Testlabor LEGO: Pirates of the Caribbean

Veröffentlicht am 25. Mai 2011 von Corina Ulmann

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LEGO Pirates of the Caribbean

Star Wars, Batman und Harry Potter sind nicht nur überaus bekannte Filmstreifen, sondern gehören auch in die Sammlung der LEGO-Franchise. Seit dem 10. Mai hat sich die Sammlung der LEGO-Spiele um eins erweitert und Captain Jack Sparrow erweist uns im witzigen Plastikformat die Ehre. Fluch der Karibik oder auch  Pirates of the Caribbean ist ein US-amerikanischer Piratenfilm der Walt Disney Pictures aus dem Jahr 2003, der von Jerry Bruckheimer produziert wurde und handelt von der Geschichte des Piraten Captain Jack Sparrow. Seit vergangenem Donnerstag ist das vierte Abenteuer des kurrligen Piraten im Kino gestartet und holt wieder tausende Fans vor die Kinoleinwand. Doch wer auch zu Hause mehr von Captain Jack Sparrow, Will Turner und Elizabeth Swann haben möchte, sollte sich einmal das neuste LEGO-Spiel genauer anschauen.

Typisch Jack
Wer erinnert sich alles noch an den ersten Streifen von Fluch der Karibik? Das erste Auftreten von Captain Jack Sparrow war ja alles andere als elegant. Er zerstört zwar sein Schiff, aber rettet nebenbei die schöne Elizabeth Swann. Die Anfangs-Szenen aus Fluch der Karibik ist zugleich das Intro zu LEGO – Pirates of the Caribbean (natürlich besteht alles aus LEGO-Teilchen)

Sobald das witzige Intro vorbei ist, geht es gleich ans Eingemachte und ihr schlüpft in den LEGO-Körper von Will Turner, der seine kaputte Werkstatt wieder in Ordnung bringen muss. Als dann plötzlich Jack zur Tür reinstürmt, beginnt auch schon der erste Kampf zwischen den Legomännchen. Wie es weiter geht, wissen die Fluch der Karibik-Fans bestimmt. Da Elizabeth Swann von den Piraten entführt wird, schliessen sich Will Turner und Jack Sparrow zusammen und machen sich gemeinsam auf den Weg.

Vier Abenteuer auf einer Disc
In LEGO-Pirates of the Caribbean wird nicht etwa nur der erste Teil der Fluch der Karibik-Reihe gespielt, sondern es stehen gleich alle vier Filme zur Verfügung. Wie bei den LEGO-Vorgängern Star Wars und Harry Potter kann auch bei LEGO- Pirates of the Caribbean das Szenarium ausgewählt werden. Je weiter und besser man spielt, desto mehr wird natürlich auch freigeschaltet. Pro Film gibt es jeweils fünf Kapitel die zahlreiche Charakter, Anspiellungen und versteckte Gegenstände besitzen. Da die LEGO-Spiele sehr viel Witz und Humor beinhalten, gilt es auch bei Pirates of the Caribbean eine gewisse Filmkenntnis mit zu bringen. Besitzt man selber keine Vorkenntnisse, könnten einige Anspielungen missverstanden werden und die Sequenz wirkt nur halb so witzig, wie sie eigentlich sein sollte.

Singleplayer trifft auf Multiplayer
Was bei LEGO grossgeschrieben wird ist, dass der Protagonist nie alleine unterwegs ist. Jedes Gruppenmitglied hat unterschiedliche Fähigkeiten, die gezielt eingesetzt werden müssen. Der eine wirft mit Äxten, der andere springt besonders hoch, der nächste kann nur gewisse Dinge reparieren und der andere kann durch Meereswände gehen. Insgesamt gibt es 70 bekannte und neue Charaktere aus dem aufregenden Pirates-Universum.

Von den Charakteren zum Multiplayer, der natürlich in einem LEGO-Spiel nicht fehlen darf. Mit dem typischen Drop-in/Drop-out-System kann zur jeder Zeit ein weiterer Spieler teilnehmen. Normalerweise teilen sich die Legomännchen ja einen Bildschirm. Doch sobald sich aber einer der Spieler etwas weiter entfernt wird der Bildschirm gekonnt gesplittet und wechselt dabei fliessend zwischen einer horizontalen oder vertikalen Trennung. Dies klappt aber nur auf einer Konsole, denn LEGO-Pirates of the Caribbean kann leider nicht online mit Freuden gespielt werden (was heut zu Tage eigentlich nicht mehr fehlen darf). Da die LEGO-Spiele oftmals von Rätseln nur so strotzen, ist Teamplay angesagt. Wenn einem kein Freund zur Seite steht, springt die K.I. ein. Mit dieser können zwar die Rätsel überwunden werden, doch die künstlichen Kameraden kämpfen schlecht und sammeln keine Lego-Teile ein -> mehr schlecht als recht. Im Verlaufe des Spiels werden dann die 70 Charaktere nach und nach freigeschalten. Um gewisse Rätsel zu lösen gilt es dann, mit den neu gewonnenen Charakteren die Rätsel in einem vorherigen Film zu lösen.

Nicht alles nur LEGO
Wie schon der LEGO-Vorgänger LEGO-Star Wars 3 bewiesen hat, müssen sich die LEGO-Spiele nicht verstecken. So auch der neuste Ableger: Pirates of the Caribbean kann sich sehen lassen. Gewisse Orte, darunter auch die Küste, können sich ebenfalls wirklich sehen lassen und überzeugen mit ihrer detailreichen Umgebung. Einziges Manko sind die düsteren Abschnitte, in die wir uns begeben müssen. Diese sind ab und zu etwas zu düster, doch betrifft dies nur einen sehr kleinen Teil des Spiels.

Besonders erwähnenswert ist der Soundtrack des Spiels. Nicht nur die Fans im Kino kommen soundtechnisch auf ihre Kosten, sondern auch all diejenigen, die sich LEGO-Pirates of the Caribbean zugelegt haben. Natürlich wird durch das Spiel kein einziges Wort gesprochen, denn das Spiel lebt von der Gestik und Mimik der LEGO-Männchen.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Ich war und bin kein besonderer Fan von Games, die von einem Film stammen, doch bei der LEGO-Franchise kann man getrost eine Ausnahme machen. TT Games hat es wieder einmal sichtlich geschafft, dass das Videospiel zum Film nicht zum wegrennen ist. Doch muss ich sagen, ich hatte von Anfang an kein schlechtes Gefühl bei dieser Sache, da auch die Vorgängern von LEGO-Pirates of the Caribbean überaus gelungen sind. Die Szenen werden sehr gut inszeniert und auch der Humor kommt hier definitiv nicht zu kurz. Einziges grosses Manko ist und bleibt, dass das Spiel nicht online mit Freunden gezockt werden kann. Wer sich an den Fluch der Karibik-Filmen erfreuen kann, sollte sich die LEGO-Version definitiv nicht entgehen lassen.

4.1


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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