Testlabor Fist of the North Star: Ken's Rage

Veröffentlicht am 9. Dezember 2010 von Federico Gagliano

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Fist of the North Star: Ken’s Rage

Die “Fist of the North Star”-Serie ist hierzulande wohl nicht jedem ein Begriff. Ken’s Rage hätte nun die Gelegenheit gehabt, dessen Popularität zu steigern. Jedoch hat es fast den umgekehrten Effekt.

Ken sucht Barbie
Fist of the North Star: Ken’s Rage folgt storymässig grob seiner Vorlage. Die Welt wie wir sie kennen ist untergegangen. Die letzten Überlebenden versuchen mit allen Mitteln ihr Dasein zu sichern, während wütende Gangs in den Wüsten ihr Unwesen treiben. Mittendrin befindet sich Kenshiro, der sich auf die Suche nach seiner verlorenen Liebsten macht. Was folgt ist ein monotoner und vor allem brutaler Feldzug durch Horden von Gegnern und sonderbaren Figuren. Viel Spannung werdet ihr dem Abenteuer nicht abgewinnen, denn die klischeehaften Dialoge sind schlichtweg lächerlich, während die zum Teil verwirrende Story wohl nur Kenner wirklich mitreissen kann. Eine weit grössere Sünde ist jedoch das Gameplay.

Ken’s Repetition
Ken’s Rage besteht praktisch nur aus blutreichen Kämpfen gegen grosse Gegnerscharen. Abwechslung ist keine vorhanden. Das wäre mit einem vernünftigen Kampfsystem akzeptabel, aber genau daran mangelt es dem Spiel. Kens Bewegungen fühlen sich so an, als würde er sich unter Wasser bewegen. Ob Schläge treffen oder nicht erscheint fast willkürlich. Das Upgraden von Fähigkeiten ändert leider kaum etwas daran. Vor allem eine urzeitliche Kamera, die nicht richtig justiert werden kann, machen Kenshiro’s Abenteuer zu einer Qual.

Dabei würde Ken’s Rage inhaltlich mehr als genug Stunden Spielzeit liefern. Verschiedene Charaktere mit eigenen Kampagnen und Kampfstilen stehen nämlich nach dem Durchspielen zur Verfügung. Doch die gleichen Mängel zerren auch dort am Spielvergnügen. Schnell werdet ihr euch auf eine der stärkeren Combos verlassen, um möglichst schnell durch die Levels zu rasen. Repetition macht sich sogar im Levelaufbau bemerkbar. Scheinbar endlose Labyrinthe, in denen sich stets die gleichen Räume wiederholen, zeugen von wenig Einfallsreichtum.

Faule Präsentation
Da sich die Levels und auch die Gegner stets wiederholen, seht ihr nicht gerade viel. Das ist schade, denn das Spiel würde eigentlich nicht übel aussehen. Die zerstörbaren Umgebungen und die vernichtenden Effekte eurer Special Moves sind kleine Pluspunkte. Ähnliches gilt für die Dialoge. Zwar klingen die Stimmen überzeugend, doch das lächerliche Skript nimmt ihnen jede Glaubwürdigkeit.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Fist of the North Star: Ken’s Rage ist schlichtweg fantasielos. Die erbarmungslosen Combos wären durchaus einen Durchgang wert gewesen, wenn das Kampfsystem und der Levelaufbau ein bisschen mehr verfeinert worden wären. In diesem Zustand bleibt Ken’s Rage aber ein für Beat'em Up voller Repetition, der nur den treuesten Fans zu empfehlen ist.

2.1


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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