Testlabor Hollow Grounds

Veröffentlicht am 27. Januar 2012 von Michel Blind

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Hollow Grounds

Vor drei Jahren war es Doodle Jump, danach Angry Birds und letztes Jahr Tiny Wings, welche uns für sehr wenig Geld, stundenlanges Vergnügen auf unser iPhone zauberten. Obwohl sich die Spiele inhaltlich total unterscheiden, ist das Konzept dennoch immer gleich aufgebaut: Simpel, witzig und einfach schön. So auch Hollow Grounds, ein brandneues Spiel für die iOS-Familie, ausgedacht von zwei Entwicklern aus der Schweiz.

Wer ist Ella? Wer ist Piri?
In Hollow Grounds verschlägt es euch auf den geheimnisvollen Planeten Ella, auf dem gerade das kleine Wesen Piri und seine Helfer auf Entdeckungstour gehen und Karten zeichnen. Doch schnell ist die Oberfläche von Ella erforscht und es bleiben nur noch die seltsamen und tiefen schwarzen Löcher, die sich quer über den ganzen Planeten verteilen und ihn aussehen lassen, als wäre er ein löchriger Schweizer Käse. Piri, das sich aus Brettern eine Art Flügel gebaut hat, zögert nicht lange und schwingt sich kopfüber in die Tiefe. Purer Leichtsinn?

Kartograph: Ein Job fürs Leben
Halb so schlimm, denn Piri weiss was es tut und so hat es sich natürlich für den Anfang eine leichte Herausforderung ausgesucht. Das Ziel der ganzen Sache besteht darin, während dem Fall solange Items einzusammeln, bis Piri aus einem anderen Krater wieder herausspickt. Umso mehr Items dadurch gesammelt werden, desto besser wurde das Innere von Ella erforscht. Für einen Kartographen wie Piri ist dies natürlich das oberste Gebot. Als Steuerung kommen ausschliesslich die Bewegungssensoren zum Einsatz und so wird das iPhone nach links und rechts gekippt oder auf den Kopf gedreht. Manchmal sanft, manchmal aber auch ziemlich schnell und ruckartig, je nachdem welches Hindernis sich Piri gerade in den Weg stellt. Immerhin werden diese stets durch eine kurze Info angekündigt, sod ass ein paar Sekunden Zeit bleiben, um die nächste Bewegung in Angriff zu nehmen. Wer seine Augen offen hält, findet in unregelmässigen Abständen teils gut versteckte Spezial-Items. Bei der Auswertung am Schluss haben jedoch nicht nur die eingesammelten Items eine grosse Bedeutung, sondern auch die Zeit. Kollidiert Piri zu oft gegen Hindernisse, Wände oder spitze Stacheln, geht dabei nämlich wichtige Zeit verloren und im schlimmsten Fall sogar ein Leben.

Wir wollen mehr davon!
Optisch ist Hollow Grounds vor allem eines: Auffallend! Mit dem farblichen Anstrich wurde nicht gespart und das Leveldesign kommt frisch daher. Die 2D-Optik passt zudem hervorragend zum Retrosound, welcher mit der Geräuschkulisse gut harmonisiert und dem Spiel eine atmosphärische Stimmung verleiht. Ein kleiner Abzug gibt es aber dennoch. Leider wirken die schnell vorbeiziehenden Farben etwas irritierend fürs Auge, so dass die schönen Objekte nicht mehr so deutlich wahrgenommen werden, wie sie eigentlich sollten. Für die meisten Spieler ist dies jedoch nur reine Gewöhnungssache.

So schnell Hollow Grounds den Spieler packt, so schnell ist es auch wieder vorbei. Mit 25 Level fällt das iOS-Game ziemlich kurz aus, was allerdings nicht auch gleich heissen mag, dass sich Hollow Grounds nach dem Durchspielen in den verstaubten Spieleordner verabschiedet. So gibt man sich lieber mit 25 guten und fesselnden Level zufrieden, als mit drei Mal soviel öden Level. Und wer weiss, vielleicht folgt bei einem Erfolg ja schon bald ein Update mit mehr Level? Hier geht’s direkt zum iTunes Store.

 

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Süss, schön, packend. Mit diesen drei Wörtern lässt sich das iPhone-Game Hollow Grounds ziemlich gut beschreiben. Was zu Beginn noch simpel und leicht aussieht, ändert sich jedoch schnell mit dem Schwierigkeitsgrad in späteren Level. Dank der ansprechenden Grafik und dem coolen Spielkonzept lässt einem Hollow Grounds nicht mehr so schnell los, obwohl der Umfang mit 25 Level etwas klein ausfällt. Wir sind jedoch gespannt, was wir noch alles vom Schweizer Entwickler Full Color Planet erwarten dürfen.

4.1

Sehr gut


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Über den Autor

Besitzt fast jede gängige Konsole, verbringt aber die meiste Zeit vor seinen Nintendo-Geräten. Er sammelt Pokébälle und jeden Mist, den man in versteckten Truhen findet. In Racing-Games, besonders in Mario Kart, macht ihm keiner was vor. Deckt sich wie verrückt mit Figuren aus der Gamewelt ein, mit starker Auswirkung auf sein Portemonnaie. Motto: Still Alive! (PSN: Benjiix4 / WiiU: Benjiix)



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