Testlabor Lord of Arcana

Veröffentlicht am 24. Februar 2011 von Gero Galati

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Lord of Arcana

Ganz RPG-typisch wählt ihr aus verschiedenen Klassen eine aus. Danach gebt ihr eurem Charakter einen Namen, wählt eine Hautfarbe, ein Gesicht, eine Frisur und wählt für ihn eine Stimme. Habt ihr dies getan, steht dem Abenteuer nichts mehr im Wege.

Wo bleibt die Story?
Ihr findet euch in einer riesigen Höhle wieder, habt eine super Ritterrüstung und bekommt die Tastenbefehle erklärt. Nach gut zwei Minuten habt ihr euren ersten Kampf gegen einen kleinen Goblin. Am Ende des Kampfes werdet ihr bestimmt bemerken, dass der Charakter bereits Level 45 hat – und dies nicht ohne Grund. 10 Minuten später steht schon der erste Boss vor euch. Ist der Drache erledigt wird der Bildschirm kurz schwarz und eine Geschichte wird mithilfe eines kurzen Films erzählt. Euer Charakter hat angeblich eine enorme Kraft und Macht. Damit hat er die Chance, der sehnlichst erwartete Herrscher über die Arcana zu werden.

Nach dem Film erwacht  man und findet sich in einem Tempel mit 8 Monolithen wieder. Zwei kleine, fliegende Wesen erklären, dass ihr euer Wissen verloren habt. Um es wiederzuerlangen müsst ihr unzählige Quests absolvieren. So endet die Geschichte und die Story wird nebensächlich.

Das Dorf
Verlasst ihr den Tempel, gelangt ihr in ein kleines Dorf, in dem es eine Gilde der Monstertöter gibt. Um dazuzugehören müsst ihr eine (extrem) einfache Beitrittsprüfung bestehen. Nebst der Gilde gibt es noch einen Alchimistenladen, einen Schmid, einen Gemischtwarenladen, euer Lager für gefundene Gegenstände und ein Haus, in dem ihr euch mit bis zu vier Mitstreitern in die Schlachten stürzen dürft. Ebenfalls gut erkennbar ist der Speicherort, der rosa aufleuchtet.

Die Quests
Habt ihr den Beitritt geschafft, werden euch immer mehr Quests angeboten. Die Abwechslung ist leider extrem niedrig ausgefallen. Entweder besiegt ihr 5 Goblins, erledigt 3 Mandragoras, sucht 5 Sandwellenrosen, sucht … usw. Während der Quest werden die Ortschaften oben rechts in Kleinformat angezeigt. Oft müsst ihr einen Feind besiegen, damit sich eine Tür/Passage öffnet. Solche Kämpfe nennt man Wächterkämpfe. Die Gegner sind mit einem Schlüssel der über den Köpfen hängt gekennzeichnet. Sterbt ihr während einer Quest, werdet ihr meistens bis zu zwei Mal wiederbelebt.

Der Kampf
Ein Kampf beginnt, wenn ihr ein Gegner berührt, oder er euch. In einem Kreis findet der Kampf statt, von dem man nicht hinausrennen kann. Läuft ihr jedoch genügend lange gegen die rote Grenze, so begeht ihr eine Flucht. Die Kamera kann mit dem Steuerkreuz gedreht werden. Dank der linken Schultertaste sind die Gegner schnell anvisiert. Die Feinde sind leider sehr schlecht programmiert. Oft stehen sie nur vor euch und greifen nicht an, andere schützen sich eine Zeit lang. Jene können jedoch leicht umgangen werden. Man begibt sich einfach schnell hinter den Rücken. Steht ihr nun vor dem Gegner ist häufiges Tastendrücken gefragt. Ihr drückt, drückt, drückt und zwischendurch blockt ihr bis der Kampf fertig ist. Ist der Gegner anvisiert und knapp vor seinem Ende verpasst ihr ihm mit der Kreistaste einen Gnadenstoss. Der Gnadenstoss löst jeweils ein kurzes Filmchen aus, das jedoch beim selben Gegner immer das Gleiche ist. Habt ihr die Szene ein paar Mal gesehen, spart ihr euch eine Menge Zeit, wenn ihr es sein lässt.

Gegenstände und Erfahrungspunkte
Ist der Feind ausgeschaltet, hinterlässt er meistens Gegenstände. Mit jenen Gegenständen können neue Waffen, Rüstungen, Kugeln oder Zauberkarten hergestellt oder verbessert werden. Nach dem Kampf erhält ihr ebenfalls EP’s (Erfahrungspunkte) um ein Level höher zu steigen. Desto höher das Level, desto höher wird euer Leben und eure Stärke.

Endbosse
Jeder Monolith im Tempel steht für einen Endboss. Die Endbosse sind die einzigen Gegner im Spiel, die Taktik erfordern. Ihr könnt den Gegner so oft schwächen wie ihr wollt, er wird nie sterben. Erst das Duell wird ihn endgültig zerstören.  Wird ein Endboss stark geschwächt beginnt ein Duell. Das Duell läuft mit Quick-Time Events ab. Drückt ihr die falsche Taste beim Event so schlägt der Gegner euch und ihr befindet euch wieder im normalen Kampf. Jedoch ist der Gegner nachher immer noch extrem geschwächt und das Duell beginnt bald wieder. Nachdem ihr den ersten Endboss besiegt habt, könnt ihr die sogenannte Macht der Arcana spüren.

Arcana
Wenn ihr von nun an eine Quest absolviert, kommt es vor, dass ihr die Kraft der Arcana spürt. Da oben rechts die Karte abgebildet ist, werdet ihr die Arcana-Kraft schnell finden. Wie bei einem Radar leuchtet der Abschnitt rot auf. Beginnt ihr in jenem Abschnitt einen Kampf, nennt sich der Kampf „Sammelkampf“. Besiegt ihr das Monster, so kann es sein, dass die Arcana die Kraft des Monsters in einen Stein einfängt. Jener Gegenstand ist natürlich seltener als andere. Ob die Arcana das Monster nun in einen Kern verwandelt oder nicht, hängt von der Leistung eures Kampfes ab.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Wer ein actionreiches Rollenspiel ohne grosse Story und ohne grosse Abwechslung möchte, der kann getrost zugreifen. Die Kämpfe laufen in Echtzeit und schnell ab. Das Herstellen von den verschiedenen Waffen und Rüstungen macht grossen Spass, was sogar zwischendurch immer wieder motivieren kann. Schade nur, dass die Gegner zum Teil sehr abwechslungsarm sind und den Spass extrem trüben. Die Landschaften wurden leider auch recht unschön verziert. Alles sieht im Grossen und Ganzen gleich aus. Unter dem Strich ist Lord of Arcana ein Spiel, das man zwar gern haben kann, aber um es wirklich zu lieben bräuchte es schon Amors Pfeile. Schön ist noch zu erwähnen, dass Square Enix erst kürzlich ein neues Questpack gratis im Playstation Store angeboten hat.

3.2


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