Testlabor Phantasy Star 0

Veröffentlicht am 5. März 2010 von Marco Stirnemann

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Phantasy Star 0

Die Einleitung
Das Spiel ist nicht nur ein neuer Aufguss eines bereits bekannten Phantasy Star Teiles. Es kommt mit einer völlig neuen Story daher. Für alle Spieler, die der englischen Sprache nicht mächtig sind, sei jedoch bereits zu Beginn gesagt, dass ihr nur 60% des Spielspasses haben werdet. Es gibt viel zu lesen und einige Fragen zu beantworten, die dann den weiteren Spielverlauf beeinflussen und alle Texte sind in Englisch gehalten. Lediglich das Handbuch ist auf Deutsch übersetzt worden. Alles andere ist 1×1 wie in der US Version geblieben.

Der kleine Dämpfer
Das ist schade, weil für die einen die Story somit immer ein Rätsel bleiben wird, während die anderen keinen Bock haben, stundenlang die englischen Dialoge zu lesen. Zum Glück ist das Wichtigste an Phantasy Star noch immer das Gameplay und das ist das selbe wie damals Phantasy Star Online auf der Sega Dreamcast. Dieses ist zudem das letzte Phantasy Star, das ich gespielt habe, also wird es für alle Vergleiche herhalten müssen. Als erstes kommen wir zu den Charaktertypen. Davon gibt es vierzehn im Spiel.

Die Charaktere
Sie unterscheiden sich um grossen und ganzen nur darin, wie sie kämpfen. Es gibt Nah- du Fernkämpfer und die Magier. Jede Figur kann im Aussehen angepasst werden. Sie wird den Rest des Spiels den Look behalten. Nach dem Erstellen der Figur wird man in die Story eingeführt. Man spielt auf einem Planeten, der sich im Wiederaufbau befindet. Eure Aufgabe als Hunter ist es, die umliegenden Areale zu säubern. Dies macht ihr am Anfang alleine, mit der Zeit werdet ihr jedoch Partymitglieder kennenlernen, die euch zur Seite stehen.

Das Gameplay
Das Gameplay ist zum Glück noch immer dasselbe wie in PS Online. Ihr wählt einen Gegner an und könnt aus diversen Angriffen wählen. Dabei läuft alles in Echtzeit. Wenn Angriffe im richtigen Takt gedrückt werden, können Angriffsketten entstehen. Mit Angriffsketten ist man um ein vielfaches effektiver gegen Feinde. Insgesamt hat man sechs Tasten, die man selbständig Befehlen zuordnen kann. So kann man sich während einem Kampf auch problemlos heilen oder gefallene Partymitglieder heilen.

Der MAG
Während dem Spiel hat man immer ein MAG zur Seite. Dies ist ein kleiner Roboter, dereuch auf Schritt und Tritt folgt. Steckt ihr Schäden ein oder verteilt Angriffe, lädt sich der MAG auf. Hat er sich voll aufgeladen könnt ihr eine Spezialfähigkeit auslösen. Die MAG‘s können gefüttert werden. Sie nehmen fast alles was man ihnen gibt. Sei dies ein Heiltrank oder eine gefundene Waffe. Je nachdem wie man sich um das MAG kümmert und was es zu essen bekommt, steigt es im Level auf und kann immer neue Fähigkeiten.

Die Basis
Als Basis für eure Abenteuer dient eine Stadt, die sich ebenfalls noch im Aufbau befindet. Hier könnt ihr Items Kaufen und verkaufen, oder Tipps von den Bewohnern einholen. An einem Schalter könnt ihr Quests entgegen nehmen und euch die Partymitglieder aussuchen. Euch steht zudem ein Konto zur Verfügung. Dort könnt ihr Geld und Gegenstände zwischenlagern, da ihr während eurem Abenteuer immer wieder neue Dinge findet, euer Inventar jedoch limitiert ist. Durch ein Portal landet ihr schliesslich im Schlachtfeld.

Der Online Modus
Für alle die nicht alleine zocken möchten, gibt es die Möglichkeit Online mit bis zu drei Mitspielern die Abenteuer zu bestehen. Dies macht nur extrem Spass, sondern ist zudem sehr gut umgesetzt worden. Mittels Piktochat könnt ihr euch Nachrichten oder Bilder zukommen lassen. Es gibt jedoch auch ein Menü für einfache Gefechtsbefehle. Im Multiplayer entfaltet das Spiel seine volle Pracht und wird für Wochen wenn nicht Monate unterhalten. Wie bereits aus den Vorgängern bekannt, sind vor allem die Endgegner relativ knackig.

Die Präsentation
Grafisch macht das Spiel auf dem DS eine sehr gute Figur. Die Charaktere sehen detailliert aus und gerade die grossen Gegner sind mit viel Liebe zu Detail gestaltet. Die Zwischensequenzen sind sehr schön gemachte Anime-Filme. Der grösste Teil der Story wird jedoch in nicht enden wollenden Texten erzählt. Der Sound wird jedem Fan gefallen, jedoch hinterlässt er keinen bleibenden Eindruck. Wieder eines der Spiele, die man auch ohne Ton im Zug spielen kann, ohne etwas zu verpassen.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Phantasy Star Online auf der Dreamcast hat mich für fast zwei Jahre begeistert. Ob dies auf das neue Spiel auf dem DS erreichen wird, weiss ich noch nicht. Was ich aber nach den ersten 10h sagen kann, ist dass dieses Spiel das Zeug dazu hat, mich für Monate zu begeistern. Alle Fans der Phantasy Star Reihe müssen zugreifen. Einzig die fehlende Lokalisation trübt den Gesamteindruck.

4.2


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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