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Veröffentlicht am 5. Juni 2011 von Corina Ulmann

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Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D

Vor mehr als 100 Millionen Jahren bewohnten einst riesige Echsen unseren Planeten. Die ausgestorbenen Reptilien fasziniert noch heute Gross und Klein. Dank Kampf der Giganten: Dinosaurier 3D können wir in die Vergangenheit reisen und uns etwas genauer mit den Urechsen auseinander setzten. Kommt mit auf eine unspektakuläre Reise mit vielen ähnlich aussehenden Dinos mit langweiligen und linearen Levels.

Bin da, wer noch?
Inmitten eines Vulkans lebt der gefürchtete Archosaurus, der Unheil und Schrecken über das Dinoland bringt. Der Legende zufolge, können nur vier furchtlose Dinos ihn bezwingen und für Frieden auf dem Planeten sorgen. Um mit den bösen Dinos abzurechnen stehen einem vier unterschiedliche Dino-Arten zur Verfügung, die jeweils unterschiedliche Rassen beinhalten. Zur Auswahl steht: Räuber, Jäger, Verteidiger und Verfolger. Wird etwas durch das Spiel geklickt kommt es einem so vor, als ob der Umfang des Spiels beachtlich gross ist. Na dann fangen wir doch am besten einmal an. Ist die Wahl auf eine Kategorie gefallen, so stehen nun fünf Dinos zur Auswahl mit dem das Spiel begonnen werden kann.

Picasso
Bevor es mit dem Abenteuer aber los geht, kann der ausgewählte Dino einmal etwas verändert werden. Neben der Hautfarbe kann auch das Muster selber gewählt werden. Zu Beginn stehen einem zwar nicht alle Farben und Muster zur Verfügung, diese werden aber im Laufe des Spiels nach und nach freigeschaltet. Sobald der Dino dann mit Punkten und Sternen verseht und am besten noch Pink angemalt ist, kann es los gehen.

Grosser Umfang aber immer derselbe Ablauf
Durch eine kleine Einleitung wird einem die Geschichte des bösen Archosaurus erzählt. Die Idee hinter der Geschichte ist zwar nichts Neues ,doch für das, das der Titel eher Jüngere anspricht, sehr interessant. Leider verfliegt das Interesse sobald sich der Spieler mit dem Spiel beginnt. Der Dino läuft bei A weg und kommt bei B an. Dazwischen gibt’s einen linearen Weg, ein paar Sträucher und Bäume, Felsen die zerstört werden können und Äste, die beim drüber stampfen zerbrechen. Durch das Zerstören der Felsen und Äste sammelt der Dino Dinosaurierknochen ein, mit dem gewisse Extras freigeschalten werden. Wie zum Beispiel neue Farben, Muster oder auch der Dino nur im Skelett. Um das ganze Dinoabenteuer aber etwas spannender zu gestalten, begegnet der Spieler vier oder fünf bösen Dinos, die einem den Weg versperren. Im Verlaufe des Spiels wird der Protagonist massenweise Ausrüstungsgegenstände aufsammeln. Mit deren Hilfe kann der eigene Dino dann aufgerüstet und verstärkt werden. Komischerweise hab ich nur selten einen richtigen Unterschied zwischen einem Aufrüstungsgegenstand der Stufe eins zur Stufe drei gesehen. Denn im Kampf ist man selber so oder so immer der Schwächste, egal wie gut der eigene Dinosaurier ausgerüstet ist. Da der Kampf immer und immer wieder auf einer höher gelegenen Plattform spielt, gilt es stärkere und massivere Gegner einfach vom Rand herunter zu schupsen. Mit gekonnten Konterangriffen ist dies eigentlich nicht wirklich ein Problem. Gegner, die in den Körpermassen etwas gleich sind wie der eigene Dino, können normal bekämpft werden. Dabei drückt man immer wieder die gleichen zwei Knöpfe. Etwas kniffliger ist dabei das Ausweichen. Wenn der gegnerische Dino sich rot färbt muss man ausweichen. Dies ist einfacher gesagt als getan, denn das Timing muss auch noch stimmen. Wird das Steuerkreuz zu früh oder zu spät gedrückt (dabei handelt es sich nahezu um Sekunden) erwischt euch der gegnerische Dino und man sieht nach ca. drei bis vier Schlägen das Zeitliche. Wir selber aber müssen den gegnerischen Dino aber dann 10x mehr treffen um ihn zu besiegen (egal wie gut der Dino ausgerüstet ist)

Dino gegen Dino
Die gegnerischen Dinos sind nicht wirklich speziell. Gekämpft wird in einem Land immer gegen dieselbe Rasse. Ist dann endlich der letzte und protzigste Dino eines Landes erledigt wird das nächste Kapitel freigeschalten und da beginnt das langweilige Spiel wieder von vorne.

Multiplayerunterstützung?
Über den Onlinemodus kann ich nicht viel sagen, denn dieser ist alles andere als spektakulär. Er ist da aber wirklich gebrauchen kann man ihn nicht. Das Spiel unterstützt den StreetPass sprich: Entstammen die Dinosaurier unterschiedlichen Familien, werden hier virtuelle Kämpfe ausgetragen. Bei gleicher Herkunft wird die Kampfbegabungen ausgetauscht. Und besitzt ein Freund dasselbe Spiel, können Gegenstände  direkt miteinander ausgetauscht werden. Das wars auch schon.

Der Dino in Pink
Trotz dass das Spiel überaus linear gehalten wird und Spieler ihre Dinos Pink, Grün oder Gelb bemalen können ist der 3D-Effekt sehr gut gelungen und die Dinos ragen mehr oder weniger aus dem Bildschirm hinaus. Etwas schmählich sind die Umgebungen, die Details und der Sound ausgefallen, da hätte schon etwas mehr drin liegen sollen. Die Dinos können zwar sehr gut brüllen aber mehr als ein zusätzliches Gestampfe und Klänge der Vorzeit ist nichts Spezielles zu hören.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Kampf der Giganten: Dinosaurier bietet dem Spieler einen enormen Umfang und alle werden auf ihre Kosten kommen, wenn es ihnen nichts ausmacht, immer und immer wieder den selben Ablauf durchzuspielen. Auf den ersten Blick hat mich der Umfang regelrecht verblüfft doch als ich dann mit meinen Dinos den Kampf aufgenommen habe, merkte ich sehr schnell die Levelkopien. Zu Beginn hat es mich natürlich nicht wirklich gestört und die Informationen, welche man über die Dinos erhalten hat, waren wirklich sehr informativ. Doch wenn das letzte Level genau gleich aufgebaut ist, wie die 50 vorherigen Levels vergeht nicht nur mir den Spass. Auch wenn ich das Spiel durch die Augen eines Kindes betrachte, fällt mein Urteil nicht wirklich anders aus. Sicher wird ein Dino-Fan mehr Spass am Spiel haben als ich, doch finde ich es eine Frechheit den Kindern immer und immer wieder das Gleiche zu präsentieren. Die Story an sich ist wirklich interessant, doch was dazwischen kommt ist mehr schlecht als recht. Das Spiel sollten sich wirklich nur Dino-Verrückte zulegen, die auch mehr über die gigantischen Echsen erfahren möchten und die Lust verspüren, einen roten Dino mit gelben oder blauen Sternchen zu sehen. Der 3D-Effekt sieht auch sehr hübsch aus.

1.7


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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