Testlabor Schlag den Raab 2 - Teaser

Veröffentlicht am 22. November 2011 von Gero Galati

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Schlag den Raab – das 2. Spiel

Der erste Teil verkaufte sich besser als erwartet. BitComposer beschloss deshalb, einen zweiten Teil zu entwicklen. Glücklicherweise haben sie viele Fehler des Vorgängers versucht zu verbessern.

Das Spielprinzip

Fast jeder kennt die Sendung mit Stefan Raab. Das Prinzip ist im Game gleich geblieben. Ein Spiel nach dem anderen wird gespielt, wer am Schluss am meisten Punkte hat, gewinnt.

Showmodus
Habt ihr das Spiel eingelegt, könnt ihr die verschiedenen Sponsoren sehen – gut, dass man hier einfach durchklicken kann. Im Hauptmenü angekommen, erwarten euch drei verschiedene Modi.
Einer davon ist der „Showmodus“. Zu Beginn bestimmt man einen vorgefertigten Namen aus über 600, der dann von den Moderatoren auch richtig ausgesprochen wird.  Befindet sich der eigene Name nicht darunter, gibt es keine  Möglichkeit, ihn einzutippen. Ist man mit einem fremden Namen zufrieden, darf man noch ein Spielcharakter bestimmen. Im Gegensatz zu den Namen, gibt es hier eine minimale Auswahl. Gerade einmal fünf verschiedene Personen gibt es. Einer ist der typische Streber, der andere ein Muskelprotz und der dritte ein eingebildeter Schnösel. Nebst diesen drei gibt es noch zwei Frauen. Eine Blondine und eine schwarzhaarige, Frau im bauchfreien Top.
Nun kann das Spiel beginnen. In diesem Modus tritt man gegen den computergesteuerten Stefan Raab an, wobei sich sein Schwierigkeitsgrad je nach Spieler ändert. Ist der Spieler besonders gut, weiss bei jedem Quiz gleich die Antwort, wird auch Stefan Raab aufholen und sich bessern. Es kann aber auch vorkommen, dass wenn ihr eine Runde vergeigt, Stefan sie auch vergeigt. Trotz dieser eher guten Verbesserung, macht der Einzelspielermodus nach kurzer Zeit keinen Spass mehr. Immer wieder gibt es Minispiele, die in die Länge gezogen sind und man nur hofft, dass es endlich fertig ist. Jedoch muss hier erwähnt werden, dass der Showmodus auch zu zweit oder mehr gespielt werden kann, es treten dann einfach alle gegen Stefan Raab an, spielen jedoch nicht zur gleichen Zeit.

Teammodus
Im Teammodus kann man gegeneinander spielen. Es können bis zu acht Spieler auf zwei Teams aufgeteilt mitmachen.
Gleich wie im Showmodus bestimmt man zuerst Name und Person. Wobei in diesem Modus kein Stefan Raab mitspielt. Hat man einen guten Partner an der Seite, macht dieser Modus sehr viel Spass – was ich selbst nicht gedacht hätte. Besonders Spass machen die Quiz-Minispiele. Schade ist, dass es viele Fragen gibt, die eher für Deutsche gedacht sind. Nachdem ihr eine Runde gespielt habt (kann schon mal 90 Minuten dauern), erhaltet ihr Punkte, die ihr dann im Bonusmenü einlösen könnt – die erhaltet ihr natürlich auch im Show-Modus.

Übungsmodus
In diesem Modus kann man entweder gegen den Computer oder einen Mitspieler spielen. Hier kommt es nicht auf Punkte drauf an. Man darf frei wählen, welches Minispiel man spielt, wobei zu Beginn nicht alle Minispiele freigeschaltet sind. Eben dafür dienen die Bonuspunkte.
Doch der Reiz an „Schlag den Raab“ ist das Prinzip, dass man ein Spiel noch gewinnen kann, obwohl man am Anfang alles falsch gemacht hat. Denn erst gegen Ende der Show werden viele Punkte verteilt. Für mich macht deshalb dieser Modus nicht viel Sinn, ohne Punkte ist der Reiz weg.
Die Minispiele
Damit ihr herausfindet, ob unter den 25 Minispielen auch eins für euch ist, gibt es hier alle Minispiele mit Wertung und kleiner Erläuterung.
Wer lügt?
Es wird etwas behauptet, wie zum Beispiel „Ich bin eine griechische Tragödie“. Nun erscheint ein Name, der einige Sekunden bleibt. Ihr müsst buzzen, wenn ein falscher Text erscheint. Hier wäre „Romeo und Julia“ falsch. Buzzt man bei einer richtigen Antwort, erhält der Gegner einen Punkt. Wer zuerst fünf Punkte erreicht, gewinnt.
Spassfaktor 8 von 10.

