Testlabor Inazuma Eleven Go Chrono Stones Thunderflash

Veröffentlicht am 13. April 2015 von Marco Stirnemann

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Inazuma Eleven Go: Chrono Stones – Donnerknall

Nur drei Monate nach den Ereignissen von „Inazuma Eleven Go“ kehrt Arion Sherwind an die Raimon Jr. High zurück und muss feststellen, dass sich auf dem früheren Fussballplatz jetzt ein Baseball-Feld befindet. Und was noch schlimmer ist – auch von der alten Mannschaft gibt es keine Spur mehr! Die Schüler vergnügen sich mit Aktivitäten wie Gymnastik, Musik und Kalligrafie, aber von Fussball keine Spur. Es ist als hätte der Sport nie existiert! Mit der Ankunft einiger mysteriöser Zeitreisenden aus der 200 Jahre entfernten Zukunft wird klar, dass nur Arion den Fussball retten kann.

Für alle, die jetzt noch immer nicht verstehen, warum sie Inazuma Eleven Go: Chrono Stones kaufen sollen, hier eine kurze Erklärung. Es handelt sich bei dem Titel um ein Pokémon inspiriertes Rollenspiel mit einer Fussballthematik, welche sich in den „Kämpfen“ bemerkbar macht. Diese kommen in einer Art Schere, Stein, Papier Fussballspiel daher. Gesteuert werden die Fussballspiele mit dem Stilus auf dem Touchscreen. Der Spieler zeichnet dabei die Gehwege der Spieler auf dem Platz und tippt auf die Figuren oder das Tor für einen Pass bzw. Schuss. Dies geschieht alles in Echtzeit. Sollten zwei rivalisierende Spieler aufeinandertreffen, geht der Rollenspiel Part los. Nach Auswertung der Elementarkraft des eigenen Spielers und der des Gegners wird entschieden welche Attacke oder Verteidigung genutzt wird. Das Spiel berechnet für beide Aktionen eine Zahl, die Höhere gewinnt. So könnt ihr die Verteidigung schwindelig spielen oder einen Angriff blocken und in Ballbesitz gehen. Das Selbe Spiel funktioniert, mit anderen Attacken, auch bei Schüssen auf das Tor.

Neben den Spezialfähigkeiten der Spieler, welche gekauft oder gefunden werden, gibt es noch die Möglichkeit zwei Spieler miteinander zu koppeln, damit daraus ein neuer stärkerer Spieler wird. Nach acht Stunden Spielzeit hat sich mir jedoch dieses Feature noch nicht so ganz erschlossen. Viele cooler sind die Rüstungen, die getragen werden können. Diese lassen den gewählten Spieler in einen „on fire“ Modus wechseln, der ih nahezu unbesiegbar macht.

Die Strategie und überhaupt der Anspruch der Kämpfe sind eher für ein junges Publikum. Der Langzeitspass kommt von den (laut Verpackung) 1000 Spielern, welche für das Team eingesetzt werden dürfen und die unzähligen Kombinationen von Fähigkeiten. Durch die schiere Masse an Anpassungsmöglichkeiten werden auch erfahrene Spieler über Monate beschäftigt sein. Das Team scheint nie perfekt abgestimmt zu sein.

Die Präsentation erinnert stark an Pokémon, jedoch sehen die Fussballspiele deutlich imposanter aus, als die Kämpfe der Taschenmonster. Der Soundtrack ist gelungen mit Ausnahme des absolut schrecklichen Intro Songs. Hier wäre besser auf eine Lokalisierung verzichtet worden. Während dem Abenteuer wird der wichtigste Teil der Story vertont wiedergegeben. Zusatzinformation oder Nebengespräche sind nur in schriftlicher Form vorhanden. Generell kann von einer guten Lokalisation gesprochen werden.

 

Fazit

Ich hatte sehr viel Spass und werde den Titel wohl auch noch einige Monate weiterzocken. Das Spiel kommt nicht ganz an die Faszination eines Pokémons heran, da das Sammeln der neuen Spieler zu einfach ist. Die „Kämpfe“ werden dafür so viel interessanter gestaltet, dass über das Manko locker hinweggesehen werden kann. In Sachen Präsentation zeigt der Titel vor allem fast alles was ich an den 3DS Ablegern der Pokémon Spiele vermisst habe. Es gibt vertonte Gespräche und die „Kämpfe“ sehen beeindruckend aus. Ein Crossover beider Titel wäre wohl das perfekte Spiel für eine einsame Insel mit Stromzufuhr.

88%

Ein Umfangmonster


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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