Testlabor Schlag den Raab

Veröffentlicht am 13. Oktober 2010 von Federico Gagliano

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Schlag den Raab

Die Sendung um Multitalent Stefan Raab ist eigentlich ganz simpel. In fünfzehn Spielen muss ein vom Publikum gewählter Kandidat beweisen, dass er schlauer, sportlicher und koordinierter ist als der Showmaster. Jetzt dürft ihr euch selber auf virtueller Weise mit Raab messen. Spass scheint dabei aber nicht willkommen zu sein.

Wann hört das auf?

Dies ist die Frage, die ihr euch während des Spielens von „Schlag den Raab“ ununterbrochen fragen werdet. Während die Sendung meist halbwegs unterhaltende Stunden verspricht, werdet ihr jede Minute hassen. Hier nur einige Gründe.

Raab, der ewige Grinser

Kaum angefangen, erschlägt euch bereits die unglaubliche Hässlichkeit des Spiels. Die Karikaturen von Raab, Elton und Moderator Matthias sollen witzig wirken, sehen mit ihrem Dauergrinsen aber abscheulich aus. Die Texturen und Beleuchtung sind noch miserabler. Matthias Hand sieht beispielsweise aus wie ein rohes Steak. Die Zuschauer sind auch nur unförmige Holzpflöcke im Hintergrund, die auf und ab springen um zu klatschen.

Wenigstens akustisch wäre mehr zu erwarten, da sowohl die Stimmen als auch die Melodien aus dem Original stammen. Aber auch hier weit gefehlt. Emotionen sind nicht spürbar, fast schon flüsternd wiederholen sich die immer gleichen Sätze, oft sogar nur mit Sekunden Abstand voneinander. Das Gleiche gilt für die Musik, die nach ein paar Minuten ausgeschaltet werden muss, um nicht wahnsinnig zu werden. Die etwa drei Sekunden langen Melodien werden nämlich auch exzessiv wiederholt und sind einfach nur nervig.

Schneckentempo

Es sieht schlecht aus, aber wie spielt es sich? Noch schlechter. 21 Spiele stehen zur Verfügung, was doch recht wenig ist. Ausserdem finden alle Spiele innerhalb des Studios statt. Wer also ein paar der exotischeren Sportarten erwartet, wird derbe enttäuscht. Stattdessen müsst ihr euch mit Curling, Black Jack und Kühe melken begnügen. Als wäre das nicht langweilig genug, verschlimmert die Steuerung das Ganze. Diese reagiert langsam und ist empörend ungenau. Manche Spiele werden so zur reinen Glückssache. Ausserdem ziehen sie sich gern in die Länge, denn auch wenn ein Spieler bereits klarer Sieger ist, muss zu Ende gespielt werden. Die Quiz-Spiele funktionieren besser, ausser das bekannte „Wo liegt was“. Ziel hier wäre es, Orte auf einer Landkarte zu markieren. Der zitterige Cursor lässt aber auch etwas so simples zu einer hünenhaften Herausforderung werden.

Fazit

Singleplayer
Multiplayer
Gameplay
Motivation
Grafik
Audio

Über dieses Spiel sollte man gar nicht mehr Worte verlieren, denn es kann niemandem guten Willens empfohlen werden. Schlag den Raab wäre bereits in der letzten Konsolengeneration überholt gewesen. Rein gar nichts funktioniert richtig, Spielspass scheint ein Fremdwort zu sein. Raab verdient Schläge dafür, dass er seinen Namen hier drauf gesetzt hat. Absoluter Müll!

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Über den Autor

Nomadisch zog Federico von N64 zu PC, Xbox und Wii, bis er auf der PS3 seine Bestimmung fand: Das Sammeln von Trophäen. Je grösser die Challenge, desto besser.



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