Testlabor Monster Jam

Veröffentlicht am 7. April 2011 von Gero Galati

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Monster Jam: Pfad der Zerstörung

Ist das Spiel eingelegt, findet ihr euch im Hauptmenü wieder. Hier dürft ihr zwischen „Karriere“, „Mutliplayer“, „Optionen“ und „Credits“ entscheiden. Wenden wir uns zuerst dem Menü „Karriere“ zu.

Eure Auswahl
Auf dem Bildschirm erscheint eine Karte von Texas. Darauf ist eine Garage, in der ihr eure Trucks unterbringen könnt. Nebst der Garage befinden sich noch Stadien. Insgesamt gibt es 8 verschiedene Stadien. Wählt ihr nun ein Stadion aus, erscheinen Missionen, die ihr erledigen sollt. Darunter befinden sich Zeitrennen, Stadionrennen, Teamrennen, Rundenrennen, Torstossen und Freestyle-Missionen. Zu Beginn sind nicht alle Missionen freigeschaltet. Beginnt ihr nun eine Mission, lässt das Spiel euch entscheiden, welchen Schwierigkeitsgrad ihr meistern wollt. Zur Verfügung stehen euch: Einfach, Normal oder Schwer. Die Gegner wurden gut an den Schwierigkeitsgrad angepasst. Je höher der gemeisterte Schwierigkeitsgrad war, desto mehr Erfahrungspunkte erhaltet ihr. Habt ihr genug Punkte gesammelt, steigt ihr in eurer Stufe auf. Jede neu erreichte Stufe schaltet neue Events, Stadien, Trucks und Teile frei.

Die Modi
Alle Spielmodi bieten auf die Dauer nicht genügend Abwechslung. Hier alle Varianten im Detail: Rundenrennen erklären sich eigentlich von selbst. Ihr müsst, um zu gewinnen, als erster die Ziellinie erreichen. Beim Teamrennen habt ihr noch einen Partner. Im Zeitrennen muss die Ziellinie vor Abschluss der Zeit erreicht werden. Im Freestyle dürft ihr so viele Tricks vollführen, bis die Zeit abläuft. Jeder Trick gibt eine andere Anzahl Punkte, habt ihr die meisten Punkte, gewinnt ihr. Stadionrennen – hier kämpft ihr gegen einen Kontrahenten, der genau die gleiche Strecke abfahren muss wie ihr. Wer sie schneller meistert, gewinnt. Nun noch die Torstoben-Variante, die absolut langweiligste Variante im ganzen Spiel. Ihr müsst ein „Tor“ nach dem anderen finden. Alle gefunden, ist die Mission abgeschlossen. Zu Beginn bieten die Modi noch eine gewisse Portion Spass, mit der Zeit verfliegt der jedoch.
Während den Missionen kann es passieren, dass Teile an eurem Truck wegfliegen. Auch eure Räder kann es treffen. Was sich hier noch einigermassen „cool“ anhört, ist im Spiel ganz unspektakulär in Szene gesetzt.

Gestaltet euren Truck
Das ist mit Abstand das Beste am ganzen Spiel: Ihr dürft in eurer Garage den eigenen Lieblingstruck gestalten. Ständig schaltet ihr neue Modelle frei, welchen ihr einen Namen vergeben dürft. Die Farbe, die Muster (vorne, hinten, in der Mitte) etc. kann man ebenfalls selbst bestimmen. Die Truck-Fans werden hier ihre Freude haben.

Eine Kassette als Moderator
Bei der Wii-Version des Spiels liegt noch ein schönes Lenkrad bei. Doch was bringt einem ein Lenkrad, wenn es für das Lenken einfach nicht geeignet ist? Die Steuerung nur mit der Remote-Fernbedienung fällt schwer. Ein Sieg ist fast unmöglich. Kurven sind kaum schnell zu meistern – doch zum Glück gibt’s noch das Nunchuck. Damit lässt sich der Truck gut steuern. Die Grafik ist nicht wahnsinnig, aber auch nicht besonders schwach. Sagen wir – sie ist passabel. Was ist mit dem Sound? Wrummm, wrummm, wrummm, das ist definitiv das Ende für diese Autos, ouh klasse überholt. Das ist eigentlich das Meiste, was ihr während des Spiels hört. Der Moderator wiederholt und wiederholt ständig die genau gleichen Sätzen.

Multiplayer
Das Spiel kann zu zweit im Splitscreen Modus gespielt werden – jedoch nur lokal, also nicht online. Entweder spielt man mit KI oder ohne. Der Spass ist jedoch auch hier nur mässig.

Anmerkungen zur Nintendo DS Version

Auch in der DS Version von Monster Jam reisen wir mit unseren Monster-Trucks quer durch ganz Amerika und absolvieren Renn- und Freestyle-Events sowie einige Spezial-Modi, wie Torstossen oder Stuntherausforderungen. Neue Monster-Trucks werden durch gute Leistung freigeschaltet, wobei ein Teil der 28 wirklich existierenden Trucks nur als Siegerpreis in Duellen gewonnen werden können. Bei den mächtigen Gefährten zählen aber nicht nur die inneren Werte, sondern auch das Aussehen. Hierzu stehen diverse Verschönerungs-Utensilien in der Garage zur Verfügung.

Die Steuerung kann leider auf Anhieb nicht überzeugen. Mit dem Steuerkreuz wird gelenkt und der Sprung koordiniert sowie scharfe Kurven mit den Schultertasten ausgeführt. Da das Gefährt oftmals nicht das macht, was wir wollen, bleibt der Spass vorzeitig auf der Strecke. Meist reicht schon ein kleiner Stoss und unser Truck dreht sich aufs Dach, bleibt irgendwo hängen oder kommt total vom Kurs ab. Meist ist ein Reset oder sogar ein Neustart unumgänglich. Den Wermutstropfen kann Monster Jam in grafischer Hinsicht aber wieder etwas gutmachen. Für einen DS-Titel ist die 3D-Optik nämlich gelungen und auch der Wechel der Blickwinkel bei Sprüngen kann sich sehen lassen. Ausserdem wurde Monster Jam tatsächlich mit einer Sprachausgabe ausgestattet. Diese ist allerdings in so einer schlechten Qualität, dass es schon fast in den Ohren schmerzt. Kein Wunder machen die meisten Entwickler einen grossen Bogen darum und setzten in ihren DS Games ausschliesslich auf Lesetexte. Das gleiche trifft auch auf den Rock lastigen Soundtrack zu, der zwar gut zum Spiel passen würde, aber durch seine verfälschten Töne doch lieber ausgeschaltet wird.

Übrigens lässt es sich gegen bis zu drei weiteren Spielern mit einer Lokalverbindung antreten. Ein Game-Sharing, bei dem andere Spieler den Multiplayer-Part auf ihren eigenen Nintendo DS runterladen, wird leider nicht unterstützt.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Für alle Rennfans nichts, für Trucks-Liebhaber der langersehnte Titel. Durch die stets wiederholenden Missionen bleibt der Spass schnell auf der Rennstrecke liegen. Irgendwann könnte es aber auch passieren, dass es selbst für die Liebhaber zu langweilig wird. So lassen dann auch sie lieber das Truckfahren ein schöner Traum sein anstatt Wiirklichkeit!

2.3


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