Testlabor Mario-Sonic-at-the-Sochi-2014-Olympic-Winter-Games

Veröffentlicht am 11. November 2013 von Marco Stirnemann

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Mario & Sonic bei den Olympischen Winterspielen: Sotschi 2014

Mit 16 klassischen Olympischen und acht Traumdisziplinen ist der Umfang im neuestem Olympischen Winterspiel mit Mario und Sonic gross genug für manche Multiplayer Sessions. Im Singleplayer ist der Titel eine grössere Herausforderung als die früheren Spiele. Für alle Einzelspieler bietet es einen Modus, in dem jede Disziplin gespielt wird. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei relativ hoch. Dies liegt nicht zwingend am eigenen Können, sondern viel mehr an der teilweise ungünstigen Steuerung. Scheinbar ist es auch nach  einigen Jahren noch nicht möglich bei Ausdauer und Koordinationsspielen die Steuerung für Links und Rechtshänder einzustellen. Bei Disziplinen wie Eisschnelllauf habe ich auch nach dem 15. Versuch noch nicht herausgefunden, wie ein Weltrekord aufgestellt werden könnte. Generell wirkt die Steuerung so schlecht wie in noch keinem Vorgänger dieser Reihe.

Für den Multiplayer gelten die Kritikpunkte nur vereinzelt. Natürlich können auch da keine Rekorde gebrochen werden, solange die Steuerung nicht verinnerlicht wurde, doch haben da wenigstens beide Spieler die gleichen Probleme. Spiele wie Curling oder Skispringen sind zudem ein echter Kracher im Multiplayer. Überhaupt nicht überzeugen konnte dafür Eishockey. Die Traumdisziplinen werden dabei immer wichtiger, denn da kann vor allem auf den Spielspass geachtet werden, ohne die Regeln einhalten zu müssen. So gibt es ein Schlittenrennen, welches extrem an die Podracer Rennen aus Star Wars erinnert. Die Schneeballschlachten und Snowboardrennen überzeugen ebenfalls.

Grafisch ist der Titel eine Enttäuschung. Starkes Kantenflimmern und wenige Details werden auf dem Bildschirm präsentiert. Generell wirkt der Titel eher wie eine leicht verbesserte Version eines Wii Spiels und nicht wie die nächste Generation einer allseits beliebten Spielereihe. Der Sound ist noch immer OK und die “Schreistimme” gehört zu der Serie wie Sonic und Mario.

Fazit

Fans der Olympischen Spiele mit Mario und Sonic werden zu 95% auch Multiplayerspieler sein. All diese Personen können auch beim neusten Ableger zugreifen. Der Titel bietet jede Menge, teilweise aber auch bekannte, Disziplinen. Somit unterhält der Titel für viele Abende. Für Einzelspieler sieht es ganz anders aus. Hier wird es nach kurzer Zeit öde und der online Multiplayer wird nie ein richtiger Ersatz zu ein paar Freunden im Wohnzimmer darstellen. Vor allem bin ich von den teilweise schlechten Steuerungsschemas und von der detailarmen Präsentation enttäuscht. Solche Spiele müssten dafür gedacht sein, die Spieler auf die Olympischen Spiele anzuheizen. Die aktuelle Fassung lässt mich jedoch in etwa so kalt wie die kommenden Spiele in Russland sein werden. Hoffen wir, der kommende Ableger für die Sommerspiele in Brasilien wird wieder mehr Glanz versprühen.

70%

Der Multiplayer macht Spass


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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