Testlabor Mario Golf World Tour

Veröffentlicht am 18. Mai 2014 von Adrian Dermon

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Mario Golf: World Tour

Mario und seine Freunde wissen, wie sie sich nach ihren Abenteuern und den rasanten Kart Fahrten entspannen können, nämlich mit einer Partie Golf. So ist Mario Golf auch eines der ältesten Franchisen der Mario Reihe, die nun auch auf dem 3DS Halt macht. Doch kann es nach all den Jahren überhaupt noch frischen Wind erzeugen. Wir warfen einen Blick darauf.

Altbewährtes
Nintendo geht typischerweise auch bei Mario Golf kein Risiko ein und setzt auf viel Altewährtes. Wie bereits gesagt, haben sie jede Menge Erfahrung in diesem Sportgenre und das bemerkt ihr sehr rasch auf dem Platz. Denn dort spielt es sich hervorragend. Dabei gibt es für Anfänger eine automatische Einstellung, so dass sie nur den richtigen Zeitpunkt abwarten müssen, um den Knopf zu drücken und abzuschlagen. Trotzdem muss der Wind einberechnet und der richtige Schläger ausgewählt werden. Profis können dagegen fast alles manuell bestimmen und so auch Zauberschläge ausführen. Natürlich braucht dies viel Training, doch das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die verschiedenen Locations sind sehr schön geraten und halten einige Hindernisse bereit. Dazu gibt es noch Speziallandschaften, die sich an berühmte Mario Level lehnen und auch spezielle Items wie Bomben oder Münzen bieten, die euren Ball beeinflussen. Auch dies macht sehr viel Spass. Nun fragen sich sicher einige, warum ich nur vom Gameplay schreibe und nicht über die Modi. Dies ist einfach, denn die Modi sind im Gegensatz zum eigentlichen Spielspass sehr durchschnittlich geraten.

Hallo Schweiz?
Um auf die tollen Plätze zu gelangen, habt ihr zwei Möglichkeiten. Entweder wählt ihr eine schnelle Runde, in der ihr als einer der Nintendo Charaktere den Schläger schwingt, oder ihr wählt den Palastclub aus, der ein einfacher Karrieremodus darstellt. Bei der schnellen Runde überrascht, dass die verschiedenen Figur eigentlich recht wenig voneinander abweichen. Die stärkeren Kerle wie Bowser oder Wario schlagen ein bisschen weiter, einen Unterschied merkt ihr aber kaum. Dies macht trotzdem viel Spass und die Animationen der Charaktere sind wirklich lustig geraten. Dennoch geht auch eine kurze Partie oftmals länger als erwartet, so dass ihr euch schon ein wenig Zeit nehmen müsst.
Beim Palastclub spielt ihr nicht mit einer Nintendo Figur, sondern mit eurem persönlichen Mii, natürlich könnt ihr auch einen neuen Mii erstellen. Danach müsst ihr nur noch die Nationalflagge auswählen und schon geht es los. Das Unglaubliche dabei: Die Schweiz ist nicht vertreten! Natürlich gehören wir nicht zu den grössten Ländern, wenn aber andere Länder, in denen Nintendo weniger präsent ist wie zum Beispiel Kenia, eingebunden werden, muss man sich schon fragen, wer hier wirklich wichtiger ist. Zumal alle umliegende Länder vertreten sind. Nun gut, wählt eine Flagge, die ihr mögt aus und ihr gelangt in den Palastclub. Dort darf sich euer Mii frei bewegen und das Ziel ist es mit eurem Mii die drei grossen Turniere zu gewinnen und Items zu sammeln. So weit so gut, leider ist die Wegfindung trotz hübschem Aufbau verwirrend und die herumwuselnden Figuren keine grosse Hilfe. Dazu sind die Turniere viel zu leicht, so dass die Aufgabe rasch durchgespielt ist. Zwar gibt es auch viele versteckte Level, aber trotzdem verspielen sie hier viel Potenzial.

Der normale Onlineärger und das Positive
Kommen wir kurz zum Onlinemodus, den Nintendo immer noch nicht im Griff hat. Die mühsahme Eingabe des Codes gehört immer noch zur Tagesordnung und auch die Modi sind mau ausgefallen. Schade Nintendo, wenn ihr wirklich wollt, dass man auch online mehr zusammen zockt, dann schielt einmal zur Konkurrenz rüber. Was wiederum zum Positiven zählt, ist die Präsentation. Denn egal ob die Charaktere oder die Plätze, es sieht alles super aus. Dazu stimmt die Ballphysik auch, so dass ihr immer wisst, dass nicht das Spiel, sondern ihr verantwortlich seid. Der ruhige Soundtrack ginge auch in Ordnung, wenn ich nicht nach ein paar Minuten bereits den Ton abgestellt hätte. Die Gründe waren der nervige Kommentator, der jeden guten Schlag mit einem “gut gemacht” oder anderen Sprüchen belanglos beantwortete sowie die nervigen wuselnden Stimmen der Nebencharaktere. Vor allem Toad, der mehrmals vorkommt, wird euch den letzten Nerv rauben. Also Ton ab und die Schönheit der Plätze geniessen.

 

Fazit

Jeder der Golfen möchte, findet hier eine sehr gute Umsetzung des Sports mit den berühmten Nintendo Figuren. Ob Anfänger oder Profi, es gibt genug Möglichkeiten seinen Schlag zu verbessern. Jedoch enttäuscht der veraltete Onlinemodus sowie nerven die Tonschnitte auf die Dauer. Dazu sind die Modi stark begrenzt. Auf dem Platz habt ihr das meiste davon aber wieder vergessen und werdet darüber hinwegsehen können.

78%

Tolles Golfen, aber...


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



Eine Antwort zu Mario Golf: World Tour

  1. Steffi Esposito sagt:

    Ist bestimmt auch toll-wie jedes Mario Spiel.Meine 2 Jungs hatten jetzt das Power Tennis bekommen und das spielen sie voll gerne.Der Kleine Freut sich immer,wenn er gewinnt!!!

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