Testlabor Mario Party 10

Veröffentlicht am 30. März 2015 von Corina Ulmann

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Mario Party 10

Seit dem letzten Mario Party auf der Wii sind drei Jahre vergangen und nun kommt die Wii U endlich in den Genuss des bekannten Partyspiels aus dem Hause Nintendo. Dabei wurde einiges umgekrempelt und verändert. Das Hauptmenü sieht sehr aufgeräumt auf. Kein Wunder, es befinden sich auch gerade einmal drei Modi zur Auswahl. Ein Amiibo-Modus, eine Bowser-Variante und der berühmt berüchtigte Partymodus.

Im normalen Partymodus sitzen, wie bereits im Mario Party 9, alle in einem Boot beziehungsweise in einem Fahrzeug und würfeln so gesehen zusammen durchs Spielfeld. In diesem Modus können bis zu vier Spieler zeitgleich zocken. Werden nicht alle von realen Spieler besetzt, übernimmt der Computer deren Rolle. Je nach Würfelglück oder Pech landen die Spieler nur selten auf einem Minispiel-Feld. Da kann es nach den 30 Minuten Spielzeit durchaus vor kommen, dass es vielleicht gerade einmal eine Handvoll Minispiele zu meistern gilt. Sowohl nach der ersten Spielhälfte sowie auch am Ende wartet ein Bosskampf auf euch. Besonders Herausfordernd sind diese jedoch nicht. Nach einem erfolgreich absolvierten Modus erhalten die Spieler Punkte. Diese können dazu genutzt werden, um zum Beispiel neue Charaktere oder Fahrzeuge freizuschalten. Leider stehen gerade einmal fünf Spielbretter zur Verfügung, die allesamt zirka eine 30-minütige Spielzeit besitzen.

Als zweite Variante wartet die Bowser Party auf euch. In diesem Modus kann ein Spieler in die Haut von Bowser schlüpfen. Nur hier es möglich, dass bis zu fünf Spieler auf einmal spielen können. Wieder sitzen die vier Helden gemeinsam in einem Fahrzeug und müssen um ihr Leben fliehen. Nachdem jeder gewürfelt hat, kommt Bowser zum Zug. Er hat insgesamt vier Würfel um euch einzuholen. Würfelt er mehr oder gleich viel wie die Spieler zuvor, so gilt es ein Minispiel zu meistern. Ihr kämpft dabei nicht um Münzen, sondern um euer Leben. Im Laufe des Spiels sammelt ihr Herzen, die aber alle auf einmal in einem Spiel verloren werden können. Werdet ihr getroffen, so scheidet ihr nicht einfach aus, sondern verliert ein Herz. Wer keine Herzen mehr hat, kann nicht mehr mitspielen. Somit wird es immer wie schwieriger das Spiel bis zum Ende zu meistern. Eine wirklich kleine Herausforderung für alle.

Zuletzt gäbe es da noch der Amiibo-Modus. Mindestens ein Amiibo muss vorhanden sein, um diesen starten zu können. Die restlichen Spieler können entweder auch als Amiibo antreten oder als einfache Pappfigur mitspielen. Dieser Modus ist der einzige auf einem klassischen Spielbrett in dem es wie früher nach jeder Runde ein Minispiel gibt. Auch gilt es hier die klassischen Sterne und Münzen zu sammeln. Wer bis zum Ende am meisten ergattert, hat gewonnen. Wer mit einem Abiimo spielt, kommt in den Genuss von gewissen Zusatzfunktionen, die gesammelt und eingesetzt werden können. So ist es möglich mehr Sterne auf dem Spielbrett zu verteilen oder gar das Spielbrettaussehen zu ändern.

Auch wenn der eigentliche Spielablauf nicht mehr sehr viel Ähnlichkeiten mit den Mario Partys auf dem N64 oder dem Nintendo Cube haben, bleiben einem wenigstens die Minispiele, die so gelungen sind wie eh und und je. Einfach in der Handhabung und leicht verständlich. Diese sind und bleiben das Herzstück von Mario Party. Optisch ist der typische Look beibehalten worden und sprechen die typische Zielgruppe des Nintendohits an.

Fazit

Mario Party 10 ist keine Neuerfindung des Spiels, sondern eher eine erweiterte Kopie vom neunten Teil. Die Neuerungen wie der Bowser- und Amiibomodus bringen frischen Wind ins Spiel und sorgen dafür, dass sogar bis zu fünf Spieler miteinander spielen können. Im Alleingang macht das Spiel nach wie vor nur mässigen Spass. Mario Party ist und bleibt daher ein reiner Mehrspielertitel und sollte auch so genutzt werden. Die Qualität der Minispiele bleiben top und sorgen sicher für den einen oder anderen Ausrufer in der Gruppe. Für mich ist ein kleines Stück Mario Party aber mit der Abschaffung des klassischen Spielablaufes gestorben. Die Sternensammlung und wählende Spieldauer waren für mich das, was Mario Party auf dem N64 und dem Cube ausgemacht hatten. Weniger Minispiele und nur einen Weg mit vier Spieler ist irgendwie nur noch ein halbes Mario Party.

83%

Routiniertes Serienjubiläum


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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