Wer weiss mehr?
Es wird eine Frage gestellt und 15 Antworten erscheinen. Darunter befinden sich fünf falsche. Abwechselnd wählt jeder eine Antwort aus, die er für richtig hält. Tippt jemand viermal falsch, hat man verloren.
Spassfaktor 8 von 10.
Länderumrisse
Es wird ein Land langsam anhand der Umrisse gezeichnet. Wer zuerst drückt, kann aus vier Antworten eine auswählen. Wer zuerst 5 richtig erkannt hat, gewinnt.
Spassfaktor 8 von 10.
Schätzen
Es wird eine Frage gestellt und ihr schätzt die Zahl. Wer näher an der Wahrheit liegt, erhält einen Punkt. Mit 5 Punkten gewinnt man.
Spassfaktor 5 von 10
Stimmt’s?
Eine Behauptung wird aufgestellt und ihr entscheidet ob wahr oder falsch. Viermal daneben bedeutet die Niederlage.
Spassfaktor 6 von 10
Wann war was?
Fragen werden mit Jahreszahlen beantwortet. Dieses Minispiel kann sehr lange dauern, da die Fragen schwer sind.
Spassfaktor 5 von 10
Kopfrechnen
Rechenaufgaben werden gestellt. Buzzt zuerst und gebt die richtige Antwort.
Spassfaktor 6 von 10
Marienkäfer
In vier Reihen erscheinen Marienkäfer, die verschiedene Anzahl Punkte auf dem Rücken haben. Auf diesen vier Reihen befinden sich Blätter, welche die Punkte verbergen. Zählt schnell zusammen und buzzt.
Spassfaktor 6 von 10
Was ist das?
Ein Foto ist extrem verschwommen. Mit der Zeit wird es immer schärfer. Erkennt es schnell und buzzt.
Spassfaktor 6 von 10
Führerschein
Hier werden Fragen gestellt, die sich logischerweise mit dem Führerschein beschäftigen.
Spassfaktor 6 von 10
Wo liegt was?
Bestimmt die Orte, die gefragt werden. Hier muss man mit dem Spielpartner abmachen, dass nicht geguckt wird. Denn leider wird hier abwechselnd gespielt. Fairerweise dreht man hier den Rücken zum Fernsehen.
Spassfaktor 7 von 10
Blamieren oder kassieren
Elton liest eine Frage, buzzt wenn ihr die Antwort wisst.
Spassfaktor 7 von 10
Töne merken
Vier Felder sind auf dem Bildschirm, jedes Feld gibt einen anderen Ton. Merkt euch die Reihenfolge, die der Computer euch vorgibt.
Spassfaktor 5 von 10
Axtwerfen
Werft eine Axt auf die Zielscheibe, die sich vor euch befindet. Trefft ihr die Mitte, erhaltet ihr am meisten Punkte.
Spassfaktor 6 von 10
Nageln
Schlagt Nägel in ein Brett. Wer in einer Minute mehr eingehämmert hat, gewinnt. Der Rhythmus zählt.
Spassfaktor 5 von 10
Dosenwerfen
Schiesst eine Dosenpyramide komplett um. Wer dies am schnellsten geschafft hat ist der Sieger.
Spassfaktor 7 von 10
Würfeln
Erwürfelt 50 Punkte. Nach jedem Wurf könnt ihr entweder das bereits gewürfelte speichern oder weitermachen. Wer eine 6 würfelt, verliert alle Würfe, die noch nicht gespeichert wurden. Nach dem speichern darf der Gegner würfeln. Ein Spiel, das eine extrem ungenaue Steuerung hat und unnötig in die Länge geht. Bei der Zahl 20 oder 30 wäre es schon angenehmer.
Spassfaktor 3 von 10
Superkorb
Werft einen Basketball in den Korb und zwar aus 20 Metern. Nach jeder missglückten Runde nähert man sich einen Meter. Wer schafft es zuerst?
Spassfaktor 6 von 10
Hammerwerfen
Dreht euch mit dem Hammer und lasst ihn im richtigen Moment los. Der Spieler dessen Hammer am weitesten flog gewinnt. Ungenaue Steuerung.
Spassfaktor 3 von 10
Baseball
Schiesst den Ball so weit wie möglich.
Spassfaktor 4 von 10
Schiessen
Schiesst auf eine Zielscheibe. Addiert die Zahlen. Nach vier Runden gewinnt derjenige, der die höchste Summe hat.
Spassfaktor 6 von 10
Geld zählen
Zählt das Geld das auf dem Tisch liegt.
Spassfaktor 5 von 10
Fangen
Ihr sitzt euch gegenüber. Es wird gewürfelt. Erscheint eine 6 oder 1 müsst ihr entweder mit dem Becher zuschnappen oder die Schnur wegziehen. Je nachdem, welche Rolle ihr habt.
Spassfaktor 5 von 10
Shuffleboard
Mit einem Schieberstock schiebt ihr runde Scheiben auf ein Punktefeld am Boden. Die Summe am Schluss ist massgebend.
Spassfaktor 7 von 10
Zeitfahren
Eine Zeit wird vorgegeben. Sie verschwindet und ihr müsst versuchen, die Strecke in der angesagten Zeit zu fahren.
Spassfaktor 6 von 10

Grafik und Sound

Die Grimassen der Charaktere sind immer noch vorhanden – wurden aber detaillierter und wirken deshalb auch schöner. Das Studio und die Zuschauer sind auf dem Mittelstand der Wii-Spiele. Der Sound ist gleich wie bei der TV-Show. Schön ist, dass alles mit der Originalstimme vertont wurde. So wirkt das Spiel noch ein bisschen realistischer. Aber
die unnötigen, immer wiederholenden Kommentare sind anfangs unterhaltsam, mit der Zeit total unnötig.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Die Fortsetzung ist um einiges besser als ihr Vorgänger. An ein Mario Party wird es natürlich niemals rankommen, doch für einige Stunden mit Familie und Freunde wird es seiner Rolle gerecht

2.7

Durchschnittlich


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