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Veröffentlicht am 21. März 2014 von Adrian Dermon

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Professor Layton vs. Phoenix Wright: Ace Attorney

Eigentlich dachten viele, dass man den Professor und seine Rätsel nicht mehr so schnell zu Gesicht bekommen wird. Aber ein Spiel hat er noch in Petto und er kommt mit prominentem Namen daher. Kein geringerer als Phönix Wright, seines Zeichens selbst Star einer Spielereihe, steht dieses Mal Layton zur Seite. Obwohl der Titel bereits seit zwei Jahren in Japan erhältlich ist, freuen sich hier noch einige auf diese Begegnung – und sie werden nicht enttäuscht.

Wieder mysteriös
Zum Anfang sieht es so aus, als würde nur Professor Layton mit seinem Lehrling in ein neues Abenteuer schlittern, da sie ein Mädchen namens Sophia retten, die von “Hexen” gejagt wird. Als sie erfolgreich Sophia aus den Klauen der Hexen befreien, werden sie aber in ein mysteriöses Buch gezogen, das Sophia bei sich hatte, und landen dadurch in der Stadt Labyrinthia. Doch mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Ein wenig anders ergeht es dem zweiten Protagonisten, Phönix Wright. Dieser ist mit seiner Partnerin nach London gereist, um bei einem Anwaltsaustausch mitzumachen. Deshalb erhält er eigentlich nur einen kleinen Fall, bei dem die oben erwähnte Sophia vor Gericht steht. Obwohl sie sich schuldig bekennt, erkennt Wright, dass sie es nicht ist und boxt sie raus. Leider schaut auch er mit seiner Partnerin in das geheimnisvolle Buch und wird prompt hineingezogen. Nun muss auch er herausfinden, was das alles soll und wie sie wieder zurück kommen.

Das beste von beiden
Wie ihr bemerkt, gibt die Geschichte genug Stoff, um lange am 3DS-Bildschirm zu kleben. Jedoch müsst ihr auch gewillt sein sehr viel Texte zu lesen, denn bei beiden Abenteuern der Protagonisten wird sehr viel erzählt. Das Gameplay bleibt deshalb auch den Spielen der beiden Charakteren treu, nur das es dieses Mal in einen Titel gepackt wurde. So sucht ihr mit dem Professor immer noch neue Gegenden ab und löst unzählige Rätsel, die mir aber leichter vorkamen, als seine früheren. Wechselt das Spiel in die Ansicht von Phönix Wright seid ihr oft in einem Gerichtssaal oder ähnlichen Orten unterwegs und versucht jemanden zu verteidigen oder anzuklagen, in dem ihr euch Zeugenaussagen anhört und Beweise vergleicht. Im Gegensatz zum Part des Professors spielt sich dies aber zäher und ihr braucht oftmals eine Weile, da ihr die gleichen Aussagen immer wieder anhören müsst. Trotzdem wird jeder der die Anwaltsreihe schon immer mochte, auch hier seinen Spass haben. Im Grossen und Ganzen wird stets gut zu zwischen den Charakteren geswitcht und liefert so eine gute Balance.

Eine Klasse für sich
Was beide Spiele schon seit eh und je auszeichnet, ist die Inszenierung. Und wenn man zwei solche Charaktere in ein Spiel steckt, dann kann nur was Gutes dabei herauskommen. Es gibt erneut skurrile, aber liebenswerte Charaktere, die Sprachausgabe ist hervorragend und die Zeichentrickcutscenes erreichen Kinoqualität. Nur schon wegen den Cutscenes will man einfach weiterspielen. Dabei schafften es die Entwickler einen Kompromis zwischen den zeichnerischen Unterschiede der Reihen zu finden, was vor allem Professor Layton nochmals besser aussehen lässt. Einziger Schwachpunkt bleibt, dass nicht alles gesprochen wird und es wirklich sehr viel Text zu lesen gibt. Der Schwierigkeitsgrad bleibt dafür fair und fordernd.

 

Fazit

Zwei verschiedene Spiele in eines zu stecken, ist oftmals schwierig und kann schnell schief gehen. In diesem Fall geht das Experiment auf und die beiden Hauptprotagonisten verstehen sich prächtig. Die Geschichte kommt gewohnt spannend und trotzdem mit witzigen Charakteren daher und die Cutscenes Qualität sucht seines Gleichen. Nur der Gerichtspart bleibt ein wenig trocken. Wer aber bereits beide Spiele mochte, wird auch die Fusion lieben.

82%

Zwei Spiele in Einem


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Über den Autor

Als Kind süchtig, als Jugendlicher ein Nerd und jetzt nur noch ein Liebhaber der Kunst der Videospiele. Adrian machte in seinem Leben alle Zyklen eines Gamers durch und war immer der Nintendo und der Sony Konsolen treu. Seine Stärke sind Sportspiele. Aber einem guten Spiel aus anderen Genres ist er nie abgeneigt. Häufigster Spruch beim Spielen: Schleichen kann man, wenn man tot ist.



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