Testlabor Marvel Super Hero Squad The Infinity Gauntlet

Veröffentlicht am 1. März 2011 von Adrian Dermon

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Marvel Super Hero Squad: The Infinity Gauntlet

Die Marvel Helden sind bekannt für coole Sprüche und ihr sehr erwachsenes Design. Hollywood übernimmt z.B. Jahr für Jahr einer der Helden für einen Film. Daraus resultieren oftmals schlechtere Spielumsetzungen. Dazu kommen noch unzählige sonstige Spiele von Beat’em Ups bis hin zu Jump’n Runs. Für jüngere Spieler gibt es aber kaum Titel aus dem Marvel Universum. Dank Marvel Super Hero Squad: The Infinity Gauntlet ist nun aber auch dieser Bereich abgedeckt.

Lego Marvel?
Wer sich nur schon das Cover anschaut, bemerkt sofort, dass dieser Titel einer jüngeren Zielgruppe gewidmet ist. Alle Marvel Helden im Spiel sehen wie kleine Plastik Actionfiguren aus. Auch die ganze Umgebung ist sehr niedlich gestalten worden. Aber einen Moment mal, irgendwie erinnert mich der ganze Look an eine andere Spielereihe. Schaut man nämlich näher hin, sind die Ähnlichkeiten zu den Legospielen sehr ähnlich. Aber nicht nur in der kindlichen Grafik sondern auch in anderen Punkten, kopierte das Spiel viel von den Lego Titeln. Doch um was geht es überhaupt in diesem Spiel?

Was für eine Story
Die Geschichte beginnt damit, dass die Helden Iron Man und der Hulk ein Geburtstagsgeschenk für Thor suchen. Sie werden fündig und wollen Thor ein paar neue Schuhe schenken. Als sie nun das Geschenk abholen wollen, passiert ein Missgeschick und der Bösewicht Super-Skrull bekommt die neuen Schuhe in die Hände. Durch dieses Versehen finden die Helden aber heraus, dass Super-Skrull einen sogenannten Unendlichkeitshandschuh besitzt, der Raum und Zeit kontrollieren kann. Um diesen Handschuh zu aktivieren, braucht es noch sechs Edelsteine. Die Edelsteine sind in verschiedenen Welten versteckt.  Um alle Steine vor den Bösewichten zu erreichen, gehen verschiedene Helden Teams los um sie zu holen. Damit ist eigentlich die sehr banale Geschichte schon erzählt.

Einfaches Gameplay
Wenn ihr schon einmal einen Lego Titel gespielt habt, wird euch das Gameplay auch vertraut vorkommen. In zweier Gruppen läuft ihr durch lineare Levels. Dabei besitzt jeder Charakter eine Spezialfähigkeit. Diese werden eingesetzt um spezielle Angriffe vom Stapel zu lassen oder Hindernisse zu überwinden. So kann Iron Man z.B. ein Stück fliegen, der Hulk hingegen kann ganze Mauern einreissen. Die Steuerung funktioniert gut, bietet aber kaum Möglichkeiten.  Ihr braucht fast nur den Schuss- bzw. Schlagknopf um unzählige Gegner zu besiegen. Abwechslung bringen verschiedene Minipassagen und die wirklich netten und unterschiedlichen Level. Da die Helden zu zweit unterwegs sind, macht es auch im Koop-Modus am meisten Spass. Leider gibt es diesen Modus nur offline, dafür kann ein zweiter Spieler jederzeit einen Helden übernehmen. Alleine macht es zwar auch Spass, doch die K.I. lässt zu wünschen übrig. Enttäuschend ist die Spielzeit. Nach knapp vier Stunden Spielzeit seht ihr schon das Ende des Spiels.

Witzige Einlagen
Eigentlich sollte man meinen, dass ein Spiel, das fast nur Sachen einer anderen Spieleserie kopiert, langweilig ist. Dies trifft hier nicht zu, denn der Humor kommt hier nie zu kurz. Überall lauern Anspielungen und fast kein Satz ist ohne eine dazugehörige Pointe. Auch die Helden und Bösewichte werden hochgenommen, so ist Thor eher ein kleiner Feigling. Natürlich ist das Niveau eher recht niedrig trotzdem fängt jeder an zu schmunzeln.

Nette Präsentation
Bei der Grafik kommt alles sehr niedlich daher. Die Spielfiguren sehen ihren Vorbildern sehr ähnlich und haben auch die dazugehörigen Persönlichkeiten. Die Umgebungen sind zwar nicht mit vielen Objekten versehen, bieten aber trotzdem sehr viel Liebe zum Detail. Was noch positiver ausfällt, als die Grafik ist die deutsche Synchronisation. Alle Charaktere haben die passenden Stimmen und sind einfach nur toll vertont. Da könnten sich andere Topspiele ruhig eine Scheibe abschneiden.

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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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