Testlabor Max Payne 3

Veröffentlicht am 5. Juni 2012 von Corina Ulmann

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Max Payne 3

Irgendwie ist es momentan üblich, dass ein Spiel auf dem Markt erscheint und die Entwickler dann beginnen diverse Fehler auszumerzen und das Spiel sozusagen wegen den knappen Deadline erst nach der Veröffentlichung fertig stellen. RockStar gehört aber noch zu den wenigen Entwickler, die ein Spiel zurück halten, solange es einfach noch nicht fertig ist. Dies wissen die Fans und durch dies nehmen diese auch Deadline Verschiebungen in Kauf. Doch das Resultat kann sich dann auch wirklich sehen lassen.

Die Vergangenheit
Das erste Max Payne erschien 2001 für die damaligen Spiele Generationen und vor kurzem ist der Klassiker auch für die Smartphone Generation iOS und Android erhältlich. Als dann 2003 der zweite Teil von Max Payne auf dem Markt erschienen ist blieb es lange Zeit still und es war lange nicht klar, ob es überhaupt einen dritten Teil geben wird. Nun fast neun Jahre später erschien nun der langersehnte 3. Teil von Max Payne.

Neuer Job, neues Glück?
Max Payne 3 spielt acht Jahre nach den Ereignissen des letzten Teils der Reihe. Max hat seine Karriere als Polizist an den Nagel gehängt, er ist vollkommen am Ende, ständig betrunken und abhängig von Schmerzmitteln. Nach dem Ende seines Dienstes beim NYPD hat Max New York verlassen und ist in São Paulo gelandet, wo er als Angestellter eines privaten Sicherheitsdienstes einen Job in einer florierenden Branche gefunden hat. Sein jüngster Auftrag besteht darin, die Familie des wohlhabenden Immobilienmoguls Rodrigo Branco zu schützen. Doch wie es nicht anders sein kann, stellt sich der Job als etwas komplizierter dar, als er es sich im Vorherein vorgestellt hat.

Ein Tick zu langsam
Die Story von Max Payne gehörte schon immer in die obere Klasse und auch im neusten Teil kann die Geschichte überzeugen. Zwar wird das eigentliche Schema etwas in die Länge gezogen und Max kommt immer ein paar Minuten zu spät doch schlussendlich spielt mehr als nur die Story eine Rolle. Als typischer Third Person Shooter führt Max Payne 3 die Liste ganz vorne an und kann sich neben einem Deus Ex oder einem GTA durchaus sehen lassen. Somit lässt sich Max Payne auch wunderbar spielen und dies nicht zuletzt dank einer einfachen Steuerung. Dank den vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, die zwei härtesten müssen allerdings zuerst freigeschalten werden, bietet Max Payne 3 auch für jeden die gewisse Herausforderung. Selbst auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad ist etwas Geschick gefordert und bietet sowohl für Neulinge eine gute Herausforderung.

Bullet-Time
Eins darf bei Max Payne natürlich nicht fehlen. Neben der gewallten Ladung an Waffen gibt es natürlich auch wieder den Zeitlupeneffekt Bullet-Time, mit dem Max Payne gross geworden ist. Allgemein bieten die Kampfszenen ein paar nette Extras die vor allem Fans sicher beeindrucken können und auch die Motivation beibehalten. Es ist gut ersichtlich, dass die Entwickler viel Liebe zum Detail in die Arbeit von Max Payne 3 gesteckt haben.

Neu mit Multiplayer
Um ein Spiel länger interessant zu machen ist es heut zu Tage an der obersten Tagesordnung, einen Multiplayer mit in das Spiel hinein zu packen. So wurde auch dem neusten Teil von Max Payne einen Multiplayer spendiert und bis zu 16 Spieler können sich in unterschiedlichen Modis messen. Natürlich darf auch hier die Bullet-Time nicht fehlen und funktioniert in der Praxis überaus gut. Neben weiteren klassischen Multiplayer-Modi bietet Max Payne 3 ein ausgeklügeltes Belohnungs- und Level-System, feste Clans und verschiedene, strategische Ausrüstungs-Optionen. Doch trotz den zahlreichen  Modis und des bekannten Bullet-Time Effekt macht es den Multiplayer auch nicht wirklich viel besser und kann mit den grossen nicht mithalten.

Ein Spektakel
Rockstar hat schon in der Vergangenheit bewiesen, dass es nicht unmöglich ist, sowohl eine gute Garafik als auch ein super Gameplay auf dem Markt zu bringen. Auch in Max Payne 3 wird der Spieler mit einer super Atmosphäre, der Detailverlieben Grafik und den grandiosen Effekten gefesselt. Die jeweiligen Übergänge von Kapitel zu Kapitel laufen auch überaus flüssig und von einem Ladebalken ist in dem Sinne nichts zu sehen. Die Grafik alleine ist mit seinem Comicartigen Look vielleicht nicht für jedermann ein Thema doch sie wiederspiegelt Max zustand perfekt. So ist alles etwas verschwommen, wenn seinen Lebensbalken mit etwas Whisky auffüllen möchte. Wie schon gesagt, der Alkohol- und den Tablettenkonsum hat seine Spuren hinterlassen.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Wer die ersten beiden Vorgängern von Max Payne kennt und liebt wird sicher etwas geschockt sein. Denn von der düsteren Atmosphäre ist nicht mehr allzu viel geblieben. Klar gehen nun die Meinungen auseinander doch genau dieser Wechsel der Schauplätze und der etwas andere Erzählstiel bringt das nötige Extra mit sich und sorgt für frischen Wind. Es ist immer etwas schwierig wenn die Entwickler was Neues ausprobieren vor allem, wenn Teil eins und zwei so erfolgreich waren, doch wie sagt man so schön, no Risk no Fun und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die Geschichte spielt acht Jahre später und jeder verändert sich in dieser Zeit. Vor allem Max, der im Alkohol- und Tablettensumpf beinahe versoffen ist, kann nicht mehr derselbe sein. Meiner Meinung nach, haben es die Entwickler wieder einmal hingekriegt ein bombastisches Spiel auf den Markt zu bringen, welches auch im Nachhinein nicht mehr mit diversen Updates korrigiert werden muss. Leider finde ich, dass der Multiplayer bei solch einem Spiel etwas fehl am Platz ist aber doch wie bei der eigentlichen Story und den Schauplätzen gehen auch hier die Meinungen auseinander. Zu guter Letzt, auch wer Max Payne 1 und 2 nie gespielt und auch keine Ahnung der Vorgeschichte hat, wird seinen Spass mit dem dritten Teil haben. Und wer sich gerne noch einmal in das erste und düstere Abenteuer von Max stürzen will, kann sich den Klassiker auch einfach auf sein Smartphone runterladen.

4.1

Sehr gut


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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