Testlabor Madden NFL 12 - Teaser

Veröffentlicht am 4. November 2011 von Adrian Dermon

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Madden NFL 12

Nehmen wir mal an, dass jemand ein Sportspiel testen muss, der nur die Grundregeln der Sportart kennt. Wie kommt er wohl damit zurecht? Genau diese Frage, dachten sich auch meine Kollegen und gaben mir das Sportspiel Madden NFL 2012 in die Finger. Nun gut, über die Sportart selbst, weiss ich genügend Bescheid, doch obwohl auch diese EA Serie jedes Jahr erscheint,  spielte ich es zum ersten Mal. Nun aber genug gejammert und ab aufs Feld.

American Football
Wer noch nie was von American Football gehört hat, was ich aber bezweifle, für den gibt es noch rasch einen Crashkurs. Wie beim Fussball treten zwei Mannschaften mit elf Spielern gegeneinander an. Dabei versucht das jeweilige Team, das den eiförmigen Ball hat, auf die andere Seite durchzubrechen und einen Touchdown zu erzielen. Natürlich versucht dies das andere Team zu verhindern. Nur wenn das angreifende Team genügend Yards zurücklegt, bleiben sie im Ballbesitz. Nebst der Tatsache, dass es härter als im Fussball zugeht und mit den Händen gespielt wird, beinhaltet das Spiel auch viel mehr taktische Spielzüge.

Taktik ist alles
Wie bereits erwähnt, kenne ich die Vorgängerspiele nicht, weshalb ich mich zuerst informieren musste, was eigentlich neu ist. Ein Kollege half mir dann doch weiter.  Als wir gegeneinander zockten fiel ihm bereits auf, dass die Auswahl der Züge nun viel direkter während der Spielphase durchgeführt werden können. Natürlich dürfen  die Taktiker unter euch auch in den unzähligen Menüs die verschiedensten Spieltaktiken aufstellen. Für Anfänger wie mich ist diese einfachere Variante sicher viel leichter. Wir spielten also erst einmal gegeneinander ein schnelles Spiel. Im Gegensatz zu Fussball musste ich mich aber erst daran gewöhnen, dass es immer wieder lange Unterbrüche gab und da mein Kollege ein Taktiknarr war, diese umso länger gingen. Natürlich brach er oft durch meine Verteidigung und schaffte sogleich einen Touchdown. Als ich danach zum Angriff kam, wählte ich eine von den vielen Spielzügen aus, die mir der Computer vorschlug, Leider brachte mein Kollege mich immer wieder zu Fall. Statt mit Pässen versuchte ich es danach einfach mal ohne Taktik und mit einem einfachen Run. Und siehe da, endlich gelang es mir einige Yards zu gewinnen. Mit dem Kopf durch die Wand funktioniert also auch. Leider reicht dies natürlich nicht für einen Touchdown. Und so ging ich natürlich haushoch unter. Mein Kollege war aber überrascht, dass sich nur sehr wenig verändert hat. Nur bei den Kicks und beim noch leichteren Auswählen der Spielzüge konnte er Veränderungen zum letztjährigen Spiel finden.

Der Umfang
Ok gegenüber dem sehr gut spielbaren Vorgänger hat sich auf dem Rasen taktisch gesehen nicht viel getan, doch was ist mit dem Umfang. Überraschenderweise hat hier das Spiel abgenommen, statt neues hinzugewonnen. So wurde der AFL Modus gestrichen. In diesem konntet ihr in Madden NFL 11 noch mit historischen Teams gegeneinander antreten.  Nun gut, abgesehen davon sind wieder alle Spielmodis vom letzten Jahr vorhanden. Von einem Schnellen Spiel, dem Nachspielen des letzten Super Bowls, dem umfangreichen Karrieremodus sowie den weiteren Spielmodis, ist alles vorhanden. Dazu wurden die Möglichkeiten in den einzelnen Spielmodis ausgebaut. Auch dieses Jahr lässt es keine Wünsche offen, obwohl ihr kaum mehr erhaltet als letztes Jahr.

Zusammen sind wir stark
Obwohl sich auch beim Multiplayer gegenüber dem Vorjahr  nichts geändert hat, muss man ihn auch dieses Mal hervorheben.  So macht vor allem das Spiel gegeneinander off- oder auch online viel Spass und lässt eigentlich keine Wünsche offen. Ausser vielleicht, dass nur drei Spieler in der gleichen Mannschaft sein dürfen, erscheint doch als etwas zu wenig. Die Fifa Reihe macht es da um einiges besser. Dafür dürft ihr wieder eine eigene Community eröffnen und gegen Spieler aus der ganzen Welt antreten.

Hübsches Ding
Schon Madden NFL 11 sah super aus und auch sein Nachfolger wurde nicht hässlicher. Im Gegenteil  neben dem Platz ist jetzt noch viel mehr los. Sei dies beim Einlaufen oder Maskottchen, die neben dem Platz agieren.  Beim Nachspiel des Super Bowls könnte man sogar das Gefühl haben eine Live Übertragung aus dem Fernsehen zu sehen. Wären da nicht die sehr lieblos gemachten Zuschauer. Wie fast bei allen Sportspielen von EA sehen diese einfach nur hässlich aus. An das gesamte EA Sports Team: Auf dem Platz habt ihr alles im Griff, bitte sorgt euch auch darum, dass nun die Zuschauer eine Schöhnheitskur erhalten. Ansonsten ist alles auf Topniveau.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Da ich zum ersten Mal diese Spielereihe gespielt habe, war ich wirklich überrascht, wie spassig aber auch taktisch das Ganze ist. Nur mit der richtigen Strategie ist es möglich Punkte zu erzielen. Dabei wurde die Steuerung nochmals für Anfänger vereinfacht ohne Profispieler zu vernachlässigen. Auch mein Kollege hatte Spass daran, fand jedoch dass es kaum Unterschiede zu Madden NFL 11 gibt. Leider ist auch dieses Mal alles in Englisch, da EA auf eine Übersetzung komplett verzichtete, Schade. Wer Englisch kann und noch nicht den Vorgänger besitzt, darf bedenkenlos zugreifen. Alle die das letztjährige Spiel besitzen, sollten sich nur den Kauf überlegen, wenn Sie die aktuellen Mannschaften spielen möchten. Spielmässig ist es nämlich nicht nötig.

4.1

Sehr gut


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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