Testlabor Pokémon Ranger 3 Spuren des Lichts

Veröffentlicht am 15. März 2011 von Adrian Dermon

0

Pokémon Ranger 3: Spuren des Lichts

Es gibt unzählige Ableger der Pokémon Reihe. Eines davon ist die Pokémon Rangers Serie, die nun zum dritten Mal erschienen ist. Statt ein Trainer zu sein und die Tierchen einzufangen, seid ihr hier, wie das Spiel schon sagt, ein Ranger. Doch ist ein Rangerleben besser als das Trainerleben?

Einfache Geschichte
Das Pokémon Ranger 3: Spuren des Lichts ein Spiel für eine eher jüngere Zielgruppe ist, wird jedem schnell bewusst. Auch an der Geschichte bemerkt ihr dies sehr rasch.  Zuerst wählt ihr aus, ob ihr einen Jungen oder ein Mädchen spielen wollt. Egal wie ihr euch entscheidet, die Geschichte bleibt identisch. Ihr seid mit einem Kollegen oder Kollegin, je nach vorheriger Entscheidung, auf Patrouille, als ihr auf einmal auf eine Bande von „Pokenapper“ stösst. Wie der schon „einfallsreiche“ Name vermuten lässt, entführen sie Pokémon. Natürlich wollt ihr das verhindern und greift sie an. Leider werdet ihr in einem Luftkampf getroffen und stürzt ins Meer. Noch schlimmer ist, dass euer Partner von den Pokenappern entführt wird. Nachdem ihr euer wichtiges Werkzeug, den Fangkom, aus dem Meer geholt habt, landet ihr auf einer Insel. Auf dieser Insel waren leider schon die Pokenapper und haben viele Pokémons entführt. Nun ist es eure Aufgabe die Bande aufzuhalten und euren Partner zu retten.

Fangkom
Nachdem ihr euch auf der Insel ein wenig umgesehen habt, bemerkt ihr dass euer wichtigstes Werkzeug, der Fangkom, beschädigt wurde. Er startet sich neu und ihr müsst ihn nun wieder mit Daten füttern. Der Fangkom fängt und identifiziert für euch die verschiedensten Pokémon. Dabei läuft ein Kampf jedoch anders ab als in den normalen Pokémon Spielen. Statt ein Pokémon gegen ein anderes einzusetzen, macht hier der Fangkom die ganze Arbeit. Wenn ihr mit eurer Figur einem Pokémon nähert, schaltet das Spiel zwar auch in einen anderen Bildschirm, einen Kampf gibt es aber nicht. In dieser Situation müsst ihr nun versuchen das gegnerische Pokémon zu beruhigen. Dies macht ihr indem ihr mit dem Stylus Kreise um das Pokémon zieht. Dabei ladet ihr einen Freundschaftsbalken unter dem Pokémon auf. Ist dieser voll, habt ihr es besänftigt. Am Anfang geht es sehr leicht Kreisbewegungen zu ziehen. Einige Spielzeit später bedarf es ein wenig Taktik, da die Pokémon ausweichen oder selbst angreifen. Wird nämlich der Kreis durch einen Angriff unterbrochen, fügt es euch Schaden zu. Habt ihr mit einem Pokémon Freundschaft geschlossen, folgt es euch. Nach jedem gewonnenen „Kampf“ steigt auch das Level eures Fangkom und nach einiger Zeit fangt ihr auch grössere Pokémon sehr rasch.

Eure Freunde
Wie bereits gesagt, folgt euch ein Pokémon nachdem ihr mit ihm Freundschaft geschlossen habt.  Diese sind nicht nur ein hübsches Beiwerk, sondern helfen euch in verschiedenen Situationen. Jedes Pokémon hat nämlich ein spezielle Fähigkeit. Damit können manche eine Schneidattacke einsetzen um einen Baumstamm, der im Weg liegt, zu zerschneiden, andere wiederum helfen euch im Kampf und paralysieren das andere Pokémon. Nachdem ihr einmal die Fähigkeit eines Pokémon benutzt habt, verabschiedet es sich von euch  und geht wieder seine eigenen Wege. Deshalb ist im weiteren Spielverlauf, die richtige Anwendung der Fähigkeiten sehr wichtig. Insgesamt dürfen euch stets nur acht Pokémon begleiten.

Abwechslung
Um ein wenig Abwechslung in das Spielgeschehen zu bringen, gibt es immer wieder kleinere Actioneinlagen. So müsst ihr manchmal Geschossen ausweichen oder etwas einfangen. Es gibt auch Situationen, in denen ihr den DS wie ein Buch halten müsst. Natürlich dürfen auch kleinere Rätsel nicht fehlen. Alles geht dabei sehr leicht von der Hand und passt gut ins Spielgeschehen.

Viel Gerede
Neben den Kämpfen gegen die Pokémon werdet ihr die meiste Zeit am Lesen eines Textes sein. Entweder erklärt das Spiel jede Einzelheit oder einer der vielen Charakteren redet ununterbrochen auf euch ein. Manche Dialoge sind sicherlich witzig, da man aber die Geschwindigkeit nicht verstellen kann, müssen oft lange Gespräche angehört werden. Fast alle Gespräche ziehen sich unnötig in die Länge und haben mit der Geschichte nichts zu tun. Umso überraschender ist, dass euer Charakter kein einziges Wort sagt.

Nette Grafik
Grafisch macht das Spiel einen netten aber nicht hervorragenden Eindruck. Zwar ist alles in einer schönen 2D Welt gehalten, doch technisch gesehen ist alles auf einem sehr alten Stand. Trotzdem versprüht es gerade für die kleineren Spieler einen gewissen Charme. Vor allem die Pokémon werden den jüngeren Zielgruppe gefallen. Die Musik geht in Ordnung ohne gross aufzufallen.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Pokémon Ranger 3: Spuren des Lichts ist sicherlich kein schlechtes Spiel. Die Geschichte ist nett und die Pokémon mit Hilfe des Stilus einzufangen oder wie es heisst „mit ihnen Freundschaft zu schliessen“, wird nach einiger Zeit immer komplexer. Trotzdem bleibt der Schwierigkeitsgrad sehr tief. Störender fand ich die unglaublich langen Dialoge, die oftmals keinen Bezug mehr zur Geschichte haben. Jüngere Spieler, die auf Pokémon stehen, werden dennoch ihre Freude daran haben.

3.4


Weitere Beiträge zum Thema: , ,


Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



Back to Top ↑