Testlabor Halo Reach Defiant Map Pack

Veröffentlicht am 14. September 2010 von Corina Ulmann

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Halo Reach

Die Halo-Saga

Am 14. März 2002 begann der erste Kampf um die Zukunft und damit erschien auch das erste Spiel aus dem Hause Bungie, das einen Meilenstein in der Geschichte der Videospiele darstellte. Da die Möglichkeiten auf der alten Xbox noch etwas eingeschränkter waren und auch Xbox Live noch gar nicht existierte, mussten sich die Spieler mit der Kampagne und den Mehrspielerkämpfen im eigenen Netzwerk begnügen. Doch als dann am 11. November 2004 Halo 2 für die Xbox erschien, begannen die epischen Multiplayerschlachten. Bald nach Xbox Live folgte die neue Xbox 360 und ein paar Jahre später, um genau zu sein am 26. September 2007, kam das langersehnte Halo 3 auf den Markt. Dies war wohl eines der meist gespielten Spiele, die auch heute noch Tag täglich über eine halbe Million begeisterte Spieler in die Welt von Halo 3 eintauchen lässt.

Um das Warten auf den letzten Teil der Halo-Saga zu versüssen, folgte bald danach Halo Wars, ein gutgemachtes Strategiespiel, das vor dem ersten Teil spielte. Das darauf erschienene Halo ODST, welches zwischen Halo 2 und Halo 3 angesiedelt war, kam bei den Fans – zu recht – weniger gut an. Um so mehr darf man sich nun auf den letzten von Bungie entwickelten Teil von Halo freuen. Halo Reach zeigt dem Spieler die eigentliche Vorgeschichte zu den drei Halo-Teilen auf, wobei auch viele offene Fragen beantwortet werden.

Der Anfang vom Ende

Wir finden uns als Spartan Noble 6 auf dem Planeten Reach wieder, auf dem wir uns als Rookie  im Noble-Team beweisen müssen, das aus Elite-Spartan-Kämpfern besteht. Die Aufgabe besteht darin den Planeten und die darauf lebenden Menschen vor einer Invasion  der Allianz zu schützen.

Beim Spielen der Kampagne habt ihr unweigerlich das Gefühl, dass Bungie die besten Abschnitte aus den ersten drei Teilen in die einzelnen Missionen der packenden Geschichte eingebaut hat. Dies soll keinesfalls eine Kritik sein, denn gerade Fans der Halo-Serie werden hier an die guten alten Zeiten erinnert. Die Kampagne spielt sich etwa genau so lange wie in den anderen Teilen, doch sind dieses Mal deutlich mehr Emotionen im Spiel als noch beim MasterChief.

Für Abwechslung sorgen die Weltraum-Missionen, bei denen der Spieler das Steuer über einen Weltraum-Kreuzer übernimmt oder auch Such- und Rettungsmissionen in der Luft absolviert. Im Gegensatz zu den Vorgängern ist es dieses Mal nicht so, dass die Kampagne mit bis zu vier Spielern immer leichter wird, ganz im Gegenteil, je mehr Spieler, desto mehr Gegner tummeln sich auf dem Bildschirm und machen einem das Leben schwer.

Auf in die Schlacht

Das Highlight von Halo ODST, der Firefight-Modus, wurde zum Glück auch wieder in Halo Reach integriert. Nur wirkt das Ganze diesmal viel ausgereifter und lässt sich durch zig Optionen auch nach dem eigenen Geschmack gestalten. Wer schon immer mal mit unendlich Raketen-Munition und einem vollgeladenen Jetpack die Horden an Gegner aus der Luft platt machen wollte, wird hier voll auf seine Kosten kommen und das ist nur eine von tausend möglichen Kombinationen, die Bungie den Spielern zur Verfügung stellt.

Selbstverständlich fühlen sich alle Halo 3 Multiplayer-Veteranen auf Anhieb zu Hause, alle bekannten Spielmodi sind auch in Halo Reach vorhanden. Neu hinzugekommen ist unter anderem Score Attack. Wie der Name andeutet, geht es darum die meisten Punkte in einer Bestenliste zu erreichen und so seine Freunde anzuspornen, diesen Highscore zu knacken. Die bereits aus der Beta bekannte Arena bietet im fertigen Spiel sogar zwei verschiedene Varianten an (2 gegen 2 und 4 gegen 4).

Für die nötige Motivation sorgen die Credits, die bei Halo Reach in allen Spielmodi, darunter auch die Kampagne, gesammelt werden können. Damit lassen sich neue Rüstungsteile, Stimmen und Effekte freischalten und kaufen, mit denen der eigene Spartan- oder Elite-Kämpfer beispielsweise im Multiplayer glänzen darf. So wie es aussieht, wird Bungie hier auch weiterhin neue Inhalte liefern, von neuen Online-Karten einmal abgesehen.

Selbst ist die Frau

Es ist nichts Neues, dass ihr in Halo auch einen weiblichen Charakter auswählen könnt. Im Unterschied zu den Vorgängern unterscheidet sich diese jedoch nicht nur anhand der Stimme, sondern auch optisch und hat Einfluss auf die Dialoge innerhalb der Geschichte.

Neben der reizenden Optik der weiblichen Spartans, lässt sich auch der Rest des Spiels sehen. Viele Details neben den Wettereffekten sorgen dafür, dass Halo noch nie so gut aussah wie auf und um Reach. Auch der Soundtrack, der massgeblich zur Atmosphäre des Spiels beiträgt, ist wieder einmal gelungen und schon bald auch im Handel erhältlich.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Wir wollen an dieser Stelle gar nicht mehr in die Details gehen. Halo Reach ist mit Abstand das beste Spiel, das Bungie je auf den Markt gebracht hat. Alle positiven Aspekte der Vorgänger und noch viel mehr vereinen sie in diesem Spiel, das noch über Jahre hinweg den Standard in Sachen Multiplayer auf der Konsole setzten wird. Man muss es einfach selbst gespielt haben, um in den Bann gezogen zu werden. Bungie hat nicht zuviel versprochen.

4.5


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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