Testlabor Red Steel 2

Veröffentlicht am 15. April 2010 von Marco Stirnemann

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Red Steel 2

Die Story
Das fängt ja gut für euch als Held an. Ihr werdet bewusstlos geschlagen und erwacht, als ihr mit einem Motorrad durch die Wüste in eine Stadt gezogen werdet. Als ihr euch befreien könnt, lernt ihr die wichtigsten Elemente der Steuerung um gleich danach zu erfahren, wer ihr eigentlich seid. Ihr erfahrt, dass ihr vor fünf Jahren verbannt worden und nun zurück gekommen seid um zu sehen, dass euer ganzer Clan tot ist. Zu allem Überfluss ist auch euer Schwert weg, welches ihr als erstes suchen müsst.

Das Gameplay
Das Gameplay ist am ehesten als Schwertkampf/Shooter zu bezeichnen. Während ihr durch die Welt geht, könnt ihr immer selbst entscheiden, wie ihr euch durch die Gegner- massen kämpft. Natürlich wurde jedoch das Hauptaugenmerk auf den Schwertkampf gesetzt. Durch die Wii Motion Plus Steuerung habt ihr nun etwas mehr Freiheiten wie ihr kämpft, jedoch macht es noch immer zu wenig Unterschied. Gerade im tiefsten Schwierigkeitsgrad, kommt man mit Fuchteln ohne Probleme weiter. In den höheren Stufen ist mehr Konzentration gefragt. Der Spielaufbau ist eine Mischung aus klassischem Shooter und Action Adventure. Immer wenn ihr etwas Neues lernt, könnt ihr euch sicher sein, dass es für den nächsten Boss gebraucht wird. Das funktioniert bei Zelda seit Generationen und auch bei Red Steel klappt es wunderbar. Was jedoch schnell sehr harzig wird, ist der eigentliche Spielfluss. Das Spiel besteht eigentlich nur aus Missionen und Nebenaufgaben die nacheinander erledigt werden müssen. Immer wiederkehrendes Backtracking ist unvermeidlich und nervt mit der Zeit.

Die Steuerung
Die Story mit der Selbstfindung und Rache gespickt mit dem Verschwinden einer ganzen Stadtbevölkerung ist nichts Neues aber funktioniert ganz gut. Da jedoch immer wieder eine neue Mission gewählt werden muss, kommt das Spiel nicht so recht in die Gänge. Bei der Steuerung fällt einem Linkshänder ebenfalls sofort auf, das Ubisoft nur aus Rechtshändern besteht. Das schnelle parieren eines Senkrechten Schlages wird mir noch das Handgelenk brechen. Für Rechtshänder wird die Steuerung jedoch so sein, wie sie bereits seit Beginn der Wii Ära gedacht ist.

Die Waffen
Die Anzahl Waffen ist auf vier Schiesseisen und dem Katana beschränkt. Da man die Waffen jedoch kontinuierlich verbessern kann und das sehr ins Geld geht, stört dieser Umstand nur am Rande. Für die geniale Dynamik während der Kämpfe wären mehr Waffen vielleicht sogar eher störend gewesen. Es fühlt sich einfach cool an wenn ihr einen heranstürmenden Gegner mit einem Schuss ins Bein bremst um ihn dann mit eurem Schwert zu bearbeiten. Durch den sehr guten Einstieg in die Steuerung könnt ihr schon nach kurzer Zeit coole Moves ausführen.

Die Präsentation
In Sachen Präsentation macht Ubisoft vieles richtig. Red Steel 2 gehört zu den Grafisch schönsten Spielen auf der Wii und es macht immer wieder Spass die extrem cool gemachten Kämpfe zu erleben. Der Held ist eine extrem coole Sau, wortkarg aber extrem tödlich. Das Gegner design ist OK auch wenn diese sich oft wiederholen. Der Sound ist Extraklasse. Die Schwertkämpfe und schiesserein sind extrem gut vertont worden. Man merkt zu jeder Zeit, dass die Entwickler mit viel Herzblut am Projekt waren.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Der Storyaufbau ist stumpf. Euer Held ist extrem cool und eure Kämpfe werden euch in den Bann des Spiels ziehen. Wäre das ewige Backtracking nicht und müsste man nicht immer wieder eine Mission starten um weiter zu kommen, wäre das Spiel eine Offenbarung. So ist es vor allem der Beweis, dass man sehr geile Spiele für Erwachsene auf der Wii programmieren kann. Sollten in der Zukunft mehr Titel mit dieser (oder höherer) Qualität erscheinen, wird die Wii wohl nicht mehr so lange vor sich hin stauben, bevor ich sie wieder nutze.

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Über den Autor

Niemand kommt mit einem Controller in der Hand auf die Welt. Als Marco jedoch mit seinen sieben Jahren den ersten SEGA Megadrive Controller in der Hand hielt, wusste er seine Bestimmung. Vorbei waren die Zeiten des C64 und der ewigen Disketten Sucherei. Der Amiga 2000 staube vor sich hin. Ab dem 25.12.1990 trat Sonic in das Leben von Marco. Ab diesem Tag war Sega nicht einfach ein Hersteller der coolsten Arcade Automaten, es wurde zu einer Religion. Noch heute blutet Ihm das Herz als es mit dem Dreamcast (die vielleicht beste Heimkonsole aller Zeiten) vorbei war. Heute kann er sich nur noch selten über ein neues Sega Spiel freuen. Sonic ist seit der Dreamcast Zeit nur noch ein Schatten seiner selbst und so wird in der Not auch zu Nintendo Produkten gegriffen.



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