Testlabor Mario Sports Mix

Veröffentlicht am 1. März 2011 von Federico Gagliano

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Mario Sports Mix

Tennis, Fussball oder Baseball – Mario und seine Freunde beherrschen jede erdenkliche Sportart. Dies beweisen sie einmal mehr mit Mario Sports Mix, das gleich vier Sportarten auf einmal beinhaltet. Mehr fürs Geld? Leider doch nicht ganz.

Altbekanntes
Hockey, Volleyball, Basketball und Völkerball sind die auserwählten Disziplinen, in denen sich Mario & Co. messen können. Die Struktur ist immer gleich: Einzelne Matches oder kleine Turniere dürfen mit Freunden gespielt werden, wobei bei den Turnieren nur zwei Spieler miteinander spielen, während bei den anderen Sportarten bis zu vier Spieler gegeneinander antreten. Mehr sind auch nicht nötig, denn alle Teams bestehen nur aus zwei Spielern.

Level und Charakterauswahl beinhalten nicht wirklich viel Neues. Die üblichen Verdächtigen wie Yoshi, Bowser oder Donkey Kong verstärken die Auswahl, während die Levels je nach Thema verschiedene Hindernisse enthalten. Déjà-vu-Effekte sind vorprogrammiert. Willkommen ist die Möglichkeit, mit den eigenen Miis spielen zu können. Wer schon immer mal Mario einen Völkerball ins Gesicht werfen wollte, kommt hier auf seine Kosten. Noch mehr Charaktere und Spielfelder werden durch die Turniere freigeschaltet.

Leider bietet Mario Sports Mix inhaltlich viel zu wenig. Als Party-Spiel eignen sich die kurzweiligen und einfachen Sportarten ideal, aber für Solo-Spieler bietet das Spiel wenig bis gar keine Herausforderung. Das liegt auch am stark repetitiven Gameplay.

Schütteln, Klicken und Punkten
Steuern könnt ihr mit oder ohne Nunchuk. In beiden Fällen werdet ihr kaum überfordert, denn das Gameplay ist extrem simpel gehalten. Die meisten Befehle werden durch Schütteln der WiiMote ausgeführt, während die Knöpfe nur für Spielerwechsel oder das Benutzen von Items gebraucht werden. Dabei unterscheidet sich die Steuerung in den unterschiedlichen Sportarten kaum. Das macht das Spiel zwar zugänglicher, vernichtet aber alle Hoffnungen auf eine Herausforderung.

Die Hindernisse in den jeweiligen Level sowie die üblichen Items, wie die Schildkrötenpanzer, bringen eine Prise Willkür mit sich, die meist für belebte und witzige Partien sorgen, solange ihr ein paar Freunde dabei habt. Gesammelte Münzen steigern ausserdem eure Punktezahl, falls ihr den Korb/ das Tor / den Treffer auch landet. Jeder Sport besitzt ausserdem eine eigene Mini-Spiel Variante, was aber den Inhalt kaum bereichert.

Copy & Paste Arbeit
Die Präsentation gleicht, wie der Rest des Spiels, allen anderen Mario Titeln. Die bunte Pilzwelt mit ihren fröhlichen Melodien ist zwar nicht hässlich, der Charme geht aber langsam verloren. Dies liegt vor allem daran, dass wirklich rein gar nichts neu wirkt. Alles scheint irgendwo bereits schon einmal benutzt worden zu sein.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Mario Sports Mix scheitert hauptsächlich am Inhalt. Die Menge ist zu klein, das vorhandene nicht neu. Das einfache Gameplay macht es zum idealen Party-Spiel, jedoch wiederholen sich die kurzen Matches schnell. Einzelspieler kriegen hingegen rein gar nichts geboten. Mario wollte dieses Mal wohl einfach zu viel. Nächstes Mal sollte er sich nur auf eine Sportart konzentrieren, diese dafür aber um so besser beherrschen.

2.9


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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