Testlabor Guild Wars: Eye of the North

Veröffentlicht am 12. Oktober 2007 von Nicole Schibli

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Guild Wars: Eye of the North

Ein weiteres Kapitel in der epischen und zugleich unterhaltsamen Storyline von Guild Wars wird aufgeschlagen. Die Reise verläuft auf den Spuren des Winters und führt in die rauhen Berge zum Auge des Nordens. Kaum angekommen knüpft der Spieler auch schon erste Kontakte zu zwei neuen Rassen, doch das ist erst ein kleiner Teil dieser ersten Erweiterung. Um überhaupt Zugang zum Auge des Nordens zu erhalten ist so einiges von Nöten.

Voraussetzungen
Zum Einen wäre da eine Vollversion nötig, davon stehen drei zur Auswahl (Prophecies, Nightfall oder Factions). Zum Anderen muss der eigene Charakter der Mindestvoraussetzung von Level 20 entsprechen, wobei dies zugleich auch das Höchste Level ist, das zur Zeit erreicht werden kann. Eine dritte Voraussetzung ist auch, die Zugangsquest zur Erweiterung zu finden und zu lösen. Doch diese hohen Anforderungen werden allein dadurch entschädigt, dass Eye of the North gleich zu Beginn die Halle der Monumente preis gibt. In dieser Halle kann der Spieler seine Errungenschaften einsehen und auch später zu Guild Wars 2 übernehmen, welches bereits in Planung ist. Übernommen werden – laut Ankündigungen – demnach Rüstungssätze, Tiergefährten, Helden und Titel, die beim Spielen von Guild Wars (=Prophecies), Factions, Nightfall, und Eye of the North errungen wurden. Doch das ist noch lange nicht alles was Eye of the North zu bieten hat. Also werfen wir einmal einen Blick auf den Inhalt des Spiels.

Auge des Nordens
Die Erweiterung weist die selbe Grafik auf wie schon die Vollversionen des Spiels. Schlecht ist sie dadurch noch nicht, denn obwohl das erste Guild Wars bereits vor Jahren erschien, kann die Grafik durchaus mit den grossen MMORPG’s wie HDRO oder Vanquard mithalten. Abstriche müssen lediglich in der Zugänglichkeit der Welt gemacht werden. Als Spieler ist man auf die vorgegebenen Wege angewiesen und kann diese nicht verlassen. Abkürzungen über Gefälle sind somit nicht möglich. Doch was für den Spieler gilt, gilt zum Glück auch für die NPC’s. Die Effekte des Spiels sind noch immer sehr schön, so produzieren die Spielfiguren in kalten Regionen atemwölkchen oder aber die heisse Luft des Lagerfeuers flimmert und verzerrt so die Sicht ein wenig. Die Zaubereffekte sind angenehm und nicht zu stark aufgebläht, so dass man die Gegner und NPCs trotz eines Feuerhagels durchaus noch sehen und erkennen kann. Mit den zusätzlichen Fähigkeiten, die mit Eye of the North freigeschaltet werden findet auch so mancher neue Effekt seinen Weg ins Guild Wars Universum.

Vielfalt
Zwei neue Rassen finden ihren Platz durch die Erweiterung in Guild Wars. Die Asura sind gnomenartige Lebewesen, die mit den Zwergen im Untergrund der Erde leben. Allem Ansehen zum Trotz sind sie äusserst intelligent und schwören auf die Macht der Alchemie. Da sie erst vor Kurzem Kontakt zur Oberwelt hergestellt haben, ist diese Welt für sie sehr neu und aufregend. Die zweite Rasse, die Norn, gleichen eher riesigen Wickingern. Sie leben in den Bergen und besitzen unter Anderem auch die Fähigkeit sich in eine Tiergestalt zu verwandeln. Die Erweiterung schaltet neben den neuen Fertigkeiten auch zehn neue Helden frei. Dazu gehören unter Anderem Vekk, der Asura und Jora, die Norn. Diese zwei begegnen dem Spieler ganz am Anfang und bilden mit Gwen und Ogden die erste Gruppe von Helden von Eye of the North. Hinzu kommen aber noch weitere, die im Verlauf der Kampagne freigespielt werden. Darunter befindet sich auch ein Charr, eigentlich ein typischer Feind, doch Brandor Grimmflamm ist ein Ausgestossener und stellt sich gegen die restlichen Charr.

Umsetzung
Obwohl die Grafik nicht mehr die Neueste ist, kann sie durchaus mit den grossen MMORPGs mithalten. Die Texturen und der Detailgrad ist manchmal etwas wiederholt und monoton, aber die Abwechslung in Klimata und Regionen, sowie Höhendifferenzen in den einzelnen Levels ist gross. Die Cutscenes sind jeweils in der Gameengine gehalten und haben damit sehr viel Spielflair. Der Sound ist von episch, bis angenehm berauschend ein Querschnitt durch das typische Fantasygenre. Die deutsche Sprachausgabe ist dank der sehr guten Synchronisation sehr atmosphärisch und an so mancher Stelle mit viel Humor gepfeffert. Die Spielengine entspricht derjenigen der Vollversion und für die Handhabung der Helden, die nicht von Anfang an implementiert waren gibt es zu Beginn eine nützliche Tutorialquest, für die es erst noch Erfahrungspunkte gibt. Guild Wars bietet verschiedene Multiplayer optionen. So können wie der Titel schon sagt, Gilden gegründet werden. Man kann in Gruppen zusammen Quests und Missionen erledigen und wer möchte kann sich in PVP Kämpfen mit anderen Spielern messen. Die Spieldauer ist sehr lange, was typisch ist für ein MMORPG. Die vorhandene Abwechslung sorgt jedoch dafür, dass es einem nicht so schnell Langweilig wird. Die verschiedenen Mehrspieleroptionen sorgen auch für einen hohen Spassfaktor bei Gruppenausflügen.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Einfach genial. Eye of the North ist nicht nur eine Erweiterung es ist auch eine Möglichkeit die erarbeiteten Stunden mit in das künftige Guild Wars 2 zu übernehmen, was langjährigen Fans sicherlich Freudenschreie entlocken wird. Das Spiel steht technisch den ganz Grossen in Nichts nach. Da ist die Tatsache, dass der Spieler keinerlei Monatliche Kosten hat, schlicht und ergreiffend das Tüpfelchen auf dem i. Schwachpunkte sind eher klein und aufgrund der Kostenlosigkeit auch vernachlässigbar, darunter fällt z.B. die fehlende Bewegungsfreiheit oder dass es keine Reittiere gibt und man als Spieler relativ viel Zeit für das Bewältigen von langen Strecken benötigen kann.

3.5

Gut


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Über den Autor

Uncharted addicted =^.^=



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