nutzen. Doch was passierte danach? Ich fand mich weitere drei Spiele auf der Tribüne. In meinem zweiten Einsatz überzeugte ich meinen Trainer endlich, damit durfte ich mehrere Spiele in Folge ran und konnte mich als Leistungsträger etablieren. Ins Nationalteam der Schweiz schaffte ich es allerdings noch lange nicht. Das dauerte seine Zeit, aber als ich dann soweit war, machte es mich mächtig Stolz, denn ich hatte mir das wirklich erkämpft! Ihr fragt euch nun aber bestimmt, was ich mit Guardola oder Mourinho meinte richtig? Ganz einfach, als kleines Goodie gab EA FIFA 13 einen Kinect Modus mit auf den Weg. Was das soll? Ihr könnt als Trainer mit dem Schiri diskutieren und die Presse so beeinflussen. Meckert ihr nämlich ständig, so werden die Zeitungsberichte auch darüber schreiben. Doch nicht nur das, die Schiedsrichter werden dadurch ebenfalls beeinflusst, eure Spiele werden dann strenger gepfiffen, wenn ihr gegen die Schiri’s wettert!

Transferieren ist doch schön!
Unter anderem wurde auch das gesamte Transfersystem neu überarbeitet und wirkt nun viel dynamischer. ES wird nicht einfach eine beliebige Summe für irgend einen Spieler gefordert, sondern diese passt sich dem tatsächlichen Marktwert an. Berechnet wird er durch verschiedene Faktoren wie beispielsweise Ansehen, Pflegeleichtigkeit, Vertragssituation, Alter, Verletzungsanfälligkeit und zu guter letzt Leistung. Damit hat auch ein kleiner Klub die Möglichkeit, sich mal ein junges Talent auszuleihen. Wenn ihr einen Spieler unbedingt loswerden wollt und ihr gleichzeitig den perfekten Ersatz für diesen gesichtet habt, so besteht die Möglichkeit neben Geld auch einen Tauschspieler ins Gebot einzubeziehen. Dies ist aus meiner Sicht ein genialer Pluspunkt im Vergleich zum Vorjahr. Langweilige Ladezeiten sind in FIFA 13 ebenfalls passè. Während jederr Ladezeit wird euch eine kleine Trainingsaufgabe gestellt. Ob es sich dabei um flanken, schiessen, Freistösse oder Elfmeter handelt, ist nebensächlich, denn für mich sind alle Aufgaben ein Highlight und helfen, besser ins Spiel zu kommen.

Ultimate Team
Wie bereits in den Vorgänger, wird auch in diesem FIFA der Ultimate Team Modus gespielt. Grundsätzlich gibt es wenig neues, jedoch wird das Ganze neu dargestellt. Das Spielprinzip allerdings bleibt das selbe und ohne “Echtgeld” ist es sehr schwierig wirklich ins Spiel zu kommen.

Season Mode
Auch der Sason Mode blieb fast identisch zum letzten und somit dürft Ihr wieder online gegen andere spielen und euch damit Punkte im Kampf um den Aufstieg oder gegen den Abstieg holen. Neu ist in diesem Jahr, dass ihr neben dem Aufstieg auch den Ligatitel gewinnen könnt. Was ihr damit ausser einer Trophäe zu ergattern, noch gewinnen könnt, blieb mir während des Testens verborgen.

>> HIER geht’s direkt zum FIFA 13 Eventbericht 

Fazit

Gameplay - 90%
Online - 90%
Grafik - 80%
Spielspass - 95%

FIFA 13 ist wiedermal ein Knaller und zwar nicht ans Aluminium, sondern mitten rein ins Eck. Die Schwachstellen aus FIFA 12, wie beispielsweise die endlosen Zusammenstösse sind ausgemerzt und das Spielen macht Spass. Einzige Frustmomente sind, wenn alleine vor dem gegnerischen Tor der Ball vom Fuss springt. Da es dies aber durchaus auch im realen Fussball gibt, ist auch dies ein grosser Schritt in Richtung Realismus. Der neue Karrieremodus ist super und eine ernstzunehmende Alternative zum Onlinespiel!

88%

Volles Stadion


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Über den Autor

Marc ist unsere Sportskanone - in zweierlei Hinsicht. Sportspiele sind seine Leidenschaft (und wir chancenlos) und Kanonen bedient er virtuell absolut zielgenau. Angefangen hat er mit Super Mario, mittlerweile zockt er quer durchs Beet alles. Ausser Prügelgames... die Memme! Spruch: "Früehner bin ich ihbildet gsi, hüt weiss ich das ich de best bin!!"



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