Testlabor Remember_Me1

Veröffentlicht am 2. Juli 2013 von Michael Otto

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Remember Me

Das Leben einer Erroristin
Wir schreiben das Jahr 2084. Im Körper der jungen Nilin, welche einst zu den besten Gedächtnisjägerinnen der Welt gehörte, befinden wir uns auf der Flucht. Wir wissen nichts mehr. Unser Gedächtnis wurde gelöscht. Von Robotern, Maschinen und anderen Gedächtnisjägern werden wir als Erroristin bezeichnet, weshalb wir flüchten müssen. Ein Fehler in Neo-Paris ist vielen ein Dorn im Auge, vor allem Memorize. Der riesige Konzern, welcher alle Daten, Erinnerungen und Einzelteile der Gedächtnisse der Menschheit kontrolliert und protokolliert, jagt uns und will unser Vorhaben mit allen Mitteln verhindern. Unsere Mission ist einfach: Wir wollen unsere Erinnerung zurück!

Granaten und Maschinengewehre? I wo!
Nachdem man begriffen hat, um was es in diesem Spiel eigentlich geht, geht alles sehr schnell. Das Spiel hat mich sofort in seinen Bann gezogen und ich hatte Mühe, mich von dem Spiel loszureissen. Während eurer Mission werdet ihr von Edge begleitet, welcher Nilin nur als Stimme wahrnimmt. Edge widerspiegelt einen mysteriösen Widerstandskämpfer und steht Euch jederzeit mit Rat und Tat zur Seite. Einige Elemente des Spieles kennt man bereits aus anderen Games, wie zum Beispiel Nilin’s Hang zum Parkour-Sport (an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Ezio aus Assassin’s Creed und Lara Croft aus Tom Raider) oder die ähnliche Aura zu Joanna Dark aus Perfect Dark Zero. Zum letzteren Vergleich: Ich weiss nicht warum, aber das Gefühl, mit Joanna Dark die Missionen zu durchlaufen, hatte ich von Anfang an. Einen wesentlichen Unterschied gibt es aber doch: Man benötigt keine Waffen. Ich habe alle Gegner einfach windelweich geprügelt und habe tatsächlich überlebt, weshalb Remember Me eindeutig ein gutes Vorbild für waffenfreie Action Games darstellt. Man darf beim Eintauchen in die Story von Remember Me eines nicht vergessen: Man befindet sich weit in der Zukunft, so dass Roboter und Cyborgs sowie unglaubwürdige Datenübermittlungsmethoden einfach hinzunehmen sind und sich manche Passgagen weit entfernt von der heutigen Realität befinden. Doch seien wir mal ehrlich: Who cares?

Das Wort zum Gameplay
Die Perspektive aus der dritten Person ist bei einem Spiel wie Remember Me wichtig. So behält man den Überblick und kann sich auf das Wesentliche konzentrieren. Denkste! Ich hatte ehrlich gesagt Mühe mit der Kameraführung, weshalb ich bei manchen Gegnern gar nicht an meiner Kampftechnik scheiterte, sondern eher an der Perspektive. Den Umgang mit dem Problem erlernt man aber relativ schnell. Meiner Meinung nach, ist das Spiel ansonsten ein wenig zu einfach strukturiert (Ich will nicht prahlen: Auch ich bin an verflixten Stellen gefühlte dreissig Mal gestorben). Jedoch ist beispielsweise das Balancieren auf den verschiedenen (übrigens sehr schönen) Plattformen relativ leicht, so wird einem angezeigt, wenn man welchen Knopf betätigen muss, um das bevorstehende Hindernis gekonnt zu überwinden. Die Kämpfe gestalten sich anfangs relativ lahm, werden zu einem späteren Zeitpunkt aber durch coole Kombos aufgemotzt – gerade noch gerettet, Capcom. Im Grossen und Ganzen bleibt mein Eindruck jedoch positiv, da hier auf relativ hohem Niveau kritisiert wird. Ach ja, beinahe ging ein wichtiger Punkt in Sachen Gameplay vergessen: Die Kombos könnt ihr euch selbstverständlich selber zusammenbasteln. Sehr cool!

Erwartet, erfüllt!
Die Grafik ist schön, die verschiedenen Levels und Gebäude sehen super aus, was uns alle glücklich macht. Wenn dies nur so einfach wäre, bräuchte es uns gar nicht mehr. Remember Me hat den Grafik-Test solide bestanden, da man auf Übersichtsplattformen einen wunderschönen Ausblick auf die Pariser Skyline hat, die Grafik auch in hektischen Situationen nicht nachlässt und die Charaktere einfach saugut aussehen. Der Test würde aber nicht nur solide ausfallen, wenn alles nur prächtig wäre: Es gab tatsächlich Situationen, bei denen ich mir ein Kopfschütteln nicht verkneifen konnte, denn das Spiel weist auch einige Grafik-Patzer auf. So hat man beim Kampf gegen mehrere Gegner überhaupt keinen Überblick mehr, da diese beim Zerschlagen vor sich hinflimmern, wie eine Glotze in den 80er Jahren und einem eine Aussicht bescheren, als wäre man beim Verlassen eines Nobel-Hotels, im Stil von Paris Hilton, umfänglich von tausenden Paparazzis abgelichtet worden.

Fazit

Remember Me gehört für mich jetzt schon zu den grossen Spielen im Jahr 2013, da das futuristische Leben nahezu perfekt umgesetzt wurde. Die Story des Spiels spürt man während dem Zocken hautnah und der Spieler kann sich perfekt in den Körper von Nilin hineinversetzen. Punktabzug gibt es lediglich beim Gameplay, da die Steuerung und Kameraführung ein wenig zu wünschen übrig lässt. Meiner Meinung nach ist ein Nachfolger ein Muss!

90%

Hat Zukunft!


Leserwertung: 4.7

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Über den Autor

hat bisher kein einziges FIFA-Spiel verpasst und favorisiert Shooter jeglicher Art im Game-Regal. Als Sympathisant des Split-Screen-Modus mag er das Zocken mit Freunden im Offline-Modus und ist für jedes Party-Spiel zu haben. In Beat'em Up-Games blüht Michi besonders auf, denn sein Gaming-Motto lautet: "Auf sie mit Gebrüll!"



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