Testlabor Men in Black: Alien Crisis

Veröffentlicht am 12. Juni 2012 von Corina Ulmann

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Men in Black: Alien Crisis

Agent J ist zurück und im neusten Kinofilm Men in Black 3 wieder auf der Jagd nach Aliens. Was heutzutage natürlich nicht fehlen darf, ist das passende Spiel zum Film. Anders als erwartet spielt man nicht  die Geschichte von Agent J alias Will Smith nach, sondern schlüpf in die Haut von Peter Delacoeur, einem ehemaliger Kunstdieb.

Der Weg zum IMB
Nach einem wohl eher missglückten Diebeszug wird Peter Delacoeur als Agent rekrutiert und muss sich gegen zahlreiche Aliens beweisen. Das Spiel erinnert stark an den ersten Teil der Men in Black-Serie und dies spiegelt sich vor allem im Storyverlauf wieder. Peter muss also zuerst beweisen, was er auf dem Kasten hat, und erst dann darf er die Welt retten. Klingt logisch, nicht? Damit auch sicher jeder etwas mit dem Spiel anfangen kann, gibt es natürlich klassische Shooter-Elemente, etwas Agentenkram und Verfolgungsjagden. Halt wie der erste Film von Men in Black.

Ein Opfer
Wer zu Hause zu seiner PlayStation 3 die passende Move-Ausrüstung hat, kann sich den Leuchtkontroller schnappen und das ganze Spiel als eine Art Lightgun Shooter spielen. Wer nicht über diese spezielle Agentenausrüstung verfügt, kann natürlich auf den einfachen Controller zurückgreifen. Damit wird aber auch der Spielspass minimiert und macht natürlich nur halb so viel Spass wie mit. Die angesprochene Zielgruppe, all diejenigen, die noch nicht allzu hohe Ansprüche haben und in die Männer bzw. Frauen im schwarzen Anzug vernarrt sind, werden mit Sicherheit die eine oder andere spassige Minute mit dem Spiel haben. Nach ein paar Spielmomenten sollte aber auch dem letzten den Spass vergangen sein, denn neben extrem schlechten Dialogen und Synchronisation ist das Spiel alles andere als herausfordernd und erinnert an ein altes PS2-Spiel. Die Gegner sind strohdumm, führen immer dieselben Aktionen aus und selbst harte Bossgegner, die zwar etwas mehr einstecken können, bieten auch für die jungen Monsterjäger nicht wirklich eine Herausforderung. In die Story kann der Spieler ebenfalls nicht wirklich eintauchen und die Abschnitte mit dem Fahrzeug sind mehr schlecht als recht gestaltet. Etwas Positives bleibt aber: die Entwickler konnten eine Vielzahl an Waffen ins Spiel bringen, die auch mit besonderen Aufsätzen ausgerüstet werden können. Nach acht sehr repetitiven Kapiteln ist das “Hauptspiel“ bereits zu Ende.

Zwei Opfer
Wer tatsächlich alle acht Kapitel gespielt hat und immer noch nicht genug von Men in Black: Alien Crisis hat, der kann sich in den VR-Missionen ein weiteres Mal in die virtuelle MIB-Welt stürzen. Hier ist auch der eingebaute Multiplayer-Part zu finden, der im Grunde genommen fast gleich wie die Story gestaltet ist. Aufgeteilt in Herausforderungen, welche unter Druck und im Wettkampf absolviert werden, können sich zwei Personen in immer denselben sechs Levels aufhalten und eigentlich immer dasselbe tun. Gewinnen tut so oder so immer der, der am meisten Punkte abgestaubt hat. Ziemlich einfallslos.

Zurück in die Vergangenheit
Wie etwas weiter oben schon einmal erwähnt ist die Lippensynchronisation eine wahre Katastrophe und auch die Dialoge, die Grafik, die Umgebung, die Atmosphäre und überhaupt alles eine mindestens eine kleine Katastrophe. Es scheint, als ob das Spiel ein paar Jahre zu spät auf den Markt gekommen ist.

 

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Das Spiel zum Film. Wie viele Titel gab es mit dieser Überschrift schon und wie viele von deren waren wirklich gut? Ich glaub ich kann sie an einer Hand abzählen. Eins ist sicher: Men in Black: Alien Crisis gehört definitiv nicht dazu. Katastrophale Grafik, Synchronisation, Steuerung und im allgemeinen einen miserablen Umfang. Sicher, all diejenigen, die eine Move-Ausrüstung Zuhause rumliegen haben, können vielleicht einen Funken mehr Spass mit dem Spiel haben, aber es gibt bei weitem bessere Move-Titel, die noch viel mehr können. Das Spiel lohnt sich nicht einmal für die Trophäenjäger und sollte definitiv im Regal stehen bleiben.

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Sehr schlecht


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Über den Autor

Zockt seit der Kindheit auf allem, was ein paar Knöpfe und ein Steuerkreuz hat. Besondere Vorlieben ist alles was Spass macht. Von der Plastikgitarre bis zum coolsten Shooter wird dabei nichts ausgelassen. Alles wird probiert. Gamet seit der GameBoy auf den Markt gekommen ist und ist seit 2006 Mitglied des GameCity Teams. Gaming Motto: Erst zocken, dann urteilen!



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