Testlabor Mario Tennis Ultra Smash

Veröffentlicht am 16. November 2015 von Adrian Dermon

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Mario Tennis: Ultra Smash

Obwohl Mario ein kleines Bäuchlein hat, ist er doch ein Wahnsinnssportler. Er fährt Rennen, kämpft gegen seine Spielerkollegen oder spielt eine Runde Golf. Sogar als Fussballer oder an den olympischen Winter- sowie Sommerspielen hat er es geschafft. Ein weiteres Franchise, das fast ein wenig unterging, ist Mario Tennis, welches aber auch auf jeder Nintendo Konsole erschien. Es war auch das einzige Spiel von Mario, das auf dem Virtual Boy herausgekommen ist. Nun nimmt er den Schläger auf der Wii U in die Hand.

Auf dem Platz
Kommen wir direkt zum Wichtigsten  in einem Sportspiel, nämlich die Spielbarkeit bzw. dem Gameplay. Auf dem Platz machen Mario und  Konsorten wieder eine gute Figur. Die Bälle flitzen je nach Spiemodi mal realistischer und mal comichafter über das Feld. Jeder Charakter hat dabei seine eigene Stärke von der Schnelligkeit bis zur Aufschlagstärke. Wie immer findet jeder seinen Charakter, mit dem er am Besten spielen kann. Spielt ihr ein normales Match gibt es spannende Partien, in denen diejenigen im Vorteil sind, die ein wenig von Tennis verstehen. Jedoch ist die Spielbarkeit so einfach umgesetzt, dass es kaum kurze Ballwechsel gibt, da viele Bälle fast immer spielbar sind. Frust kommt deswegen nicht so schnell auf. Es gibt auch verschiedene Untergrunde, die den Ball anders aufspringen lassen und so ein wenig Abwechslung bieten. Schade ist, dass bei der Steuerung wiederum nichts aussergewöhnliches gibt. Egal ob Wii U Gamepad oder mit dem normalen Wii Controller, ihr braucht fast nur zwei Knöpfe und das Steurkreuz. Eine Möglichkeit die Wiimote wie früher als Schläger herumzuschwingen, wurde nicht eingebaut, als hätte Nintendo vergessen, warum sie früher mit der Wii so Erfolg hatten.

Wenige Spielmodi
Auf dem Platz schlägt sich das Spiel also ordentlich, das sollte doch die halbe Miete sein oder? Dies trifft zwar zu, doch um den Langzeitspass zu halten, braucht es mehr und dort hapert es dem Spiel. Seht ihr euch im Menü um, entdeckt ihr nebem dem Mehrspielermodus nur noch wenige weitere Spielmodi. Neben einem Herausforderungsmodus, wo ihr immer gegen stärkere Gegner antretet, gibt es eigentlich nur noch den Mega-Wettkampf. In diesem habt ihr neben Spezialschlägen, wo eure Spieler unglaubliche Schläge vollführen, noch den Bonus, das ihr wenn ihr einen Pilz auf dem Platz aufnehmt, auf einmal riesengross werdet. Zwar habt ihr dann kaum mehr eine Übersicht über das Spielfeld, dafür trefft ihr dank dem grossen Schläger und mit der neuen Stärke jeden Ball. Dummerweise erhält auch der Gegner relativ rasch so einen Pilz und die Verhältnisse sind gleich. Ein weiterer Punkt der mich störte, ist der absurd leichte Schwierigkeitsgrad. Selbst in der höchsten Stufe sind Siege relativ einfach und der Einzelspielermodus macht neben den eben wenigen Spielmodis noch weniger Spass.

Mehrspieler-Spass
Wie immer macht es am meisten Spass, wenn ihr mit euren Freunden ein Mario Sportspiel spielt. Auch hier trifft das zu, wobei wiederum nur auf dem Offline-Modus, in welchen bis zu vier Freunden gleichzeitig gegeneinander antreten dürfen. Dann kommen wirklich einige lustige Matches heraus. Leider verändert sich ausser der Platzoberfläche überhaupt nichts. Es gibt keine andere Stadien oder Orte, die Abwechslung reinbringen würden. So rufen viele rasch nach Mario Kart oder Super Smash Bros, die einfach um einiges mehr Spass machen. Der Onlinemodus konnte ich leider nicht testen, da die Server noch nicht online waren. Jedoch konnte man erahnen, dass man noch weniger Möglichkeiten hat, um mit den eigenen Freunden online anzutreten. Nintendo muss einsehen, dass hier die Konkurrenz bereits mit den Last-Gen Konsolen viel bessere Möglichkeiten boten.

Grafisch nett
Grafisch sieht Mario Tennis zwar dank HD Optik sehr hübsch aus, nutzt aber nicht das volle Potenzial aus, die in der Wii U stecken würde. Wie bereits oben erwähnt, ändert sich das Stadion nie oder nur minim und auch die Animationen sehen immer gleich aus. Da hilft es auch nicht, dass die Figuren selbst sehr hübsch daherkommen. Irgendwie hat man das Gefühl, dass Nintendo dies nur rausbrachte um über die Spieleknappheit auf der Wii U hinwegzuschauen. Etwas Positives gibt es dennoch. Wenn ihr das Spiel kauft, erhält ihr zumindest auch den N64 Vorgänger von Mari0 Tennis gratis dazu. Ausser der angestaubten Grafik bietet dies von meiner Seite viel mehr, als das hübschere Ultra Smash.

 

 

 

Fazit

Mario kann viel und dazu gehört auch Tennis spielen. Die früheren Tennis Spiele gefielen mir sehr gut und wenn man nur die Sportart selbst hier bewerten würde, wäre eine höhere Note drin gelegen. Leider ist der Umfang viel zu kurz ausgefallen und Abwechslung sucht man vergebens. Der Onlinemodus konnte ich nicht testen, da die Server noch nicht bereit waren. Offline mit Kumpels macht es eine kurze Zeit Spass, doch schnell holt man Mario Kart oder eines der anderen Spiele hervor. Somit bietet es grundsolider Spass für eine kurze Zeit, aber leider mehr halt nicht.

60%

Der schwächste Mario


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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