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Veröffentlicht am 26. Juli 2013 von Marco Stirnemann

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Pikmin 3

Das Warten auf Software Nachschub für die Wii U sollte bald zu Ende sein und wie immer macht Nintendo den Anfang. Pikmin 3 wurde bereits vor längerem angekündigt und bis auf wenige Details, mussten die Fans lange ohne Infos auskommen. Wir konnten uns bereits eine Woche auf dem Pikminplaneten umsehen und möchten unsere Erfahrungen nun mit euch teilen.

Auf dem Planeten Koppai herrscht eine Hungersnot. Es werden Astronauten in alle Himmelsrichtungen gesendet, um einen neuen Planeten mit Nahrungsmitteln zu finden. Der Spieler übernimmt dabei die Crew, welche auf dem Pikminplaneten landet. Das Raumschiff legt aber eine kleine Bruchlandung hin und die drei Crewmitglieder werden voneinander getrennt. Es liegt nun an euch, mithilfe der Pikmins  den Planeten zu erkunden, Früchte zu finden und euer Team wieder zu vereinen. Für einen optimalen Einstieg in das Spiel findet der Spieler immer nur eine Pikminart auf einmal und lernt mit diesen korrekt umzugehen, bevor die nächste Rasse entdeckt wird. Es gibt insgesamt fünf Rassen.

  • Die roten Pikmin sind die Soldaten. Sie können besonders gut zum Kämpfen eingesetzt werden und sind feuerfest. Mit Wasser kommen sie nicht klar und gegen fliegende Gegner sind sie zu wenig effektiv.
  • Die Stein-Pikmin sind, wie uns der Name bereits verrät, aus Stein und können daher ideal als Wurfgeschosse eingesetzt werden. Den Angriff zu Fuss beherrschen sie ebenfalls, da sie jedoch lediglich abprallen, sind sie nur beschränkt als Bodenkämpfer einsetzbar. Stein-Pikmin braucht ihr zum zerstören von Kristallen und Glas. Im Wasser sterben sie nach wenigen Sekunden.
  • Die gelben Pikmin sind besonders gut im Ausgraben und werden höher geworfen als andere Pikmin. Sie können ausserdem als Stromleiter genutzt werden und Elektrozäune zerstören. Im Kampf sind sie nicht sehr effektiv und im Wasser ertrinken sie innert kürze.
  • Die Flügel-Pikmin können fliegen und dadurch Wasser überqueren. Das Ausreissen von Pflanzen sowie der Luftkampf macht sie ebenfalls einzigartig. Im Kampf auf dem Boden und bei Berührung mit Wasser sind sie innert Sekunden tot.
  • Die blauen Pikmin sind ein wenig schwächer als die Roten, kompensieren dies jedoch durch die Fähigkeit, sich im Wasser bewegen zu können. Für den Kampf gegen Tiere aus dem Wasser sind sie unverzichtbar. Sie sind ausserdem besonders flink.

Die drei Astronauten haben keine speziellen Fähigkeiten. Sie rufen die Pikmin durch eine Trillerpfeife in ihrem Helm zu sich oder lassen sie ausweichen. Durch ein Fadenkreuz werden die Pikmin geworfen. Die Pikmin wissen von alleine, was sie dann zu tun haben. Allein frei herumstehende Pikmin werden bei einem Angriff gefressen. Neue Pikmin gibt es auf zwei Arten: Zum einen tragt ihr besiegte Gegner zur Pikmin-Zwiebel (die Basis) und wandelt sie dort in neue Pikmin Sporen um, zum anderen sind Blumen zerstörbar wo ihr dann die Blüten zu der Zwiebel trägt. Geübte Spieler werden schnell zu sehr vielen Pikmin gelangen. Es dürfen sich auf der Karte jedoch nie mehr als 100 Stück befinden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die sie einem Astronauten folgen oder noch eingegraben sind. Sobald die 100er Marke erreicht ist, wandelt die Zwiebel keine Gegner/Blumen mehr in weitere Pikmin um.

Die Pikmin sind für verschiedene Arbeiten einsetzbar, je nach Stärke der einzelnen Spezies. Per Knopfdruck wechselt ihr dabei von allen ausgewählten Pikmin, von einer Spezies zur nächsten. Ebenfalls ausgewählt werden, können die anderen Astronauten. Dadurch werden unüberbrückbare Entfernungen überwunden, indem sich die drei Astronaten zusammen mit ein paar Pikmin aufteilen. Per Knopfdruck ist es möglich nun zwischen den einzelnen Astronauten zu wechseln, ausserdem können sämtliche Gebiete zu einem späteren Zeitpunkt einfacher überwunden werden. Sei dies durch den Bau einer Brücke oder das Herunterschieben einer schräg angewinkelten Box.

Es gibt im Spiel nur eine Möglichkeit Game Over zu gehen. Euer Astronauten Team braucht jeden Tag eine Ration Vitamine. Vitamine werden aus Früchten gewonnen, die in der Landschaft zu finden sind. Je nach Frucht gibt es zwischen einer halben oder bis zu maximal drei Rationen. Früchte sind leicht gefunden, einen Weg zu finden an diese heranzukommen ist jedoch die eigentliche Schwierigkeit. Entweder sind diese an Punkten auf der Karte, die eure Pikmin nicht einfach überwinden, oder sie werden von Tieren bewacht, welche es als erstes zu besiegen gibt.

Das neue Spielsystem soll eine Kombination aus dem sehr schwierigen ersten und dem zu einfachen zweiten Teil sein. Wir finden der Mix ist sehr gut gelungen und dürfte auch Anfänger nicht zur Verzweiflung treiben. Für Rekordjäger bietet das Spiel einen Missions Modus. Hier gilt es alleine oder im Koop-Modus ein gewisses Ziel zu erreichen, wie zum Beispiel am meisten Früchte sammeln, am meisten Gegner besiegen oder die Bossfights wiederholen.

Der Multiplayer ist ein eigenes kleines Highlight des Spiels. Im Splitscreen spielt ihr Pikmin Bingo. Beide Spieler haben dabei in einem Raster von 16 Feldern diverse Icons. Es kann sich dabei um Gegenstände, Früchte oder Gegner handeln. Das Ziel ist es vor dem Gegner eine Reihe mit vier Icons zu füllen. Dabei sind 60% der Icons einmalig auf der Karte. Beide Spieler haben dieselben, jedoch anders im Raster verteilt.

Fazit

Pikmin 3 ist für mich eines der grossen Highlights in diesem Jahr. Das Warten hat sich definitiv gelohnt und das Spiel wird euch Stunden von Spass bieten. Die Steuerung klappt extrem gut, der Wii U Controller ist super implementiert und der Schwierigkeitsgrad fordernd, jedoch immer fair. Profis werden keine Mühen haben und Anfänger werden sehr schnell vom Charme des Spiels überwältigt. Vor allem der Koop- und Bingo-Modus dürfte für viele durchzockte Abende sorgen. Nintendo hat endlich einen weiteren echten Kaufgrund für ihre neue Konsole herausgebracht.

92%

Ein wahres Highlight


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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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