Testlabor Samurai Warriors 3

Veröffentlicht am 8. Juni 2010 von Federico Gagliano

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Samurai Warriors 3


Japan’s Geschichte on Drugs
Samurai Warriors 3 erzählt die Geschehnisse im feudalen Japans des 17. Jahrhunderts. Rund 35 Figuren aus der Zeit stehen euch zur Verfügung, darunter historische Persönlichkeiten wie Hattori Hanzo. Zwar stimmen die Namen mit den Vorbildern überein, aber der Look ist definitiv anders. Riesige Schwerter, Hammer und merkwürdige Kostüme ähneln eher einem Fantasy-RPG. Unter den Ninjas, Samurais und Geishas ist für jeden Geschmack etwas dabei, viele müssen aber freigeschaltet werden.

Historisch oder Fantasy?
Eure Krieger schickt ihr in einer Vielzahl von Modis in die Schlacht. Der Story-Modus ähnelt wohl am meisten einer normalen Einzelspielerkampagne, in dem ihr die Geschichte bestimmter Charaktere nachspielt. Im historischen Modus hingegen kämpft ihr in den gleichen Schlachten mit einem selber erstellten Charakter mit. Der dritte Modus, die Burg Muramase, lässt die Wahl des Charakters völlig offen und handelt von Dämonen und Geistern. Auf einer Map im Mario-Stil wählt ihr die Levels.

Lord of War
In den Levels kämpft man sich in Hack & Slay Manier durch unzählige Gegnerhorden. Bei den Schlachten geht es vor allem darum, Positionen einzunehmen und Offiziere auszuschalten, während man darauf achtet dass die eigenen Truppen nicht untergehen. Euer Held sammelt dabei Erfahrung und Ausrüstung. Die Stufe einer Figur bleibt in allen Modi gleich, weshalb man in jedem beliebigen Modus trainieren kann. Auch das Inventar wird mit allen anderen Figuren geteilt. In der Schmiede kann die Ausrüstung aufgelevelt werden.

Last Samurai
In der Schlacht könnt ihr aber nur einen Charakter befehligen. Jede Figur hat eine spezifische Waffe mit unterschiedlichen Combos, die Steuerung bleibt aber immer gleich. Zu erwähnen ist, dass das Spiel spezifisch für den Classic Controller Pro entwickelt wurde. Wiimote und Nunchuk gehen auch, fühlen sich aber nicht ganz so angenehm an. Mit mittleren und starken Angriffen mäht ihr feindliche Soldaten nieder. Mächtige Geist- und „Musou“-Angriffe sorgen für noch mehr Tote. Wer des Laufens überdrüssig wird, kann jederzeit per Pfiff ein Pferd rufen.

Button Mashing Orgie
Leider reichen die normalen Angriffe völlig, um ganze Armeen zu unterwerfen. Wildes drücken des Angriffsknopfes sichert euch auf der einfachen und normalen Schwierigkeitsstufe den Sieg. Nur auf der härtesten Stufe werden die Gegner halbwegs bedrohlich. Auch ist die beeindruckende Anzahl der Feinde gleichzeitig ein Problem. Zwischen all den Anzeigen, Untertitel der Gespräche und Hunderten von Gegner bricht ein riesiges Chaos auf dem Bildschirm aus. Da kann in dem ganzen Durcheinander schnell der Überblick verlorengehen.

Ruft die Kavallerie!
Zum Glück kann man alle Modi mit einem Freund Splitscreen spielen. Teilt man sich auf, wird das Ganze doch einiges gemächlicher und zieht sich nicht so in die Länge. Die Schlachten bleiben das Highlight, da sowohl das Levelsystem als auch die Ausrüstung wenig Tiefgang liefern und die Story nicht zu fesseln vermag, da man kaum der Flut von Personen- und Ortsnamen folgen kann. Der Muramase Modus liefert auch nur mehr vom Gleichen, da die „Damönen“ dieselben Gegner aus dem Story-Modus mit grauem Überzug sind.

Alte Technik
Samurai Warriors 3 scheint wirklich aus vergangenen Zeiten zu stammen. Die Anzahl an Gegner und das Fehlen von Rucklern ist zwar erstaunlich, deren Darstellung lässt aber zu wünschen übrig. Auch die Levels bieten nur kahle Ebenen und graue Schlösser. Die Helden und Angriffe schneiden ein bisschen besser ab. Des Weiteren stören Gegner, die in Wände laufen, eine Kamera, die man stets manuell richten muss, und ein Soundtrack aus Techno und asiatischer Musik, der nicht wirklich zur Atmosphäre passt.

Fazit

Singleplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Zwar ist Samurai Warriors 3 technisch höchstens Mittelmass und das Kampfsystem wird eure Daumen restlos strapazieren, man kann aber nicht leugnen, dass das Spiel durchaus Spass machen kann. Alleine im Kampf gegen hunderte von Feinden zu bestehen hat durchaus etwas Fesselndes an sich. Die breite Auswahl an Charakteren und die Koop-Funktion sorgen für die nötige Abwechslung. Wer auf simple Hack & Slays ohne viel Anspruch steht, sollte einen Blick riskieren.

3.4


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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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